Dürfen Ärzte Smartphones in die Praxis nehmen?

6 Antworten

Eine sehr gute Frage! Verboten ist es bislang nicht, man beginnt aber, sich Gedanken über die Auswüchse des medialen Mithörens zu machen. Bislang muss ein Arzt nur sicherstellen, dass niemand das Gesprcäh mit dem Patienten unbefugt mithören kann. Es gab schon vereinzelt Hinweise an Ärzte, die einschlägigen Apps, sowie Alexa und ihre lauschfreudigen Freundinnen auszuschalten. Doch eine diesbezügliche Vorschrift fehlt bislang. Ich galube auch weniger, dass das Problem aus Seiten der Ärzte liegt. Vielmehr sind es die Patienten, die mit eingeschalteten Handys im Wartezimmer sitzen und dies dann natürlich auch ins Sprechzimmer mitnehmen.

Für mich persönlich kann ich nur sagen: mein Handy liegt während der Sprechstunde ausgeschaltet in einer Schublade in der Umkleide, aber ich möchte nicht wissen, welche Lausch-Apps meine Patienten Tag für Tag dutzendfach ins Sprechzimmer mitnehmen. Es ist auch viel interessanter für die Appbetreiber, ein Patientenhandy abzuhören, als ein Arzthandy. Alleine die Ortung eines Handys ist schon sehr interessant! Wer war wann bei welchem Arzt und hat dort wieviel Zeit verbracht?

Ich persönlich würde nicht nur jedem Arzt empfehlen, Handys in der Praxis auszuschalten, sondern würde es auch jedem Patienten dringend raten - und zwar noch vor dem Betreten der Praxis!

Ich bin der Meinung, dass ich als Arzt das Smartphone mit in die Praxis/Klinik nehmen darf!

Selbst wenn ich einer App den Zugriff auf das Mikrofon erlaube, so muss ich doch gemäß der Bestimmung immer erst mittels einem Tastendruck die Freigabe für das Mikrofon erteilen beziehungsweise des Mikrofon aktivieren. Die App lauscht ja nicht die ganze Zeit und springt plötzlich an, ohne dass ich irgendwas an dem Handy aktiviere. Oder auf welche App spielst du im speziellen an? Ich muss ja als Arzt nicht prinzipiell erstmal davon ausgehen, dass mein Mobiltelefon widerrechtlich abgehört wird. Was ist denn ansonsten mit dem Telefonapparat in meinem Sprechzimmer? Die allermeisten haben heute eine Freisprechfunktion oder eine Funktion zum mithören. Dass die womöglich illegal aktiviert ist, wäre dann ja genauso wenig auszuschließen. Allenfalls könnte man über eine Fahrlässigkeit des Arztes diskutieren, aber aus meiner Sicht ist die hier nicht gegeben, da der Arzt nicht prinzipiell davon ausgehen muss abgehört zu werden. Den Zugriff auf das Mikrofon gibt der Arzt ja auch nur für die Funktion der App, im Allgemeinen, wenn er sie aktiviert, und nicht damit das Mikrofon 24 Stunden am Tag mithört.

T3Fahrer

An sich glaube ich nicht dass es Verboten ist, er darf nur nicht bewusst anderen diese Infos weitergeben, wenn er unbewusst abgehört wird kann er nichts dafür.

Die Frage ist also eher ob man Annehmen muss, dass man mit dem Handy abgehört wird oder ob man das nicht annehmen muss.

In dem Fall würde ich sagen, nein man muss es im Normalfall nicht annehmen, weil man zumindest darauf vertrauen kann, dass das Mikro nicht 24/7 aktiv ist und den Ton weiterleitet. Der Datenschutz muss in dem Fall ja nicht nur für den Patienten gelten sondern auch für den Arzt der auch nicht einfach so mir nichts dir nichts bespitzelt werden darf. (§201 StgB)

Ich seh es zwar auch nicht so eng, aber wenn man schon so Argumentieren möchte gebe ich zu bedenken das:

  1. Natürlich davon ausgegangen werden muss das das mic 24/7 Aktiv ist sonst würden ja Sprachbefehle garnicht funktionieren oder?
  2. Und die erlaubnis Apps die micro freischaltung zu erteilen macht er ja auch selbst.

Sogesehen.

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@Eromzak

Das Mikro ist natürlich aktiv, allerdings dürfen die Daten nicht so ohne weiteres an einen Server weitergeleitet und dort gespeichert werden.

Wenn es zB um Sprachbefehle geht muss man entweder per Tastendruck diese erst aktivieren oder durch ein Aktivierungswort, die Verarbeitung des Aktivierungswortes erfolgt am Gerät selbst und erst dann werden die Daten an einen Server zur verarbeitung weitergeleitet.

Wie bereits geschrieben ist eine Überwachung, außer durch den Staat selbst wenn bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sind, nach deutschem Recht nicht zulässig und in so fern ist nicht davon auszugehen, dass das Handy alle gesprochenen Worte weiterleitet und die Schweigepflicht ist damit nicht verletzt.

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