Drogenkonsum beim erwachsenen Sohn

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4 Antworten

Hallo,gibt es denn in Berlin noch kein Diamorphinprogramm denn dort bekommt man eben Heroin in reinstform das sogenannte Diamorphin das man unter Ärztlicher Aufsicht am Anfang 3 mal täglich und nach 2-3 Wochen 2 mal täglich konsumiert immer aber unter Aufsicht,mitgabe wird er da nie bekommen. der Vorteil an diesem Programm ist das man nicht das geringste Verlangen zu Beikonsum jeglicher Art hat , bei Pola oder Methadon nehmen fast alle zusätzlich Tabletten, Alkohol oder eben wie euer Sohn Heroin ! Ich bin nun seit 3 Jahren in dieser Heroin Studie und habe kein verlangen nach zusätzlichen legalen oder illegalen Drogen denn das Diamorphin gibt einem das Gefühl das man als Drogenabhängiger immer sucht ! bei uns in München gibt es das Programm schon seit 2003 aber leider beschrenkt auf 30 Patienten und fast alle nehmen am normalen Leben mit Arbeit teil und gehen auch wieder Hobbies nach wie Sport oder so. Macht bitte nicht den Fehler und gebt ihn auf oder Kontrolliert in ständig denn jeder Abhängige reagiert sehr ungehalten bis agressiv auf Überwachung , auch eine Therapie kann nur erfolg haben wenn es ohne Zwang in seinem Kopf klick macht! Meine Mama ist kürzlich gestorben aber seit ich in dieser Studie war also seit 3 jahren war sie mehr als Stolz auf mich was sie mir sogar am Sterbebett noch sagte,sie ging durch meine sucht auch 17 lange Jahre durch die Hölle und hatte mehrere Nervenzusammenbrüche , aber durch dieses Programm habe ich es in nur 2 Jahren vom Bauhelfer zum Baumaschienenführer und Vorarbeiter geschafft weil ich fähig war in der Firma durch Leistung zu glänzen,brachte mir auch ohne Nachfrage 3 euro mehr in der Stunde ! Ihr braucht nichts analysierenlassen denn zu 99%raucht er Heroin aber dann sind die Papierröllchen innen leicht bräunlich und auf der Folie sin schwarze Spuren ! Erkundigt euch also wegen Diamorphin Studie denn die giebt es in vielen deutschen Großstädten vielleicht ja auch in Berlin ! Ich wünsche euchh von herzen das er die Kurve kriegt aber das schafft niemand durch druck und zwang sondern nur aus freien willen das kann ich garantieren denn in zwanzig Jahren lernte ich mehrere hundert Junkies kennen und kein einziger hat durch zwang oder druck geschafft sein leben in geordnete Bahnen zu lennken ! Nicht spionnieren oder schimpfen das ist das schlimmste was ihr machen könnt,,versucht im einfach nur beizustehen aber kein Geld geben denn bei euch in Berlin kann man sich schon für 10 euro Heroin kaufen und das wollt ihr sicher nicht! Viel Glückk uund nochmehr Kraft für euch , ciao Andi !

Ich bedanke mich für die sehr für die ausführliche Info. Erfahrungswerte erscheinen mir verständlicher als Infos vom Arzt oder Psychologen zumal wir noch keine Erfahrung haben. Als Eltern fühlen wir uns hilflos und sind für jeden Tip dankbar. Wir hatten von Diamorphin bisher noch nichts gehört, wie auch als "Unwissende"? Wir werden aber auf jeden Fall deine Ratschläge beherzigen. Das du es geschafft hast finde ich bemerkenswert und ich wünsche dir (als auch völlig besorgter Mutter) sehr viel Durchhaltevermögen. Danke Sylvi aus Berlin

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Hallo,

das kann man in Hygieneinstituten oder in Laboren untersuchen lassen. Meist befinden die sich direkt in der Nähe eines Krankenhauses, wird aber bestimmt nicht sehr günstig.

Danke, werde ich versuchen. Die Drogenberatung hatte mir diesen Tip nicht geben können und das in Berlin.

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@Sygo2

Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute und genug Kraft den Weg weiter zu gehen! ich finde es toll das Ihr so bemüht seid. Weiter so! und auch wenn es noch so auswegslos erscheint, nicht aufgeben!!

