Dringend! Kündigung unserer Wohnung wegen Eigenbedarf!

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14 Antworten

Was sagt ihr dazu?

Die Kündigung wgen Eigenbedarf scheint berechtigt.

Es ist schon eigenartig: Erst zieht die Tochter des Vermieters/Papa aus weil sie andauernd streiten, dann ziehenwir ein, stellen nach und nach heftige Mängel fest, mindern daraufhin die Miete und jetzt bekommen wir die Kündigung wegen Eigenbedarf

Wie die Familienverhältnisse sind ist nicht relevant und ob der Eigenbedarf vorgeschoben ist, müssten Sie beweisen.

Ich verstehe dich so, dass der V. euch wg. Eigenbedarf zum 28.2 gekündigt hat, ihr selbst aber zum 30.4 Ihr möchtet also 2 Monate länger bleiben als der Vermieter es will. Ihr wohnt erst 8 Monate, nun sollt ihr wg. EB schon wieder raus. Die Rechtsprechung sagt dazu, dass der Vermieter schon mit etwas Weitsicht so schnell nicht kündigen darf, sondern schon mindestens 5 Jahre in der Lebensplanung vorausgeschaut werden muss und kann. Insgesamt scheint mir der EB nur vorgeschoben. Außerdem solltet ihr der Kündigung wegen Härte widersprechen. Wann wurde die Kündigung zugestellt? Kündigungsfrist beträgt 3 Monate.

jeany300688 26.01.2013, 12:08

Falsch verstanden :-)

VM hat uns zum 30.04. gekündigt. Tochter von VM muss aus ihrer Wohnung zum 28.02 raus. Kündigung wegen Eigenbedarf ist uns am 24.01. zugegangen.

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Dem Grunde nach wäre die Eigenbedarfskündigung begründet und gerechtfertigt. Die Familienverhältnisse gehen euch nun wirklich nichts an, auch eure Mutmassungen ändern nichts an der Wirksamkeit.

Bis zum 05.12.2012 zugegangen, wäre sie auch zum 28.02.2013 wirksam: § 573 (2) Pkt. 2 BGB.

Andernfalls zum Ablauf desjenigen Monats, der zwei Monate demjenigen folgt, in dem bis zum dritten Werktag Kündigung zuging.

Das ihr in drei Monaten nichts passendes findet, wäre ihm egal: Kosten der Räumungsklage, Hotelkosten einschl. Verpflegung, Möbeleinlagerung usw. der einzugsberechtigten Familie hättet ihr zu tragen.

G imager716

MosqitoKiller 25.01.2013, 12:45

Bis zum 05.12.2012 zugegangen, wäre sie auch zum 28.02.2013 wirksam: § 573 (2) Pkt. 2 BGB.

Die Kündigung lautet zum 30.04. ...

Das ihr in drei Monaten nichts passendes findet, wäre ihm egal

Ob dem Vermieter das egal wäre, ist dem Gesetzgeber egal, denn dem ist es nicht egal, deswegen gibt es § 574 BGB...

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jeany300688 25.01.2013, 12:49
@MosqitoKiller

Ein Gericht müsste doch auch im endefekt erkennen, dass kurz nach einem Streitfall uns eine Kündigung zugeht!?

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MosqitoKiller 25.01.2013, 12:54
@jeany300688

Selbst wenn es das erkennt, ist das irrelevant, wenn kein Zusammenhang bewiesen werden kann...

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imager761 25.01.2013, 13:09
@MosqitoKiller

Und genau an der "Härte", "die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu rechtfertigen ist" scheitert es OMHO der Fallschilderung nun einmal.

Es gibt Vermieter, die einen "kleinen Hund" dulden und auch Wohnraum für Geringverdiener oder Arbeitslosenhilfeempfänger.

So man den denn sucht, bei Ämtern ernsthaft um Hilfe bittet statt sich auf "Eigenartigkeiten" der EB-Kündigung und Widerspruch zu verlegen.

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MosqitoKiller 25.01.2013, 13:11
@imager761

Es gibt Vermieter, die einen "kleinen Hund" dulden und auch Wohnraum für Geringverdiener oder Arbeitslosenhilfeempfänger.

Nun, das kommt doch wohl vor allem auf den Ort an, oder? In Hamburg und München finden selbst Doppelverdiener ohne Kinder und Tiere in 3 Monaten keine Wohnung...

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Für mich wäre der Eigenbedarf schlüssig begründet - er wäre dann hinfällig wenn es im Haus noch eine vergleichbare Wohnung gibt.

Ob die tatsächlich einziehen spielt hier zunächst keinerlei Rolle, begründet aber ggf später Schadensersatz für euch wegen der Kosten des Umzugs... euer persönliches Schicksal muss den Vermieter nicht interessieren - zumal das Verhältnis ja wohl eh schon zerrüttet ist oder?

man müsste die Tochter fragen ob das so stimmt , wenn nicht darf der Vermieter diese Kündigung nicht aussprechen weil das dann verboten ist . es könnte ja sein dass er euch nur heraushaben will um Kosten zu sparen

Ich hab erst gestern oder vorgestern gesehen, dass wenn der Vermieter mehrere Häuser/Wohnung zur Verfügugn hat und diese unbewohnt sind... muss er euch eine vergleichbare Wohnung anbieten oder seine Tochter samt ihrer Familie dort einquartieren.

Sonst habt ihr leider Pech

Am Besten ihr lasst euch von einem Anwalt für Mietrecht beraten.

Yentl51 25.01.2013, 17:29

Sie war doch schon beim Anwalt, hat sie geschrieben. Wenn der Vermieter mehrere Wohnungen hat, stimmt dein Einwand.

