Drogenentzug, meint die Person es ernst oder redet sie sich nur gut?

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5 Antworten

Die Frage ist ja was er will. 
Will er mit Drogen generell aufhören? Nur mit Gras?
Will er komplett aufhören oder nur den Konsum einschränken?

Je nachdem was er will muss man sich dann bestimmte Regeln und Ziele setzen.
Ich z.B. habe früher auch täglich konsumiert, aber irgendwann begriffen, dass sich dauerhaft stoned sein nicht so gut mit alltäglichen Pflichten verträgt. Deshalb konsumiere ich nur am Wochenende und nur dann, wenn alles was getan werden muss erledigt ist.
Man kann auch aufhören morgens zu konsumieren, also direkt nach dem aufstehen. Meistens, wenn man bereits morgens beginnt zu kiffen, passiert am Rest des Tages auch nicht allzu viel mehr.

Du solltest dir mit ihm solche Ziele setzen und regelmäßig überprüfen ob sie eingehalten werden, wenn du ihm helfen willst.

Runterdosieren ist imho der größte Quatsch beim Cannabisentzug.
Man ist nicht körperlich abhängig, also mildert man damit keine Entzugssymptome. 
Man ist lediglich psychisch abhängig und da ist es egal ob man auf seiner ursprünglichen Menge ist oder nur noch auf 1/10, die psychische Sucht wird damit nicht verringert.
Außerdem kenn ich kaum jemand der abdosieren durchgehalten hat bei Gras, da man ja deutlich weniger bis keine Wirkung hat, und wie eben erwähnt auch keine Entzugssymptome da sind die man dadurch mildern kann.

suddengirly 17.01.2017, 20:36

Er will erstmal komplett aufhören, da er eben auch psychische Probleme hat. Sobald es ihm aber besser geht, will er andere Drogen, wie z.b. LSD testen. Von Speed ist er nicht abhängig und eigentlich hat er begriffen, dass er seinen Alltag und sein Leben nicht geregelt bekommt, wenn er dauerhaft stoned ist, aber es nur am Wochenende zu machen kriegt er nicht hin. Weiß auch nicht, ob es so schlau ist, andere Drogen zu probieren, wenn man gerade versucht von einer runterzukommen, vorallem ist für ihn ein Rausch eben schöner als die Realität, was mit seiner Vergangenheit zusammenhängt.

Es hat jetzt ein paar Wochen geklappt, dass er auch wieder seine Pflichten wie das arbeiten gehen eingehalten hat und auch nicht direkt nach dem Aufstehen geraucht hat, aber das lässt wieder nach diesen paar wenigen Wochen nach

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Ich denke mal, dass du selbst keine großen Erfahrungen mit Drogen hast. Ich kann das Verhalten ziemlich gut nachvollziehen, da ich alle der oben genannten Drogen selbst konsumiere. Es ist wirklich sehr schwer damit aufzuhören, daher finde ich es schon sehr gut, das sie wenigstens Einsicht zeigt und es versucht. Gib ihr eine Chance, unterstütze sie und verbiete ihr nicht ihre Treffen mit den Freunden. Sie wird sich nicht von ihnen trennen können. Rate ihr allerdings bei den Treffen einfach weniger mitzurauchen.

suddengirly 17.01.2017, 20:42

In dem Punkt, dass ich keine großen Erfahrungen mit Drogen habe, hast du recht. Ich bin generell nicht in der Lage jemandem etwas zu verbieten. Es kommt mir allerdings so vor, als würde die Einsicht da sein, aber es wird nichts in die richtigen Wege geleitet. Es sind ja zwei unterschiedliche Sachen, ob man jetzt alleine raucht oder mit Freunden. Mit Freunden bekommt man umso mehr Lust darauf und vergisst wieder, was das Problem dabei ist. Seine Freunde kriegen den Alltag noch gut geregelt im Gegensatz zu ihm, allerdings bekommt er von ihnen keine Unterstützung. Wenn man bereits süchtig nach etwas ist, wieß ich nicht, ob man es einfach mal so wieder in den Griff kriegen kann, ohne komplett aufzuhören.

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katha351 17.01.2017, 20:45

Das ist alles kopfsache...ich hab seit 2 Tagen nichts gekifft weil ich krank bin und nicht von zuhause weggekommen bin und hab auch sehr großes verlangen nach nem joint das ist auch das erste was ich morgen nachmittag tun werde allerdings könnte ich jetzt auch noch weitere tage ohne. Man darf sich nur nicht einreden das man es braucht man muss einfach drauf klarkommen.

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Hallo.
Es muss nicht immer diese Extreme geben, dass man gar nichts konsumiert oder sein Leben zerstoert. Bei einem gesunden Konsumverhalten mit gewissen Pausen dazwischen, gibt es eigentlich nichts zu befuerchten.
Unterstuetze die Person weiterhin bei ihrem Entzug, solange sie es auch ernst meint und selber will.
Solltest du merken, dass sie dir nur etwas vor macht, sprich sie drauf an und rede wenn noetig mit ihren Leitern bei der Drogenberatung.
Alles Gute weiterhin :)

Sukzessives Aufhören funktioniert aus meiner Erfahrung, was ich bis jetzt so miterlebt habe, überhaupt nicht. Die, die das so gemacht haben, haben anfänglich reduziert, aber dann wieder alles auf das gewohnte Level hochgedreht!

