DRINGENDE PFERDE FRAGE! WICHTIG!

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6 Antworten

Lauter korrekte Antworten: Gesundheit durchchecken und gleichzeitig Horseman werden ;-)

Die Zähne würde ich wirklich einen Pferdezahnarzt ansehen lassen, also einen auf Zähne spezialisierten. Ich habe schon genug vom Allgemein-Pferdefacharzt geschliffene Zähne gesehen, die mehr Probleme gemacht haben als gar nicht behandelte. Der Zahnarzt verlangt nicht mehr als der Allgemeinmediziner, aber das Ergebnis ist einfach besser.

Den kompletten Bewegungsapparat sollte mal ein auf manuelle Therapien spezialisierter Tierarzt durchchecken. Das sind anfangs zwar um die 100 Euro, aber nur beim Erstbesuch, weil es eben erstmal mehr Aufwand ist, das Tier "kennenzulernen". Normal ist ein Folgebesuch dann auch nicht notwendig, es sei denn, es ist was arg daneben und dann ist eine Behandlung ja auch gerechtfertigt. Ich lasse eine solche Tierärztin jedes Quartal kontrollieren, weil sie mir auch das beste Feedback gibt, ob bei Haltung, Fütterung und Arbeit wirklich alles stimmt.

Die Hufe vielleicht mal von einem Huforthopäden kontrollieren lassen. Wenn ein Gelenk schief steht, würde ich mich als Pferd auch beim Arbeiten wehren und so selten ist das nicht bei "herkömmlicher" Hufbearbeitung.

Rumprobieren an der Ausrüstung bitte gar nicht. Nur ein Gebiss verwenden, das vom Pferdezahnarzt für dieses Maul und die Platzverhältnisse darin, für die Breite der Kiefer etc. empfohlen wurde, nur den vom Sattlermeister angepassten Sattel verwenden. Wenn das Tier eh schon sagt, dass was nicht stimmt, sollte man keinesfalls noch zusätzlich Experimente machen.

Dann Haltung und Fütterung überprüfen. So viele Pferde wollen nicht arbeiten, weil sie übersäuert sind oder aufgrund Bewegungsmangel sich fühlen als hätten sie einen Stein im Bauch. Ich sehe die oft in Beritt gehen, wo sie so unter Druck gesetzt werden, dass sie klein beigeben, obwohl es ihnen echt dreckig geht. Kommen sie dann zurück zu ihrem Menschen, bei dem sie eine Chance sehen, ihre Probleme auszudrücken, geht das Theater von vorne los.

Stimmt gesundheitlich wirklich alles, dann gilt es tatsächlich (und auch so schadet es nie), Horseman zu werden. Zu lernen, WAS einem das Pferd sagen will und drauf zu reagieren, für es da zu sein wie das Leittier der Herde, das sich immer auch um die schwachen Tiere kümmert, auf deren Belange achtet, um möglichst nie ein Herdenmitglied dem Raubtier opfern zu müssen, so lange es geht. Ein Mensch, der sich nicht kümmert aus den Augen des Pferdes, ist nicht als Leittier geeignet.

JosieCooky 06.12.2013, 20:30

Mit der Gesundheit und dem Futter ist alles 1A. Die Tierärztin hat ihn vor 3 Tagen rund um gecheckt, er ist topfit.

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Baroque 06.12.2013, 21:08
@JosieCooky

Mit dem Futter hinterfrage ich immer gerne dreimal, bevor ich das 1a sofort annehme, da einfach zu viele Menschen überhaupt nicht wissen, was sie ihren Pferden antun, wenn sie das falsche Kraftfutter auswählen, wenn nachts mal das Heu ausgeht o.ä.

Selbst Tierärzte beraten hier, dass einem die Haare zu Berge stehen. Dazu muss man halt zwei Dinge wissen: Zum einen, dass Tierärzte über sehr, sehr viele Tierarten im Studium lernen, extrem breites Wissen haben, aber dafür fehlt's immer wieder in der Tiefe und zum anderen, dass doch die Futtermittelindustrie hartnäckig versucht, über die Tierärzte ihre Produkte schönreden zu lassen, indem sie denen richtig satte Provisionen zahlen und der eine oder andere Tierarzt wird sicher sagen "ach, wird schon nicht so schlimm sein für's Pferd", weil sein Beruf ist viel, viel brutale Schichten arbeiten für wenig Geld und das verführt zu so einem kleinen Zuverdienst.

