Wie kann ich einem minderjährigen Drogensüchtigen helfen?

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Also zuerst, bevor du mit ihm irgendwie über aufhören redest solltest du dich informieren. Am besten zusammen mit ihm. Sucht im Internet nach verschiedenen Drogen, ihre Wirkung, wie lange sie nachweisbar sind etc. Was aber am allerwichtigsten ist: Die Gefahr, die bei der jeweiligen Droge besteht, wenn es zu einer Überdosis o.ä kommt. Ich selber genehmige mir auch ab und zu die ein oder andere Pille oder Tüte. Doch vorher gucke ich immer mindestens 15 Minuten im Internet, welche Probleme auftreten können (regelmäßige Wasserzuführung, ein bisschen Salz und Saft z.B.). Danach kannst du damit anfangen ihn zu überzeugen aufzuhören. Ohne seinen Willen klappt da gar nichts. Und er muss es wirklich wollen. Versucht es mit professioneller Drogenberatung. Wenn er seinen bisherigen Drogenkonsum seinen Eltern verheimlichen konnte, könnt ihr es vielleicht auch selbstständig schaffen. Ich persönlich würde die Eltern erst einschalten, wenn er rückfällig wird o.ä. Ansonsten noch ein paar Tipps. Wenn ihr auf Partys seid, versuche ihn so früh es geht nach Hause zu bekommen. Wenn er dann irgendwann einen Rückfall hatte oder du andernfalls irgendwann einmal erlebst, dass er wieder etwas genommen hat: Konfrontier ihn damit. Zuletzt kann auch eine Freundin ( hat mir sehr geholfen es nicht zu übertreiben) helfen. Weibliche Hilfe und Zuneigung ist gegenüber den meisten immer besser. Selbst wenn es nur eine gute Freundin ist, es hilft immens!

Viel Glück


Zunächst: verständniss zeigen brauchste sowieso mal nicht. Weiters wäre es interesannt von welchen drogen wir hier genau reden. Chemische drogen machen sehr schnell körperlich abhängig. Marijuana, inhalieren, tabak und alkohol, was wohl wegen der wirkung auch als droge gillt nicht (zumindest bei alkohol und tabak nicht über einen kurzen zeitraum. Kommt schleichend und dauert oft jahre)

Das fällt da eher unter psychologische sucht, abhängigkeit wegen der pause die es verschafft. Wenn er starke drogen nimmt sollte er sofort einen entzug machen und wenn du ihm hilfe anbieten willst dann >hilf ihm die gründe für den konsum zu bewältigen<

Schlechtes elternhaus? Zeig dafür verständniss und sei für ihn da! Schule? Lern mit ihm. Alltag? Häng doch mal mit ihm ab. Wenns nicht der euphorie wegen ist gibt es immer gründe die leider zu oft übergangen werden.

Mein Junior hatte mir vor ca. 3 Jahren erzählt, dass einer seiner Freunde Drogen nimmt und immer gut drauf wäre - aus meiner Sicht allerdings nur so tat und den "Erwachsenen" raushängen wollte. Bei ihm hatte er auch öfters übernachtet und dessen "Kumpels" kennen gelernt - die waren aber Dealer.

Ich habe ihm dann klar gemacht (dem Junior), dass ich das nicht möchte, dass er sich mit "Droggies" trifft und ihn vor die Wahl gestellt, er möge etwas tun oder ich würde übernehmen.

Mit Tun meinte ich, dem Freund klar machen, dass er damit aufhört und seine "Dealerkumpels" in die "Hölle" schickt, er sich seinen Eltern offenbaren soll, damit Hilfe um ihn herum "gestrickt" werden kann.

Sein Freund reagierte darauf nicht, mein Junior wollte ihn aber auch nicht alleine lassen. Freund ist Freund und man sollte in schlechten Zeiten auch zueinander stehen. Sohn ist aber auch Sohn, also habe ich ihm gesagt, wenn er das nicht selbst hinbekommt, dann mache ich das. Da hat er dann mit viel Murren zugestimmt.

Ich habe dann die Eltern "annoym" (wollte Junior so) angerufen und ihnen erklärt was abgeht. Die waren völlig überrascht und durchsuchten sein Zimmer. Da fanden sie auch schon harte Drogen; dabei war immer nur die Rede von kiffen. Was genau sie dann machten, weiß ich nicht. Jedenfalls der Freund meines Juniors hatte dann seine Beziehungen zu den Dealern abgebrochen und mit Hilfe seiner Eltern den Drogen entsagt.

Die ebenfalls jugendlichen Dealer wurden zwischenzeitlich verhaftet, nachdem sie bei einem Fluchtversuch auch noch einen Polizisten überfahren haben.

Dem Freund meines Juniors geht es wieder blendend, Freundschaft ist erhalten, die Dealer im (Jugend-)Knast. Was will man mehr?


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