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@elfenstaub1512

Danke, auch wenn alles aussichtslos erscheint, werde ich nicht so schnell aufgeben. Habe einige gute Ratschläge erhalten für die ich auch sehr dankbar bin. Fühle mich in diesem Portal bisher gut aufgehoben und ernst genommen. Das allein hilft weiter.

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Folien und Papierröllchen lassen darauf schließen, dass er Heroin inhaliert (raucht.) Es ist bekannt, dass Substituierte (also mit "Ersatzdrogen" versorgte Personen) mitunter "Beigebrauch" (illegaler Substanzen) haben, weil Methadon und/oder Polamidon nicht die gleichen Effekte haben wie Morphine bzw. Opiate (zu denen auch Heroin gehört.) Eine diesbezügliche laboranalytische Bestätigung brächte Euch aber in der eigentlichen Frage der adäquaten Behandlung Eures Sohnes nicht weiter.

Zunächst bitte ich Dich/Euch, dass Ihr Euch mit diesem Artikel auseinandersetzt und ihne ebenso ernst nehmt wie die Situation Eures Sohnes:

http://de.wikipedia.org/wiki/Co-Abh%C3%A4ngigkeit

Des Weiteren müsst Ihr akzeptieren, dass Eurer Sohn unter einem ausgeprägten psychischen Krankheitsbild leidet, das durch den Gebrauch derart sedierender Substanzen eher Linderung erfährt. Er weiß also instinktiv, was ihm gegen seine Ängste und gegen den Verfolgungswahn (die vermutlich nicht ursächlich durch den Drogenkonsum entstanden - sondern durch andere Einflüsse bedingt sind) hilft.

Setzt Euch in Verbindung mit

Christine Kluge Haberkorn Südwestkorso 14 D- 12161 Berlin Telefon +49 (0)30 827 06 946 / Fax +49 (0)30 822 28 02 / akzeptbuero@yahoo.de

Danke für die Infos. Artikel habe ich bereits gelesen, war mir auch nicht ganz unbekannt, da ich ich mir Mühe gebe mich so gut wie möglich zu informieren. Ich werde mich mit angegebener Adresse in Verbindung setzen. Meinst du nicht, dass die Ängste usw. vom Drogenkonsum entstanden sind. Wir als Eltern ( und wir sind so eine ganz normale Familie) können uns das nicht anders vorstellen???

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@Sygo2

Ängste, Psychosen oder sonstige psychische Verhaltensauffälligkeiten können durch Drogenkonsum (Halluzinogene oder sonstige stark psychoaktive Substanzen) verursacht sein, oftmals ist es aber so, dass solche Symptomatiken bereits latent vorhanden sind und erst durch Drogengebrauch zum Ausbruch kommen. Ärzte neigen gern dazu ihre Diagnose mit dem Wort "drogeninduziert" aufzuhübschen, weil es ihnen die Arbeit auf der Suche nach der wirklichen Ursache erleichtert. Mitunter wird auch nicht hinreichend zwischen PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) und Depressionen unterschieden, sondern der Einfachheit halber der Erkrankte unter starke Psychopharmaka gesetzt, was ungleich stärkere Abhängigkeitsentwicklungen zur Folge haben kann.

Hier ein weiterer Link, der u.U. für Euch von Interesse sein kann: http://www.akzeptierende-eltern.de/

Die späte Antwort bitte ich zu entschuldigen.

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ich weiß ja nicht, wo ihr wohnt, aber jede stadt sollte suchtberatungsstellen haben, die sich mit solchen dingen bestimmt auskennen.

Danke, wir wohnen in Berlin. Die Drogenberatung hat mir keine Auskunft gegeben da mein Sohn über 21 ist. Da hat man es schwer als Eltern. Unser Sohn hat schon lange eine eigene Wohnnung und wir wußten zwar, dass er kifft aber nichts von härteren Drogen. Das hat sich jetzt erst herausgestellt. Wir sind mit der Situation ziemlich überfordert und sind dankbar für jeden Tip.

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@Sygo2

das tut mir echt leid, aber ich weiß da auch nicht recht weiter. kann nur immer empfehlen, sich an soziale träger zu wenden, die psychosoziale beratung geben. dort kann ja dann an den entsprechenden ansprechpartner vermittelt werden oder zumindest könnte man entlastende gespräche führen. schade, dass die suchtberatung da so kurzsichtig ist.

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