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ciao - er wäre gar nicht dazu verpflichtet gewesen, euch derart genau zu informieren.... Nachdem ihr doch ausziehen wolltet, solltet ihr froh sein, und anfangen, eine neue Wohnung zu suchen.

Freut euch doch!! - Ich denke, nach deinen Schilderungen über Feuchtigkeit und starkem Schimmel in dieser Wohnung ....

LG

Nun, die Begründung ist schon plausibel, dagegen lässt sich schwer etwas sagen...

Allerdings steht Euch bis 28.02. ja die Möglichkeit des Widerspruchs gem. § 574 BGB zu, falls Ihr keine Wohnung finden könnt...

Allerdings müsst Ihr das auch beweisen, also schnell anfangen zu suchen, die Bewerbungen aufheben und sich die Ablehnung möglichst irgendwie bestätigen lassen oder Name und Kontaktdaten des ablehnenden Vermieters aufschreiben...

imager761 25.01.2013, 12:51

ja die Möglichkeit des Widerspruchs gem. § 574 BGB zu, falls Ihr keine Wohnung finden könnt...

Genau aus diesem Grund eben nicht. 3 Monate wären durchaus mehr als angemessen, eine neue Wohnung zu finden :-)

Mich würde da interessieren, ob du hier gleichermassen argumentieren würdest, wenn der VM ebengleich Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen dürfte, fände er keinen Nachmieter :-O

G imager761

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MosqitoKiller 25.01.2013, 12:58
@imager761

Genau aus diesem Grund eben nicht. 3 Monate wären durchaus mehr als angemessen, eine neue Wohnung zu finden :-)

Ähm, erfolglose Wohnungssuche ist DAS Hauptargument für den Widerspruch wegen § 574 BGB, aus welchen Gründen auch immer. Die Länge der Kündigungsfrist ist dafür völlig belanglos, solange sich der Mieter nachweislich erfolglos bemüht, da kann er auch Jahre suchen, wenn er keine findet...

Mich würde da interessieren, ob du hier gleichermassen argumentieren würdest, wenn der VM ebengleich Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen dürfte, fände er keinen Nachmieter :-O

Diese Frage ist irrelevant, da es für den Vermieter kein gesetzliches Widerspruchsrecht gegen eine Kündigung gibt, für den Mieter aber schon...

Aber um die Frage dennoch zu beantworten: Ja, auch wenn der Vermieter das ebenfalls verlangen dürfte, würde ich das, denn es ist gesetzlich zugebilligtes Recht...

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Die Geschichte ist zwar komisch, aber unanfechtbar, wie ich das sehe. Eigenbedarf geht immer, wenn er begründet ist.

MosqitoKiller 25.01.2013, 12:31

Unanfechtbar ist keine ordentliche Kündigung, denn es geht natürlich immer ein Widerspruch wegen Härtefall...

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hört sich aber leider rechtens an. ihr werdet ausziehen müssen wenn die tochter wirklich vorhat dort einzuziehen.

wenn die wirklich einziehen werden habt ihr keine Chance

Kündigung wegen Eigenbedarf ? - ei dann such dir eine neue Wohnung. Alles andere ist Unsinn und Geldschneiderei.

Was viele Mieter vergessen ist, wem die Wohnung eigentlich gehört, wer also der Eigentümer ist. Den Hund könntet ihr übrigens auch ins Tierheim weg geben mit Menschen Kindern macht man sowas eher nicht.

MosqitoKiller 25.01.2013, 12:32

Niemand kann verlangen, wegen Eigenbedarfs einen Hund ins Tierheim zu geben, das kommt in Bezug auf § 574 BGB niemals durch...

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DerAntworter123 25.01.2013, 12:41
@MosqitoKiller

Wenn der Hund verhindert das man eine Wohnung bekommt muss mann sich eben überlegen das man den Hund hergibt.

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imager761 25.01.2013, 12:45
@MosqitoKiller

Von "Verlangen" scheint auch nicht die Rede.

Nur wäre Hundehaltung kein Argument, Eigenbedarfskündigung anzufechten, nur weil damit keine passende oder bezahlbare Wohnung zu finden ist.

Das Handicap läge nun außerhalb der Verantwortung des Kündigenden.

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MosqitoKiller 25.01.2013, 12:49
@imager761

Nur wäre Kinderreichtum [...] kein Argument, Eigenbedarfskündigung anzufechten, nur weil damit keine passende oder bezahlbare Wohnung zu finden ist.

Bitte???????????????? Was denn dann, auf welchem Planeten lebst Du? Wenn man viele Kinder hat und deswegen keine Wohnung findet, ist das DAS schlagende Argument überhaupt, welches jede noch irgendwie begründete Eigenbedarfskündigung sofort zunichte macht (fristgerechten Widerspruch gem. § 574 BGB vorausgesetzt)...

Aha, gerade noch rechtzeitig editiert...

Sehe ich dennoch nicht so, Hundehaltung wäre ja auch z.B. für den Vermieter ein Argument für einen Eigenbedarfskündigung, warum sollte sie kein Grund für einen Widerspruch sein?

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jeany300688 25.01.2013, 12:51
@DerAntworter123

Du hattest anscheinend noch nie einen Hund! Nur soviel, der Hund ist ein Familienmitglied und ihn wegzugeben grenzt an seelische grausamkeit!!!

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Wir finden einfach nichts, was wir uns leisten können! Und woanders hinziehen kommt nicht in frage!!! :-(

Und bevor nochmal einer schreibt, wir sollen unseren Hund ins Tierheim geben...Nein! Sam ist ebenso Familienmitglied wie wir auch.

Yentl51 25.01.2013, 17:27

Das ist die richtige Einstellung ! Sonst könnte man auch sagen, dass man seine Kinder wegen einer Wohnung auch zur Adoption freigeben könnte.

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