Drogenscreening allgemein

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3 Antworten

Hallo biistiiboii

wow, viele Fragen, fangen wir mal an:

Gibt es generell eine Art des Screening, welche Sie empfehlen würden? Haare oder Urin? Wenn ja, wie begründet sich die Empfehlung??!

ich würde die Haaranalyse bevorzugen, erstens ist sie auf die Zeit gerechnet billiger und zweitens kannst du die Haaranalyse abgeben wann du willst. Bein Urinscreening musst du innerhalb 24 Std dein Urin abgeben, egal ob du gerade arbeitest oder keine Zeit hast

Ist es möglich Urin und Haaranalyse zu kombinieren?

das ist kein Problem

e...desweiteren habe ich gehört 12cm Haaranalysen werden ab Herbst zur MPU nicht mehr anerkannt, stimmt das?

NEIN, sonst müsste ich das schon wissen

Für die Analyse von 12cm Haaren: Reicht es zB "eine Strähne" von 12cm wachsen zu lassen oder muss es das komplette Haupthaar sein?

es reicht ein bleistiftdicker Strang, es muss nicht unbedingt das Haupthaar sein, es würde auch Schamhaar gehen

Ich nutze gelegentlich (einmal in sechs Wochen) braune Tönung aus der Drogerie: Eher darauf verzichten, oder spielt es keine Rolle? Bzw: Was darf ich mit meinen Haaren machen, was nicht?

Durch die UV-Strahlung in der Sonne oder in Solarien und durch chemische Behandlung durch Haarfärbemittel, Bleichmittel und Dauerwellen können zu analysierende Stoffe im Innern der Haare angegriffen und zerstört werden. Durch Hitze können solche Stoffe sogar ausdampfen.

Mir steht in einigen Woche eine kleine OP bevor, dei der sicherlich ein Narkosemittel (welche Narkoseart ist mir nicht bekannt, denke aber es wird unter Vollnarkose geschehen) angewand wird. Ist dies relevant?

NEIN, ist nicht relevant!

du kannst deine OP durchführen

Wie verhält es sich mit dem "passiv rauchen"? Muss ich um mein negatives Ergebnis angst haben, wenn man sich im selben Raum befindet, wo geraucht wird?

Substanzspuren in der Umgebungsluft können sich auf der Haaroberfläche ablagern. Diese Ablagerungen können aber normalerweise durch normales Auswaschen minimiert oder beseitigt werden. Bei der Probenvorbereitung werden üblicherweise Haarproben gründlich gereinigt, um Oberflächenablagerungen zu entfernen. Aus analytischer Sicht mag ein Hinweis auf Substanzexposition sinnvoll sein, um eine besonders wirksame Oberflächenreinigung zu gewährleisten; aus rechtlicher Sicht (soziale Umgebung) mag dies aber vielleicht ein Eigentor sein. Zufällige äußerliche Exposition (z.B. durch einen Cannabis-Raucher im Bus) wirkt sich nicht auf eine Haaranalyse aus. Selbst bei chronischer äußerlicher Exposition (über einen langen Zeitraum hinweg) und schlechter Haarpflege werden sich allenfalls Substanzspuren nachweisen lassen, die sich in der Menge deutlich von denen eines Konsumenten unterscheiden. Bei der passiven Inkorporation von Cannabis-Rauch können allerdings durchaus Substanzspuren in den Haaren eingelagert werden. Die Menge ist allerdings normalerweise so gering, dass sie sich – sofern überhaupt nachweisbar – deutlich von der eines Konsumenten unterscheidet. Sollte die Konzentration dagegen signifikant hoch sein, ergibt sich der Umkehrschluß, daß die Passiv-Exposition des Probanden derart hoch sein muss, daß das soziale Umfeld eine dauerhafte Abstinenz und einen geregelten Lebenswandel infrage stellt (d.h. er muß sich sehr lange Zeit in vollgequalmten Raucherräumen aufhalten). Besteht der Verdacht eines hohen Passiv-Konsums, mag dies allerdings Auswirkungen auf die Wahl der Analysenmethode haben: Ist eine einmalige Analyse eines längeren Haarabschnitts vorgesehen, wird eine Durchschnittsbelastung über einen längeren Zeitraum ermittelt. Es ist dabei nicht unterscheidbar, ob eine chronische, niedrige Belastung vorliegt (passiver Konsum), oder ob die Belastung punktuell hoch war (sporadischer aktiver Konsum). Dieser Verlauf ist natürlich über eine Segmentweise Analyse besser dokumentierbar. Von zuständigen juristischen Instanzen wird die Wirkung des Passiv-Konsums unterschiedlich bewertet; das Spektrum reicht dabei von „nicht relevant“ bis zu „weitere Untersuchungen zur Abklärung notwendig“. Fazit: Durch Passivrauchen läßt sich ein hoher Substanzspiegel im Haar nicht wegdiskutieren.

Nach welchem Muster wird die Analyse durchgeführt? Also nach welchen Stoffen wird gesucht? Allgemein oder fallbedingt?

Häufig wird neben der primären Aufgabenstellung auch nach Spuren für den Konsum anderer Drogen gesucht, um ggf. eine Suchtverlagerung oder Mischkonsum zu dokumentieren. Mit genügend Hartnäckigkeit kann man alles nachweisen.

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Kommentar von Helpmepls7
15.10.2013, 23:17

"Durch die UV-Strahlung in der Sonne oder in Solarien und durch chemische Behandlung durch Haarfärbemittel, Bleichmittel und Dauerwellen können zu analysierende Stoffe im Innern der Haare angegriffen und zerstört werden. Durch Hitze können solche Stoffe sogar ausdampfen."

Heisst das, dass es möglich ist mit einer der oben genannten Methoden THC aus den Haaren herauszubringen?

Vielen dank im voraus für eine Antwort.

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schade, dass nicht einmal ein Danke von dir kommt.

diese Frage zu beantworten dauerte schon ein gewisse Zeit:-(

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Dankeschön, mir hat es sehr geholfen...

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