Denn auch wenn du reduziert bist, die Sucht bleibt. Egal ob fünf Joints oder nur einer!

Warum auch so? Warum nicht aufhören, den scheiß Entzug durchstehen und aus die Maus?!? 

suddengirly 16.01.2017, 22:32

So denke ich eben auch..Kenne mich nur nicht wirklich aus, deswegen wollte ich mal Meinungen hören.

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Haemiler 16.01.2017, 22:38
@suddengirly

Das Rückfallrisiko, vor allem wenn der Freundeskreis, wenn es auch User sind, der Gleiche bleibt, ist sowieso hoch. Denn auch das ist ein Faktor, den man "ausschalten" muss. Aus diesem Kreis würde dann eben immer wieder das Angebot kommen oder auch das Gefühl diesen Menschen bei Kontakt gegenüber löst ggf. das Bedürfnis zum Konsumieren wieder aus!

Wenn der ernsthafte Wille besteht, dann geht man den Weg und zwar hier und jetzt (du weißt was ich meine).

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suddengirly 17.01.2017, 20:46
@Haemiler

Anscheind ist der Wille noch nicht richtig da, denn seit anfang dieser Woche wurden wieder Pflichten, wie arbeiten gehen nicht eingehalten. Der Vorsatz auf ein geregeltes Leben ohne ständig benebelt zu sein, hat nur wenige Wochen gehalten. Wenn ich mir ansehe, dass es schon mit Gras so schwierig ist, will ich nicht darüber nachdenken, was passiert, wenn weiterhin chemische Drogen aus Neugier ausprobiert werden..

Danke dir für die Antworten

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Haemiler 18.01.2017, 10:34
@suddengirly

Ich denke dass es weniger auf das Suchtmittel, mehr auf die Charakterstärke der Person ankommt und mit wie viel Ernsthaftigkeit das suchtfreie Ziel angestrebt wird.

Darum meinte ich, dass es eben nicht schrittweise zu laufen hat, sondern entweder sofort und ganz oder eben gar nicht. Das ist wie dieses "Ab morgen...nur noch heute...morgen ganz sicher...".

Auch diese ganzen Geschichten mit diversen Ersatzmittel finde ich nicht den richtigen Weg.

Leider ist es auch oftmals so, dass ehemalige Süchtige von illegalen Substanzen nach dem Entzug sich der bedauerlichen Weise legalen und gesellschaftsakzeptierten Droge Alkohol zuwenden. Dabei kommt man vom Regen in die Traufe. Denn so rutscht der Süchtige von der einen in die andere Sucht. Also keine Verbesserung!

Im Gegensatz zu zB. Heroin, gibt es, wie in eurem Fall bei Gras, keinen körperlichen Entzug, sondern dieser basiert rein auf der Psyche. Und genau von dieser psychischen Abhängigkeit muss der Kiffer es schaffen, sich zu lösen.

Und wenn es so weit wie bei deinem Bekannten ist, muss er auch begreifen, dass ein weiterer Konsum im jegliche Chancen auf ein geregeltes Leben verbaut!

Ich habe im Leben immer wieder gesehen, dass das Entscheidende oft ist, wer, wann, wie und warum damit angefangen wird.

Hast du im Leben deine bereits gefestigten Punkte, gesellschaftlich, wirtschaftlich und auch familiär, kann man oftmals besser damit umgehen, wie wenn man noch in der absoluten Findungsphase und Entwicklung steckt.

Ich kenne paar Menschen, die trotz ihrer Drogensucht, absolut stabil im Leben stehen. Mit allen Verpflichtungen und Konsequenzen.

Aber lass du dich bitte nicht dadurch kaputt machen. Ich kenne das, wenn man einen Menschen mag, ihm unbedingt zu einem besseren Leben verhelfen und in unterstützen möchte, aber es weder was bringt, noch dass es einem gedankt wird. Es gibt auch die, die es erst dann begreifen, wenn sie völlig alleine dastehen und keiner mehr hilft und gut zuredet.

Also, hilf solange deine Hilfe auch fruchtet, aber nie auf deine Kosten. Und auch du musst die Stärke haben, wenn du keine ernsthafte Hoffnung siehst, deine Hilfe einzustellen!

Alles gute und alle Kraft der Welt für dich und deinen Bekannten,

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Nen Cannabisentzug kann man einfach so machen und wenn so eine Person mit mir befreundet ist wäre ich auch weiterhin mit ihr befreundet- völlig egal ob diese Drogen konsumiert/ hat weil das nichts allgemein über einen Menschen aussagt.

suddengirly 17.01.2017, 20:44

Drogen können einen Menschen stark verändern, das sollte dir eigentlich bewusst sein. Es hat nichts damit zutun, dass der Konsum mir nicht passt, sondern weil er eben dieser Person schadet.

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WastedYout 17.01.2017, 21:11

Vielleicht schadet er der Person nicht sondern dir kommt es nur so vor weil du etwas gegen Drogen allgemein hast.

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