Drohne (Hexacopter) ohne Papiere fliegen?

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4 Antworten

Deine Frage kann man so pauschal nicht beantworten.

In unserer Privathaftpflichtversicherung sind z.B. Flugmodelle  bis 5 kg Startgewicht mitversichert (unabhängig davon ob diese Flugmodelle der Versicherungspflicht unterliegen und ob sie durch Motoren oder Treibsätze angetrieben werden).

Wobei man aber beachten muss, dass die gesetzlichen Vorschriften beachtet werden muss.

Wenn man z.B. diese Drohnen in der Nähe eines Flugplatzes startet, kann dies ein Verstoß gegen geltendes Recht sein und somit wird bei einem Schadensfall bei der Privathaftpflicht  Absicht bzw. Vorsatz unterstellt. Bedeutet es besteht kein Versicherungsschutz.

Solche Risiken sollte man aber  grundsätzlich absichern.

Stell dir mal vor, solch eine Drohne schmiert ab und trifft ein spielendes Kleinkind am Kopf.  Die Arztkosten, Behandlungskosten im Krankenhaus, Folgeschäden usw. darfst du dann selbst zahlen.

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Kommentar von mloeffler
23.06.2016, 07:50

Hierzu eine ernst gemeinte Frage an den Experten:

Für den Betrieb eines Modellflugzeuges (nichts anderes ist eine rein privat genutzte Drohne) besteht eine Versicherungspflicht.

In Absatz 4 der Antwort steht aber. 

Absicht bzw. Vorsatz unterstellt. Bedeutet es besteht kein Versicherungsschutz.

Ist der Versicherungspflicht mit einer solchen Versicherung, die aufgrund einer Pflichtverletuzung des Versicherungsnehmers nicht leistet, überhaupt genüge getan? 

Oder ist es so, dass die Versicherung trotz Verletzung der Pflichten des Versicherungsnehmers erst mal leistet und den Versicherungsnehmer dann erst im 2. Schritt in Regress nimmt?

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Nun ich selber Fliege einen Hexacopter und auch einen Quadcopter und auch einen FPV Racer und ich kann die nur sagen mache eine Versicherung dafür die ist Pflicht wenn du Öffentlich oder auch auf Flugplätzen fliegst, wenn das Teil abhaut und es Schäden verursacht können die schnell richtig teuer werden das kann man nicht aus der Tasche bezahlen oder wenn gar Menschen verletzt werden.

Auf deinem eigenen Grundstück kannst du sie Fliegen lassen aber wenn du zbsp. ins Feld gehst oder auf dem Acker solltest du schon eine Genehmigung des Eigentümers haben. Momentan ist in Deuschland die Rechtssprechung bei Drohnen noch nicht richtig geklärt. Ist halt kein Kinderspielzeug.

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Kommentar von mloeffler
23.06.2016, 07:42

Den ersten Absatz kann ich voll und ganz unterstützen.

Beim 2. Absatz komme ich aber um einen Kommentar nicht herum.

  1. Auf dem eigenen Grundstück kann man eine Drohne nur starten, nicht fliegen. Sobald sie vom Boden abgehoben ist, nutzt sie den Luftraum und unterliegt der Versicherungspflicht. Auch wenn man nur über dem eigenen Grundstück fliegt.
  2. Auf dem Acker sollte man nicht eine Genehmigung des Eigentümers haben, man muss!
  3. Die Rechtslage in Deutschland in Sachen rein privat genutzter Multicopter (Drohnen) ist ganz klar, sie werden als Modellflugzeuge eingestuft. Die Rechtssprechung bezeichnet ja Urteile in Einzelfällen, die ist in sofern immer klar, dass das Urteil des Richters gültig ist.
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Hallo, 

was auch immer in irgendwelchen Foren gesagt, getan, empfohlen oder geschwafelt wird, spielt überhaupt keine Rolle. 

Alle Fragen sind durch eine Recherche, z. B. bei der DFS, doch eher korrekt zu beantworten. 


Für das Fliegen selbst bzw. zur Bedienung von "ungesteuerten Flugkörpern mit Eigenantrieb" oder von "unbemannten Luftfahrtsystemen" gilt die Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO). 
Interessant sind dabei die Paragraphen 
§ 19 - Verbotene Nutzung des Luftraums und 
§ 20 - Erlaubnisbedürftige Nutzung des Luftraums 
Außerdem sagt die DFS (die muss nämlich die Aufstiegsgenehmigungen erteilen): 
"Zusätzlich für unbemannte Luftfahrzeuge: Die Vorgaben des NfL (Nachrichten für Luftfahrer) I 281/13 sind einzuhalten. Weitere Regelungen zur Erlaubnispflicht, Aufstiegsgenehmigung des Grundstückseigentümers, Haftpflichtversicherung und Datenschutzbestimmungen bleiben von dieser generellen Freigabe unberührt und sind zu beachten!" 

http://www.dfs.de/dfs\_homepage/de/Services/Luftsport%20&%20Freizeit/Flugmodelle%20%7C%20"Drohnen"/

Aber es gibt ja genügend Ansprechpartner: So hilft ein Anruf bei der DFS, beim LBA, bei den Landesluftfahrtbehörden oder der Modellflugsparte im DAeC sicher weiter. 
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Nur weil etwas nicht Pflicht ist... klär doch mal mit deiner PHV ob dort eine Drohne mitversichert ist. es reicht NICHT das in den Bedingungswerken Flugmodell steht, sondern lass Dir schriftlich bestätigen das Drohne gemeint ist. Mitunter differenzieren einige Anbieter da sehr genau. Und wie Kollege Uhrig schon schreibt: In der Nähe von Flughäfen ist so etwas als zumindest fahrlässig zu bezeichnen. Da greift dann ggf. keine Versicherung.

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