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JosieCooky 21.12.2013, 16:44
@Baroque

Mein Gott, das Futter ist in Ordnung! -.-

Meine Freundin hat seit mehr als 10 Jahren mit Pferden zu tun, ich genau so und unsere Bekannte nun mehr als 20 Jahre. Wir sind alle mit Pferden aufgewachsen also wissen wir wohl was Pferden gut tut und was nicht. Und selbst der Tierarzt meiner Freundin sowie mein Tierarzt sagen es liegt nicht am Futter! Mein Gott! -.-

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Andalusier sind oft und gerne Pferde die die Rangfolge anzweifeln, du kannst das Pferd noch 10 x in den Beritt geben und wenn er wiederkommt wird immer noch deine Freundin nicht damit klar kommen wenn sie nicht lernt die Führung zu übernehmen.

Also kurz und knapp, nicht Pferd gehört nochmal in den Beritt sondern deine Freundin gehört nochmal in die Pferdeverstehen Schule -** Gibt viele Trainer** die den Mensch ausbilden, da zu 90 % der Mensch schuld ist wenn Pferd nicht funktioniert.

Pferde ordnen sich in der Regel gerne unter und das ist nicht mal schwer bei ihnen zu erreichen. Einen Menschen in der Fähigkeit, die Führposition zu übernehmen,zu trainieren ist dagegen sehr schwer.

Wie sukueh schon schreibt muß aber auch der gesundheitszustand des Pferdes erst mal überprüft werden, und wenn da alles in Ordnung ist dann geht eben der Mensch in die Schule und lernt pferdisch.

Ich hab - zumindest lese ich nichts davon - nur an der "Ausrüstung" des Pferdes herumprobiert.

Habt ihr daran gedacht, dass Verhalten des Pferdes durch Schmerzen ausgelöst werden könnte ? Zähne, Rücken ? Hat da mal jemand drüber geschaut.

Wenn da nicht alles in Ordnung ist, macht auch ein Beritt keinen Sinn, weil das Pferd sich ja trotzdem beim Geritten werden "quält".

Wenn gesundheitlich alles okay ist, würde ich ansonsten auf Fehler bei der Ausbildung schließen.

friesennarr 03.12.2013, 12:59

Auch ein Pferd das gut ausgebildet wurde kann man innerhalb kürzester Zeit total ruinieren, nur alleine dadurch das der Mensch es nicht blickt. Andalusier sind fast alle sehr Führungsbedürftig und die muß man recht gut überzeugen können. Gruß

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sukueh 03.12.2013, 13:24
@friesennarr

Das stimmt :-)

Die "Fehler in der Ausbildung" beziehen sich ja nicht nur auf das Tier :-)

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JosieCooky 06.12.2013, 20:28

Gesundheitlich ist er topfit. Die Tierärtzin war erst vor 3 Tagen da zur Routine Kontrolle und er ist topfit.

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Vielleicht hat er schlechte Erfahrungen gemacht, d.h. wurde geschlagen oder ähnliches. Am besten ist es wahrscheinlich mit Bodenarbeit Vertrauen aufzubauen und dann ganz langsam in die Arbeit einzusteigen. Mein Pferd hatte auch ganz arg Probleme mit Springen (selbst Trabstangen waren der Horror) und dank viel Geduld und Bodenarbeit hab ich das super in den Griff bekommen (: Viel Glück! (:

Für alle, wir haben einen 'Pferdeflüsterer um Rat gefragt der uns ein paar Tipps gegeben hat und Übungen gezeigt hat. Er lässt sich longieren und führen wenn jemand drauf sitzt. Wir arbeiten gerade am reiten. Schritt läuft er klasse, Trab ist er noch ein Bisschen zickig. Drückt uns die Daumen :-)

LG

Ihr müst Vertrauen aufbauen, auch wenn ihr dann nochmal ganz von vorne anfangen müsst. Kauft euch Bodenarbeitsbücher und Natrual Horsemanship. Ich hoffe ihr kommt weiter :) LG

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