Drogen und autofahren - bis wo und nicht weiter?

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5 Antworten

Ja, du mußt mit Konsequenzen rechnen - und zwar mit drastischen.

Aktives THC bleibt bis zu 48h nach Konsum im Blut nachweisbar - also auch noch, wenn Du Dich bereits "klar" fühlst. Der Nachweis von aktivem THC führt fast immer zum Entzug des Führerscheins und der Anordnung einer MPU.

Die Abbauprodukte von THC sind deutlich länger nachweisbar - im Blut mehrere Tage, im Urin mehrere Wochen (bis Monate) und in den Haaren mehrere Monate, abhängig von der Intensität des Konsums.

Je nach Menge dieser Abbauprodukte kann man Glück haben - bei kleinsten Mengen und Trennung von Konsum und Teilnahme am Straßenverkehr gibt es keine oder nur geringe Auflagen (wie z.B. ein fachärztliches Gutachten). Deutet die Menge aber auf regelmäßigen oder gar Dauerkonsum hin, ist auch hier die Aufforderung zur MPU wahrscheinlich.

Kurz: Drogen und Auto fahren vertragen sich nicht besonders gut. Man sollte eines davon bleiben lassen.

Wenn du mit einem positiven THC-Wert getestet wirst, kannst du deinen Führerschein gleich wieder abgeben. Dabei gilt ZU RECHT Null Toleranz. Kiffer haben im Straßenverkehr nichts zu suchen.

DasTim 26.10.2012, 19:53

Ein Freund wurde bekfft angehalten, hatte sogar noch Speed genommen und hat kein Fahrverbot bekommen. Nur 600 euro geldstrafe.

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o0Alea0o 26.10.2012, 20:05
@DasTim

wow... das ist...

nunja 600 Euro für "fahrsicherheit-steigende Substanzen" sind eigentlich auch etwas ungerecht.

(Und es gibt Studien, die zeigen, dass moderate Kiffer eben doch i.d.R. ruhiger und sicherer fahren, ...)

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o0Alea0o 26.10.2012, 20:03

. Dabei gilt ZU RECHT Null Toleranz.

Achja, warum wird dann sogar mal der Führerschein entzogen, wenn NICHT-PSYCHOAKTIVE Abbauprodukte nur gefunden worden sind?

Kiffer haben im Straßenverkehr nichts zu suchen.

Trinker eigentlich auch nicht, aber die dürfen bis zu einem bestimmten Wert dennoch trinken! - Selbst wenn sie dadurch unfallgefährdet sind.

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Onkel1887 27.10.2012, 00:56
@o0Alea0o

Alkohol ist nun mal legal und Hasch ist es eben nicht, das kannst du finden wie du willst. Ich find beides gehört nicht ins Blut eines Autofahrers.

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  1. Wenn es sich um eine reine Verdachtskontrolle handelt (Du also nicht verkehrsauffällig gefahren bist), kannst und darfst Du jedweden Drogentest verweigern. Man wird Dir zwar mit einer Blutprobe drohen, aber die muss dann richterlich angeordnet werden und es müssen dafür konkrete Gründe (also Verkehrs-Auffälligkeit oder Verhaltens-Auffälligkeit) vorhanden sein.

  2. "Ab und zu mal einen Kiffen" kann in punkto Führerschein dann problematisch werden, wenn sich die Abbauprodukte des Cannabis-Wirkstoffs im Fettgewebe anreichern und auch nach mehreren Tagen Konsumpause nachweisbar sind.

  3. Nach Konsum müsste man das Auto also jeweils einige Tage nicht bewegen. Wie viele Tage das sind, kann man eigentlich nur dann (richtig) sagen, wenn man den eigenen Urin testet und möglichst das gleiche Testverfahren anwendet wie die Polizei.

  4. Schau Dir das Video an. In der Leiste rechts neben dem Video findest Du weitere nützliches Infos zum Thema.

Die Beamten lassen dich bei Verdacht auf einen Teststreifen pinkeln... Bei Drogen könnte es sogar sein, dass du dann eine MPU machen darfst.

klar kann das passiern und wenn sie dich erwischen ist dien schein sofort weg und du bekommst ne sperre und musst glaub auch ein seminar usw. durchmachen

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