Dressurgamaschen: Felix Bühler oder Schockemöhle?

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3 Antworten

Huhu,

zum Dressurreiten gehört kein Gedöns ans Pferdebein, dass ist überhaupt nicht nötig.

Bandagen oder normale Gamaschen haben keinen wirklichen Sinn, außer nett auszusehen. Sie führen nur zur Überhitzung der Pferdebeine, das wiederum führt dazu, dass die Sehnen weicher werden, verkleben können und das Risiko wird erhöht, dass irreparable Sehnenschäden entstehen, auch im Winter. Es muss nicht passieren, aber die Wahrscheinlichkeit ist durch die regelmäßige oder lange Nutzung deutlich höher, als würde man keine verwenden. Eine verklebe Sehne braucht mehrere Monate um wieder völlig zu genesen, ein Sehnenschaden kann zu endgültiger Unreitbarkeit führen.

Da Bandagen und Gamaschen das Pferdebein schon nach wenigen Minuten auf über 40°C aufheizen, schwitzen die Pferde auch schnell darunter, was zu Juckreiz und Hautirritationen führen kann und für das Pferd sehr unangenehm ist. 

Bandagen und Gamaschen sind ab und zu ok um nette Fotos zu machen oder die Bewegung der Beine besser zu beurteilen können. Dann haben sie aber auch nicht länger als maximal eine Viertel Stunde etwas am Bein zu suchen und das auch möglichst nicht regelmäßig.

Fehler wie Streifen oder Eingreifen lassen sich durch korrektes Reiten und gute Barhufbearbeitung meistens beheben, und wenn ein Pferd solche Fehler nicht zeigt, braucht es auch gar keinen Beinschutz.

Ein Bisschen Neopren und 2mm Plastik schützen ein Pferdebein nicht wirklich, genauso wenig wie etwas Fleece. Eine fünf oder zehn Kilogramm schwere Holzstange gegen die Beine oder die Beine in der Bewegung mit Schwung aneinander geschaffen, da dämpft ein Bisschen Neopren nichts. Dass kannst du auch an die selbst testen. Der Schutz, den sie bieten, steht für mich in keiner Relation zu dem Schaden, den sie anrichten. Sie schützen vor Kratzern, die in drei bis vier Tagen heilen, erhöhen aber das Risiko für schwere Verletzungen. 

Bevor man sich bewusst für Gamaschen entscheidet, sollte man sich genau mit deren Wirkung und Folgen beschäftigen.

Liebe Grüße

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Hat dein Pferd einen Stellungsfehler, der durch gute Hufbearbeitung nicht wieder korrigierbar ist?  

Ansonsten würde ich die Gamaschen weglassen, denn sie schaden den Sehnen durch starke Erhitzung und bringen dem Pferd bei, dass es nicht weh tut, sich zu streifen -> es passt nicht mehr gut auf seine Beine auf. 

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Kommentar von bendundee2
11.11.2015, 20:18

Danke erstmal für die Antwort! :) Nein, mein Pferd hat keinen Stellungsfehler. Dass sich die Sehnen stark erhitzen, habe ich schon mal gehört, allerdings nur im Zusammenhang mit Bandagen. Hätte gedacht, dass das bei Gamaschen gerade weniger bis gar nicht der Fall ist... :-/

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Ich glaube auf solche Fragen traut sich keiner mehr zu antworten.

Diese Modelle? Weder noch. Zum einen ist mir in beiden Modellen viel zu viel Zeug drinnen was gar nicht hineingehört. Wozu benötigt man Hartschaleneinlagen in Dressurgamaschen? Mir scheint, da ist wieder mal was erfunden worden was der Markt sucht aber nicht braucht und dass es bei Krämer nur positive Bewertungen gibt, liegt in der Sache selbst.

Schau Dich lieber nach den klassischen Fesselkopfgamaschen um. Auch wenn sie teurer sind. z.B. SMB usw. bla bla.

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