Druck zu hoch depressiv, hilflos in der Ausbildung

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4 Antworten

Die meisten Therapeuten sind so überlaufen, die werden vermutlich schon deswegen nicht zurückrufen. Die sind froh, wenn sie ihr Tagespensum bewältigen können. Das sollte für dich natürlich kein Grund sein, aufzugeben. Du brauchst Hilfe. Also ruf du die Therapeuten an. Jede Woche wenn es sein muss. Du denkst, dass die anderen dass besser packen. Aber weißt du sicher, dass die nach der Arbeit NICHT zur Therapie gehen? Die werden dir das auch nicht erzählen. Die werden den schönen Schein wahren. Nur keine Schwäche zeigen. Du bist den meisten da voraus. Du bist bereit Schwäche zu zeigen in der Hoffnung, dass jemand kommt der dir Heilung bringt. Die Heilung musst du in die Wege leiten. Bleib am Therapeuten dran. Notfalls ruf zwei oder drei verschiedene Therapeuten so lange an, bis du einen Platz hast. Nicht aufgeben. Wegen dem Selbstbewusstsein kannst du zu Hause für dich erst mal anfangen. Hier ein Buchtipp: http://www.thalia.de/shop/home/rubrikartikel/ID25782165.html?ProvID=10907022 Du musst selber auch aktiv an deiner Heilung arbeiten. Es nur anderen zu überlassen wäre nicht richtig.

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Eventuell könntest du dich an den Integrationsfachdienst wenden. Die Mitarbeiter aus dem Bereich Arbeitssicherung beraten Arbeitnehmer mit Erkrankungen oder Behinderungen, auch psychischen Problemen. Das Thema Arbeitssituation steht hier im Vordergrund. Sie können dir eventuell behilflich sein, am Arbeitsplatz etwas zu verändern. Oder sie kennen einen Psychologen, der dir schneller weiterhelfen. Oder, oder, oder.... Ein Versuch wäre es wert! Sie haben Schweigepflicht!

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Hallo Paula,

ich werde wohl nicht helfen können, aber ich wollte mal 2 Gedanken einfliessen lassen:

1) Hast Du Geld? Du schreibst, du bist da, um bestimmte Leute zu treffen wegen einer bestimmten Abteilung... Gibt es eine Möglichkeit, sich selbständig zu machen und nicht auf diese ganzen Leute als Ausbildungsbetrieb angewiesen zu sein?

2) Wie wirkt sich Laufen/Sport, Meditation, Sex auf dein Cortisol und Stresslevel aus? Eines ist sicher, du brauchst eine Art Rückzugsort oder Energie, das dich wieder mehr ins Gleichgewicht holt. Eine Beziehung stelle ich mir also eher unmöglich vor, da würdest du selbst auch privat die Starke spielen und dich nicht offenbaren oder?

Ach so und was ist mit Freunde, Familie?

Keine Ahnung, ob es hilft sich darüber mal Gedanken zu machen... Wünsche Dir alles Gute!!

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Kommentar von PaulaRedcliff
07.02.2015, 05:45

Nein das habe ich nicht. Meine Mutter würde mich finanziell wo es geht unterstützen, aber ich will ihr Geld nicht, sondern für mich selbst Sorgen können. Ich möchte auf eigenen Beinen stehen und meine Mutter hatte nun schon genug mit mir aushalten müssen. Mein Wunsch war oder ist es Sportmoderatorin zu werden. Ich hätte hier die Möglichkeit Redaktionelle Erfahrungen zu sammeln in Form einer 4 monatigen Hospitation. Darauf hab ich hingearbeitet und nun bin ich dabei, mir das alles kaputt zu machen.

