DSLR- Objektiv ohne Bildstabilisator zu empfehlen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also wenn es Dir um die Stabilisierung geht, musst Du nur 2 Dinge beachten:

  1. Wenn Du ein Stativ hast und einsetzen kannst, dann ist das Bild mit ausgeschaltetem oder ohne Bildstabilisator immer besser. Bei der Bildstabilisierung werden in der Optik Linsen bewegt und somit wird das Bild nicht mehr so knackscharf sein...
  2. Wenn Du kein Stativ hast oder keines einsetzen kannst, ist das Objekitv **mit* Stabi natürlich zu bevorzugen, denn so verschwommen wie wenn Du es verwackelst kann es der Stabi auch nicht machen ;-)

In der regel komme ich z.B. ohne Stabilisierung aus bzw. bei Sport- oder Tieraufnahmen ist sie sogar eher hinderlich. Daher würde ich Dir jetzt zu einer Optik ohne stabilisierung raten. Aber ich weiß natürlich nicht, in welchen Situationen Du fotografierst. Von daher, mache die entscheidung von den obigen Punkten abhängig ;-)

vielen Dank für die ausführliche Antwort

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ich fotografiere mit canon und habe mir erstmal auch objektive ohne bildstabilisator zugelegt, weil sie einfach wesentlich günstiger sind. beispielsweise habe ich ein tamron 28-300 mm ohne und das macht selbst freehand bei 300 mm saubere bilder, solange das licht stimmt. während ich mich informiert habe, habe ich irgendwo gelesen, dass der stabi 1 bis 2 blenden freehand ausmacht. ob sich das für dich lohnt, musst du selbst entscheiden, ich jedenfalls bin ganz zufrieden ohne.

Je nach Qualität und Brennweite sogar bis zu 4 Blenden. Aber wie du ganz richtig schreibst: Meistens geht's auch ganz gut ohne :-)

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Ohne Stabi kann man nicht fotografieren! Generationen von Fotografen haben über hundert Jahre lang nur verwackelte Bilder produziert, bis endlich der Stabi erfunden wurde! grins

OK, im Ernst: besonders bei einem Tele kommt es darauf an, wie ruhig deine Hände sind. Bei KB gibt's die Faustregel: Brennweite = max. Belichtungszeit, bei der man nicht verwackelt. Bei einer Crop-DSLR kommt noch der Cropfaktor hinzu, bei Nikon also x1,5. Beispiel: 200mm Brennweite x 1,5 Crop = 1/300 sek. Verwacklungsfrei. In der Praxis hab ich allerdings auch schon 200mm 1/125s gehalten und mit 1/250s verwackelt. Kommt eben auf die Tagesform an.

Fazit: Stabi ist so ziemlich das nützlichste Feature der letzten Jahre und kann sicher das eine oder andere Bild retten. Aber unverzichtbar ist er nicht. Für schlechte Lichtverhältnisse gibt es auch noch den seit über 100 Jahren bewährten Ur-Stabi: Das Stativ ;-)

Zum 18-105: Damit gewinnst du nach oben nicht viel, verlierst aber durch den höheren Brennweitenbereich geringfügig an Abbildungsleistung im Vergleich mit deinem 18-55er (vor allem stärkere Verzeichnung im WW). Da bist du mit dem 55-200 auf jeden Fall besser beraten.

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