Durch Überstunden Recht auf Vertrag mit höherer Anzahl an Stunden?

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3 Antworten

Es gibt einige Gerichtsurteile die bestätigen dass eine Teilzeitkraft die über längere Zeit regelmäßig Überstunden macht ein Recht auf einen Vollzeitjob hat.

Dadurch dass der AG den Teilzeitarbeitnehmer permanent Überstunden arbeiten lässt, ist durch dieses konkludente Handeln ein Vollzeitvertrag entstanden. 



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ob ich ein recht habe das mein Vertrag irgendwann auf diese Std Anzahl hochgestellt werden kann

Ja - aber nur unter bestimmten Voraussetzung!

Zum Einen muss die Erbringung der Überstunden dauerhaft und über einen längeren Zeitraum (der ist nicht bestimmt, aber etwa 1 Jahr ist anzunehmen) erfolgt sein.

Zum Anderen kommt es auf die konkreten Umstände der Leistung von Überstunden an: Entstehen sie z.B. dadurch, dass eine zusätzliche Aufgabe vom Arbeitgeber im Wege seines Weisungsrechts delegiert wurde, ohne dass es zu einer Vertragsänderung gekommen ist, so kann er seine Weisung auch wieder zurück nehmen, und es besteht dann kein Anspruch auf Beibehaltung der durch die zusätzliche Aufgabe bedingten Überstunden.

Es gibt zu diesem Problem mehrere entsprechende Urteile.

Im Übrigen handelt es sich um einen - allerdings irregulären - Trick so mancher Arbeitgeber: Teilzeitarbeitnehmer länger als vereinbart arbeiten zu lassen, im Fall von Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und beim Urlaubsentgelt dann aber nur die vereinbarte geringere Stundenzahl zu Grunde zu legen, um Geld zu sparen.

Das ist aber - worauf noname68 in der Antwort schon hingewiesen hat - nicht rechtskonform, weil in diesem Fall im Wege der Durchschnittsberechnung oder der Berechnung nach dem Entgelt-/Lohnausfallprinzip die regelmäßig geleisteten Überstunden mit zu berücksichtigen sind.

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wenn diese 120-130 stunden über mehr als 3 monate regelmäßig anfallen, dann hast du z.b. bei entgeltfortzahlung (krankheit/urlaub/feiertag) auch anspruch auf die bezahlung der ausgefallenen stunden in diesem umfang. einen gesetzlichen anspruch auf eine vertragliche änderung hast du zwar nicht, aber duch dieses durchschnitts-prinzip ist eine de-fakto etablierte vertragsänderung.

aber das ist wohl eine der maschen von vermeintlich "schlauen" chefs, auf kosten der mitarbeiter die beazhlung zu drücken. wer das einfordert oder sich zur wehr setzt, fliegt. nimm doch mal das stichwort "betriebsrat" auf der arbeit in den mund und beobachte die reaktionen.

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Kommentar von david7742
11.03.2016, 17:30

ja das läuf seit einem Jahr so ich bin ja froh das ich mehr arbeiten kann so ist es nicht es geht halt darum mir dann wenigstens die 120 std vertraglich zu sicher aber wenn es für soetwas kein recht gibt dann habe ich wohl keine Chance betriebsrat gibt es bei uns nicht

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