du kaufst in einem Geschäft ein T-Shirt für 4,95 EUR, in dakha sterben 1130 Menschen beim Einsturz eines Gebäudes, was haben beide Ergebnisse miteinander zu t?

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6 Antworten

DIREKT gesehen, liebe(r) Thlttr: GAR NICHTS.

Indirekt: Jede Menge:

DAs T-Shirt kann nur so billig sein, weil Menschen wie "du" wer auch  immer Du ist...

...andauernd T-shirts kaufen wollen, die sie nicht brauchen (weil sie  ja schon jede Menge davon haben) ...

...deswegen natürlich nicht bereit und willens sind, einen  Preis für die T-Shirts zu zahlen, welche den Arbeiter)nnen faire ARbeitsbedingungen ermöglicht

...deswegen die Preise auf dem Weltmarkt von den Einzelhandelsunternehmen gegenüber ihren Lohnherstellern gnadenlos gedrückt werden,

...weshalb solche Gebäudeeinstürze begünstigt  (ich kann nicht behaupten: verursacht)  werden,

...und dass diese Käufer dieser Billig-T-Shirts auch NACH dem Unglück den Zusammenhang zwischen ihrem Kaufverhalten und dem Unglück nicht sehen (wollen)


Natürlich liegt die URSACHE zunächst bei den westlichen Einzelhandelskonzernen wie H&M, kik etc. etc., weil sie damit angefangen haben, die Klamotten so billig zu machen und den Preisdruck auf die Lohnhersteller auszuüben.

ABER: Wenn "du" das T-shirt nicht kaufen würdest, würde es kik nichts nützen, das T-Shirt billig abzugeben - es würde auch für 4,95 oder weniger keiner kaufen!

Wenn wir also was gegen solche Unglücke tun wollen, sollten wir

  1. so wenig wie möglich neue Klamotten kaufen
  2. so viel wie möglich gebrauchte Klamotten kaufen
  3. WENN wir neue Klamotten kaufen, auf fair-trade zertifizierung achten, im Laden danach fragen und dafür natürlich mehr Geld ausgeben -

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Kommentar von marylinjackson
05.02.2017, 15:07

Ähnliches trifft dann auch für die Touristikbranche zu.

Nicht verreisen, und wenn, dann nur als Backpacker per Frachtschiff für einen Luxusdampfer-Preis.

Da vergeht einem glatt die Lust.

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Wenn ich mich recht entsinne, ging es bei diesem Einsturz um eine Näherei, die Kleidung für Modelabels in Europa herstellte.

Der Zusammenhang zwischen billigster Ware und billigsten Herstellungsmethoden (dazu gehören auch die günstigst auffindbaren Räumlichkeiten und deren "effizienteste" Nutzung durch Überbelegung") ist wohl nicht schwer zu erfassen.

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Eine Frage mit erhobenem moralischen Zeigefinger. Aber sie haben wirklich nichts zu tun, es sei denn, man krame den berühmten Satz "alles hängt von allem ab" hervor.

Es hat mit korrupten Strukturen zu tun, mit wirtschaftlicher Not und Rückständigkeit. Alternativ könnte man ja in diesem Land ja gerne was anderes produzieren - und auf dem Weltmarkt verkaufen. Aber überall wird man auf Konkurrenz stossen. 

Bangladesh ist ein islamisches Land, das allein bürgt auch schon für Armut und Rückständigkeit.

Ob ein westlicher Konsument solche Produkte boykottieren soll? Dann wird es den Menschen dort noch schlechter gehen.

Der Ausweg aus misslichen Lage ist weniger Geburten, Glauben abstossen, besssere Bildung für alle.

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Na das ist beim T-shirt für € 4,95 genauso wie beim Kottelett für € 1,50. Wenn das Kottelett im Laden nur € 1,50 kosten darf, müssen möglichst viele Schweine möglichst schnell wachsen. Also stopft man viele davon zusammen in einen kleinen Stall, weil das billiger ist als sie auf dem Hof herumlaufen zu lassen. Dann füttert man sie mit irgendwelchem Zeug was gar nicht gut für die Tiere ist, sie aber schnell wachsen lässt. Und dann gibt man denen noch ordentlich Antibiotika, weil die sonst krank werden würden. Und am Ende beklagt sich der Verbraucher über die Qualität des Kotteletts, will aber auch nicht € 1,60 für ein Kottelett ausgeben.

Genauso ist es mit dem T-shirt. Wenn das T-shit im Laden nur € 4,95 kosten darf, muss es eben möglichst billig hergestellt werden. Da dürfen also die Arbeiter nichts kosten, deshalb verlegt man die Produktion in Billiglohnländer. Und weil der Chef von den billigen Arbeitskräften auch möglichst viel Geld für sich rausschlagen will, muss die Produktionsstätte möglichst billig gebeut werden. Da wird dann eben die Betondecke nur 15 statt 20cm dick, weil das auch irgendwie hält, aber billiger ist. Und weil die Arbeiter unter so schäbigen Bedingungen in diesem schäbigen Gebäude arbeiten, hauen ab und zu mal ein paar Arbeiter einfach ab. Um das zu verhindern, verbarrikadiert der Chef dann noch die Notausgänge, damit jeder der ein oder raus will an seinem Büro vorbei muss. Und wenn es dann mal brennt, ist die Kac.. am dampfen.

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Kommentar von marylinjackson
05.02.2017, 12:41

Nein, das ist ein schlechter Vergleich

Dein Beispiel 1 spielt in Deutschland, und der Preis sowie Menge und Qualität unterliegen zuerst dem Markt sowie Tierschutzgesetzen, EU-Standards, Hygienekontrollen...

Beispiel 2 hat das alles nicht. Kapitalistische Hochkonjunktur, die der Händler auch noch schamlos ausnutzt.

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Der Tod der Näherinnen von T-Shirts ist tragisch für die hinterbliebenen Familienangehörigen, die jetzt keine Ernährerin mehr haben. Die Profitgier des Arbeitgebers, sie in gefährlichen Bauten auszubeuten, ist das gesellschaftliche Problem des betreffenden Landes, nicht für uns.

Ein schlechtes Gewissen beim Kauf eine 5 Euro T-Shirts sollte man deshalb nicht haben.

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Kommentar von Schoenfelder
05.02.2017, 14:10

Na letztendlich wäre es doch für einen deutschen Konsumenten verkraftbar, wenn das T-shirt statt € 4,95 eben € 5,20 kosten würde, und deshalb die Leute die das zusammennähen deutlich besser leben könnten (bzw überlebt hätten). Und genau über diesen Zusammenhang sollte man sich (auch) beim T-shirt Kauf zumindest im klaren sein.

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Nichts.

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