Laufen war immer die beste Medizin für mich, doch da ich so schlimme körperliche Beschwerden habe und immer schwächer werde, geht es mir nach dem Laufen nur noch selten gut. Ich fühle mich danach völlig erschöpft und krank und der Tag ist im Eimer. Generell bin ich sehr sportlich treibe exzessiv Sport, aber da ich diese Woche am Ende meiner Kräfte gelangt bin und festgestellt wurde das mein Cortisolwert viel zu hoch ist, wurde mir davon abgeraten mich damit auch noch so zu belasten. Den Druck einen guten Körper zu haben, habe ich auch aber durch den Stress (trotz gesunder Ernährung und viel sport) habe ich ich zugenommen, das ist wohl dem zu hohen Cortisolwert verschuldet der für die Fetteinlagerung sorgt und da kann ich dann noch so wenig oder gesund essen und noch soviel Sport treiben. Mein selbstbewusst sein wird immer weniger und ich fühle mich unwohl in meiner Haut und traue mich so überhaupt nicht die Hospitation anzugehen weil ich in meinem jetzigen Zustand mit seelischen und körperlichen Kummer nicht überzeugen Werde. Meditation funktionierte gar nicht da ich nicht zur Ruhe komme so sehr ich es versuche, das einzige was mir geholfen hat ist Yoga, aber da ich mich unwohl fühle traue ich mich gar nicht mehr in ein Studio. Es kostet mich unheimliche Überwindung überhaupt noch irgendwo hinzugehen. Ich bin seit 3 Jahren Single. Wundern tut es mich mittlerweile nicht mehr, weil so unsicher und unzufrieden ich mit mir selbst bin, mit so jemanden möchte man nicht zusammensein. Ehrlich gesagt will ich das auch keinen zumuten, ich würde gerne vorher wieder im Reinen mit mir sein. Ich vermisse es jemanden zu haben, aber auf einen Mann der wirklich an dir interessiert ist trifft man ja auch nicht mehr so häufig. Ich weiß noch wie alle gesagt haben, ich sei keine drei Monate Single. Aber daran erkenne ich eigentlich nur dass da etwas mit mir nicht stimmt. Ich will mich auch nicht verstellen müssen, aber ich weiß dass viele Männer auf eine nicht selbstbewusste Frau (die aber laut Freunde, Familie, bekannte allen Grund dazu hätte ) die nicht im Reinen mit sich ist, nicht stehen.

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Tach, erstmal wollte ich Dir sagen, daß Du mit Deinen Problemen und auch den daraus resultierenden körperlichen Symptomen keinesfalls alleine dastehst. Inwieweit wird Druck und Stress durch Deinen Arbeitgeber ausgeübt? Darüber hast Du nichts geschrieben. Habe gerade Ähnliches erlebt mit einer sehr guten Freundin, sie hatte einen jahrelangen karrieretechnischen Durchmarsch und dann wurde Sie plötzlich für Fehler verantwortlich gemacht mit denen sie nichts zu tun hatte. Und jetzt länger krankgeschrieben und in Therapie.

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Kommentar von PaulaRedcliff
07.02.2015, 06:33

Ich glaube den Druck mache ich mir hauptsächlich selbst. Früher in der Schule war es meine Mutter, bis sich die ersten Anzeichen gezeigt haben, dass es mir nicht gut dabei geht. Ich glaube sie hat gemerkt dass sie dafür eventuell mitverantwortlich war und hat es dann eingeschränkt. Eigentlich wollte sie ja nur mein bestes und wollte mir meine Zukunft sichern und das ich mich bemühe aufs Gymnasium zu kommen und das Abitur zu machen damit ich studieren kann und mir viele Möglichkeiten im Berufswesen offen stehen. Ich spüre den Druck dennoch. Ich versuche permanent alles zu geben und komme nicht zur Ruhe. Die Ausbildung eröffnet mir viele Möglichkeiten und eigentlich ist es ein guter Weg den ich eingeschlagen habe, aber wahrscheinlich wäre es besser gewesen mich vor der Ausbildung um meine Gesundheit zu kümmern. Ich habe gedacht ich schaffe das einfach so und das eine Ausbildung nicht so anspruchsvoll sein wird. Das ich nicht alleine mit solchen Probleme dastehe sehe ich an den langen Wartezeiten. Ich habe mittlerweile das Gefühl dass mir gar kein Therapeut wirklich helfen möchte. Vielleicht wird bei meinen Vorgesprächen auch nicht deutlich genug wie es um mich steht.

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