Dürfen Ärzte den Eltern erzählen, das man sich ritzt, auch wenn man selber es nicht will?

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11 Antworten

Die Schweigepflicht ist grundsätzlich auch gegenüber anderen Ärzten zu beachten. Ebenso besteht
die Geheimhaltungspflicht gegenüber Familienangehörigen des Patienten einschließlich
seines Ehegatten. Der Arzt ist also, wenn keine Entbindung von der Schweigepflicht vorliegt oder
das Güterabwägungsprinzip eine Offenbarung zulässt, auch hier zur Geheimhaltung verpflichtet.

Die Schweigepflicht des Arztes gilt auch gegenüber Minderjährigen. Bei Minderjährigen kann
zwar eine Offenbarung an die Eltern gerechtfertigt sein. Sie muss jedoch sehr sorgfältig abgewogen
werden. Es ist bei der Abwägung darauf abzustellen, ob der Minderjährige in der Lage ist
seine gesundheitliche Situation, also die Schwere der Erkrankung und die Risiken einer etwaigen
Behandlung, selbst einzuschätzen. Wenn der Minderjährige die erforderliche Einsichts- und Entscheidungsreife
hat, ist sein Wunsch auf Geheimhaltung auch gegenüber den Eltern zu respektieren.
Bei Personen, für die ein Betreuer auch für medizinische Angelegenheiten bestellt worden
ist, gilt die Schweigepflicht gegenüber dem Betreuer nicht. Er muss informiert werden, um die
Interessen des Betreuten bei der ärztlichen Behandlung wahrzunehmen

Quelle: 
https://www.aerztekammer-berlin.de/10arzt/30_Berufsrecht/08_Berufsrechtliches/06_Behandlung_von_Patienten_Pflichten_Empfehlungen/35_Merkblatt_Schweigepflicht.pdf

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Da sie unter 18 und sogar noch unter 15 ist, liegt keine Schweigepflicht gegenüber den Eltern vor.

Diese tritt erst nach dem 15. Geburtstag ein und bis zum 18. gilt diese auch nur eingeschränkt, wenn ein Arzt das Gefühl hat, dass seine Patienten nicht die nötige Reife besitzen, darf er mit den Eltern sprechen.

Da ritzen eindeutig ein Anzeichen für große Probleme und 'medizinische Unreife' ist, darf er es also auch in den nächsten Jahren den Eltern mitteilen!

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Sobald man (glaube ich) 14 ist, unterliegt der Arzt der Schweigepflicht und er darf null und nichts sagen, wenn es der Patient nicht will. Mit den Eltern reden darf er nur, wenn sie es ihm ausdrücklich sagt. Natürlich gibt es auch ausnahmen. Wenn die Wunden vom ritzen frisch sind und wenn sie Suizidgefährdet ist, muss er die Eltern informieren. Sonst nicht

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Das hängt vom Alter ab, denn SV ist ja nun mal kein Husten

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Ein Arzt unterliegt immer der ärztlichen Schweigepflicht an die er sich halten muss. Heißt er darf nichts von dem Gespräch mit der Patientin/ dem Patient weitergeben, wenn dieser dagegen ist.

Allerdings kann der Arzt entscheiden wie schlimm ihr Zustand ist und dadurch wie wichtig es ist zu informieren. Bedeutet er meldet das dem Krankenhaus und weist sie in eine Therapie ein. 

Auch Therapeuten fragen Minderjährige immer, ob sie die Eltern auklären dürfen. Schätze das wird der Arzt genauso machen, wenn er es für richtig und wichtig hält. 

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Wenn deine Freundin über 18 jahren alt ist, darf der Arzt nix sagen.

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Sicher dürfen und müssen die Arzte das, wenn den Freund unter 18 ist.

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Auch bei Minderjährigen stehen Ärzte unter schweigepflicht.

Generell gillt, hält der Arzt nicht dicht, bei der Ärtzekammer anzeigen, die dichtet ihn wieder ab.

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Er darf es sagen, wenn er findet, dass ihr Zustand schlimm ist. Wenn die Narben aber schon alt sind, dann wird er wahrscheinlich nichts sagen

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Wenn sie unter 18 ist müssen die Eltern Bescheid wissen. 

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Wie alt ist die Freundin?

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Kommentar von Stefffan7
03.08.2016, 21:42

Mit 14 hat der Arzt eigentlich schon eine Schweigepflicht gegenüber den Eltern, die ist aber aufgehoben, wenn er denkt er kann durch ein Gespräch mit den Eltern unmittelbar Gefahr abwehren. Wenn der Arzt also zB. der Meinung ist, sie konnte sich schwerer Verletzen, darf er das den Eltern sagen um das zu verhindern.

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