Druckverlustung ungewöhlich.....

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4 Antworten

Hallo

Druckverlust ist eine sehr feinfühlige Diagnostig und viel sensibler als ein Kompressionstest. Für den Alltag eigentlich zu feinfühlig und zu aufwendig deswegen wird der DV nur bei Problemen gemacht.

Bei 92% Druckverlust prüft man primär zuerst wo der Druck hinwandert da gibt es grob nur folgende Richtung

  • durch die Kolbenringe in die Kurbelgehäuseentlüftung
  • Einlassventil/e
  • Auslassventil/e
  • selten gibt es Fälle von Rissen in Block oder Köpfen (Die sind entweder so dicht das man mit Schnüffelgas arbeiten muss oder schon so gross das dies auch ohne DV auffällt)
  • auch selten defekte Kerzengewinde wo die Luft am Werkzeug vorbeizischt

Wenn man leise ist hört man wo es Abblässt oder man hält etwas in den Luftzug (Rauchstäbchen, Feuerzeugflamme, Wollfäden zur Not erhitzt man etwas Frosttschutzmitel als Rauchbombe). Auch Seifenschaum/Leckspray ist hilfreich.

Oder man verschliesst die Krümmer und sieht ob der Druckverlust "besser" wird.

Zur Verfeinerung der Diagnose kann man den DV während des Motordurchdrehens machen (Dass beim Durchdrehen leicht Unfälle passieren können muss wohl nicht erklärt werden). Man sieht dann wie sich der DV im Verdichtungshub entwickelt und wie nach dem OT. Wer Erfahrung hat kann damit schon bauchige Zylinderwände erkennen.

Zur weiteren Diagnose nimmt man meist eine Boreoskop zur optischen Inspektion und wenn man nichts sieht dann muss man mit etwas Öleinsprizung versuchen ob die Leckage an den Zylinderwänden abfällt oder man muss Ventiltrieb Freilegen und Steuerzeiten messen oder Ventile freilegen.

Wenn der Motor beim Kompressionstest gute Werte hat dann liegt es daran das durch den Verdichtungsdruck die Kolbenringe an der Zylinderwandung langstreifen und das man schon bei Anlasserdrehzahl (und warmen Motoröl) genug Öl auf den Zylinderwandungen hat. Zudem hat man auf der Einlassseite ja noch die Gassäule welche beim Saughub die Luft nachdrückt so das die Spülung in der Überschneidung effektiver wird. Je geringer die spezifische Literleistung bzw je höher der effektive Mitteldruck um so besser ist die Füllung bei Anlassdrehzahl.

Druckverlust an der Zylinderwandung muss im Zusammenhang mit dem Motor betrchtet werden bei Gussblöcken ist es tolerierbar bei Alublöcken speziel bei BMW Alusil und Jagaur/Ford Nikasil gibt es Laufflächenprobleme (die sind in der Scene bekannt) und mit einem DV erkennt man die weit bevor die Komprssion was anzeigt. Weiterhin ist da noch das Problem das ventile nicht immer dicht sind und das kann kurzfristige Gründe haben ( Russpartikel) oder auch böse überraschungen (Krumme Ventile vom Überdrehen oder ein Natriumgefültes Ventil das seinen Exitus ankündigt). Als es noch manuele ventilspielkontrolle gab war das ventilspeil ein guter Indikator ob die Ventile ein Problem bekommen, heutzutage wird der Motor meist bewegt bis der Ventilteller abschmilzt (Ach weil die Fahrer/Tretter die Sympthome übersehen bzw nicht korrekt interpretieren)

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Der Druckverlust wird Primär bei langsamen drehen des Motors gemessen. Dennoch kann es sein, das durch drehen des Anlassers die Kompressionbei Benzinern zwischen 11 und 16 Bar, bei Dieseln ab ca. 28 Bar liegt, da der Druck bei Anlasser drehzahl nicht so schnell entweichen kann. Ventil ist ein wenig abgebrannt.

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ja hast du mal geschaut wo der druck hops geht?? öleinfülldeckel aufschrauben und hören ob da was rauskommt oder auspuff!!! sonst können es die simmaringe sein oder zylinderlaufbahn

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Kommentar von Lintorf112
05.10.2011, 21:13

wie ich geschrieben habe :1 Zylinder Druckverlust = 92% durch das Einlassventil

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Dein Druckverlusttester ist defekt!

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