Drogenpsychose? Was habe ich?

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2 Antworten

Eindrucksvoll, was du da schilderst. (Ich kenne ähnliche Berichte von einigen Betroffenen, die ich persönlich kennengelernt habe).
Aus dem, was du beschreibst, lässt sich keine eindeutige 'Diagnose' ableiten. Ich würde vermuten, dass es noch 'Reste' der Derealisationserfahrungen sind.
Dein Nervensystem und damit deine Psyche sind ordentlich gestresst und durcheinandergewirbelt worden. Für dich eine Schockerfahrung.
Und ich vermute, dass das Nervensystem (diverse sogenannte 'Netzwerke' im Gehirn) noch Erinnerungen gespeichert hat, bzw. noch am Verarbeiten ist.
Mein Rat: wenn solche Momente auftauchen, dann nimm es wahr, aber zentriere dich nicht darauf, sondern schau, dass du deine Aufmerksamkeit auf gute Weise auf etwas anderes richtest. Geh zum Beispiel spazieren und achte bewusst auf deine Sinneswahrnehmungen (Kontakt zum Boden, Geruch und Temperatur der Luft; Gefühl des Atmens; schau dich nach etwas um - kannst du Tiere entdecken trotz des Winters? oder eben anderes Interessantes - die Mädels, oder ...).
Ich hoffe, du kannst etwas anfangen mit meinem Text.

Danke dir. Dein Text ist wirklich hilfreich. Ich habe gemerkt, wie du gesxhildert hast, das Sport und Ablenkung sehr viel hilft. Mache sehr viel Sport, Kraft und Basketball und laufe auch gern. Das mit dem Stress klingt auchsehr plausibel, kann mir vorstellen in letzter Zeit sehr gestresst deshalb gewesen zu sein, die angst, die vielen Gedanken. Ich versuche mal deine Tipps zu befolgen und dann gehe ich optimistisch in die nächste zeit. Danke!

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@flxvgl

Gute Wünsche für dich!
Und sei geduldig ... So etwas braucht wirklich Zeit, bis das Nervensystem und die Psyche das 'verdaut' haben.

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Was Tamtamy geschrieben hat ist ein guter Rat. Es hört sich schon so an als ginge deine Erfahrung in die Richtung von dem, was man als Drogenpsychose bezeichnet. Allerdings auch nur in die Richtung. Ist auch typisch, dass dies nach einiger Zeit wieder abklingt. Man kann das aber nicht 100% sicher sagen ohne dich zu kennen. Eine Psychose muss nicht zwingend mit Wahn und Halluzinationen einhergehen, wobei diese schon typisch sind. Es ist an sich auch irrelevant wie man den Zustand psychiatrisch Einordnet. Auf jeden Fall hast du mit gewissen Symptomen auf den Cannabiskonsum reagiert. Angst und Herzrasen sind an sich erst mal typische Symptome einer negativen Erfahrung mit Cannabis. Das sich das Leben nicht normal anfühlt geht aber schon in dies Richtung psychotischem Erleben. Eine ausgeprägte Psychose war es sicher nicht. Hierbei wären auch Störungen im Denken typisch. Aber anscheinend reagierst du auf jeden Fall psychisch recht sensibel auf die Substanz. 

Man nimmt halt allgemein an, das Menschen mit einer Veranlagung durch bestimmte Trigger  (Stressfaktoren) ab einer bestimmten Schwelle mit psychotischem Erleben auf diese reagieren. Cannabis kann solch ein Trigger sein. Oft klingen die Symptome nach kürzerer Zeit wieder ab. Wie stark gewisse Syptome dann ausgeprägt sind, ist auch unterschiedlich. Es kann aber auch zu einem richtigen pathologischen Verlauf kommen. Dann spricht man von Schizophrenie.

Wahrscheinlich wird sich das Gefühl wieder legen. Es ist auf jeden Fall nicht die Regel so auf Cannabis zu reagieren. Nimm auf jeden Fall lieber Abstand vom Kiffen. 

Pass auf dich auf und versuche allgemein zu entspannen. Mach Sachen die dir Spaß machen. Verdränge die Gefühle nicht, aber steigere dich auch nicht hinein. 

Danke auch dir.

Ich bin schonmal froh das die Gefühle zurück gegangen sind und nur noch leicht zu spüren sind

Habe dieses Gefühl auch meinem Doc geschildert und gesagt das es nach dem kiffen ausgelöst wurde. Nach mehreren Sitzungen meinte dieser allerdings es wäre KEINE psychose und keine Schizophrenie, sondern das Cannabis soll irgendwie eine frühere angst (durch tod von nahem verwandten) hervorgerufen haben, unterbewusst. Er ordnete mir eine verhaltenstherapie an, welche ich nun durchziehe.

Ist es möglich das durch den Cannabiskonsum eventuell eine leichte angststörungans licht kam? Hatte davor allgemein seit paar Monaten die angst durch herztod zu sterben und denke das cannabis hat diese angst verstärkt. Es fällt mir mittlerweile leichter Menschen zu glauben wenn sie mir sagen ich hätte keine psychose, allerdings ist dies noch nicht 100% der Fall. Könnte also eine angst vorliegen?

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@flxvgl

Ja, hört sich schon schlüssig an was der Arzt sagt. Nach einer richtigen Psychose hört es sich wie gesagt auch nicht an. Cannabis kann unterbewusste Probleme ins Bewusstsein hohlen. Gerade Angststörung können in Verbindung mit Cannabiskonsum bei einer gewissen Veranlagung auftreten. Leute mit einer richtigen Psychose sind vom Denken her ziemlich durcheinander. Oft treten Wahn Inhalte auf. Das Denken ist oft unzusammenhängend. Wenn Leute richtig psychotisch sind kriegt man sas schon mit. Das einzige was bei deiner Schilderung ein wenig in diesem Richtung geht ist halt, dass sich alles nicht real anfühlt. 

Bei einer Angststörungen treten halt ängste auf, was sicher irgendwo auch erklärt, dass sich alles nicht real anfühlt. Das sind ja zumeist sehr heftige Gefühle. So etwas kann einen schon aus der Bahn werfen.

Denke der Arzt kann das gut beurteilen. Hört sich wie gesagt auch plausibel an was er sagt. 

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