DSLR's wieso liegen die Autofokus-Punkte an der Kamera und nicht am Objektiv?

2 Antworten

Ganz einfache Antwort: die Bildebene, auf der das Bild scharf sein muss, ist der Sensor. Also gibt es die besten Ergebnisse genau dort zu messen (Konrast-AF des Sensors im LiveView), oder an einem externen Messpunkt im gleichen Abstand vom Objektiv (Phasen-AF beim Blick durch den Sucher, also wenn der Spiegel das einfallende Bild statt auf den Sensor auf den Sucher lenkt).

Die Zahl der Messfelder beim Phasen-AF ist reine Preisfrage und damit eine Entscheidung des Marketings für die jeweilige Kameraklasse. Im Kontrast-AF des Sensors hingegen kann via Software die ganze Fläche ohne Mehrkosten genutzt werden - gäbe es nur einen Hersteller, würde der wahrscheinlich da auch noch eingrenzen - Marketing halt. Der Phasen-AF ist dabei üblicherweise schneller.

Im Objektiv selber ist zwar der Brennpunkt, aber nicht der Fokuspunkt. Also kann dort auch nicht der Fokus gemessen oder beurteilt werden! Die Position der Linsen allerdings verschiebt den Fokuspunkt.

Man könnte zwar auch den Sensor verschieben und damit die Fokussierung vornehmen, aber der erforderliche Weg wäre so groß dass die Kameras riesig würden! Bei Großformat und teilweise auch im Mittelformat wird das über Balgen allerdings gemacht.

Wie viele AF-Punkte eine Kamera hat, entscheiden Entwickler und Kaufleute.

Autofokus ist ein Mess- und Rechenvorgang. Wo soll das in einem Objektiv stattfinden? Und willst du diese Technik bei jedem Objektiv mit bezahlen und schleppen?

Bei LiveView wird auf dem BildSensor der Kontrast gemessen, und das kann ueberall sein.

Die andere Methode ist halt der Phasenautofokus. Da werden Lichtstrahlen abgezweigt und verglichen. Und das geht nur in Zentrumsnaehe (der optischen Achse) zufriedenstellend gut. Die AF-Sensoren sitzen dann bei den DSLRs unten im Spiegelkasten, bei den Sony DSLTs ueber dem Spiegel.  

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