Drogentest bei Verkehrskontrollen nur auf Verdacht oder auch so?

10 Antworten

Selbst bei gelegentlichem Konsum wie in deinem Fall kann nach 10h immer noch genug aktives THC vorhanden sein, um den Entzug der Fahrerlaubnis zu rechtfertigen. Es ist ein Irrglaube, man sei nach so kurzer Zeit bereits wieder fahrtüchtig.

Abbauprodukte sind noch wesentlich länger nachweisbar, so daß du im Falle einer Kontrolle sehr wahrscheinlich mit einem ärztlichen Gutachten rechnen musst.

Die Schnelltests der Polizei sind freiwillig, weitergehende Untersuchungen dürfen nur gemacht werden, falls ein Anfangsverdacht vorliegt (wobei sich der auch relativ schnell herbei fabulieren lässt, z.B. durch die Behauptung, die Beamten hätten den Geruch von Cannabis festgestellt).

Du bist also keineswegs auf der sicheren Seite.

Jemand der Betrunken Auto fährt ist natürlich nicht fahrtauglich, neigt aber zur Selbstüberschätzung. Jemand der bekifft ist, ist natürlich auch nicht in der Lage Auto zu fahren, aber in der Regel weiß der das und verhällt sich entsprechend - neigt nicht dazu, das eigene Können zu überschätzen. Insofern ist fraglich ob extrem vorsichtiges Fahren als auffällig gilt und dass das dann mal zum Anlass einer Kontrolle genommen wird. Aber wenn der Rausch abgeklungen ist, dann ist das THC natürlich noch nachweisbar - THC bleibt 3 Wochen im Blut - aber man ist ja keine 3 Wochen fahruntauglich, also das würde ich dann mal entspannt sehen.

Gruß

Henzy

Wenn du einmal mit Gras erwischt wurdest, wird bei dir immer ein Drogentest gemacht werden wenn im Verkehr dein Name aufgenommen wird. Wenn du nur angehalten wirst und er sagt "dein Licht ist aus", dann natürlich nicht.
Ohne Vorstrafen nur auf Verdacht, bei komischer fahrweise oder roten Augen. Wenn du aber nicht mehr high bist zum Zeitpunkts des fahrens, bist du auf der sicheren Seite
LG ~pablo

"Wenn du aber nicht mehr high bist zum Zeitpunkts des fahrens, bist du auf der sicheren Seite"

Dieser Irrglaube hat schon viele den Führerschein gekostet.

Der Grenzwert von 1,0 ng/ml, ab dem die Fahrerlaubnis entzogen wird, liegt oftmals deutlich unter der Schwelle zum Rausch.

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