Drang mich wieder zu ritzen, hilfe :(

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hey,
dein Problem kenne ich nur zu gut, es ging mir selbst nicht viel anders...
du solltest das Problem jedenfalls an seinen "Wurzeln" packen und nicht bloß die Symptome (also das Selbstverletzen) behandeln.
Natürlich kannst du mit dem Ritzen aufhören, du darfst bloß nicht immer sagen, "Ich kriege das nicht hin", "Ich schaffe das doch eh nicht", weil dann wird's auch nichts. Wenn du es wirklich willst aus tiefstem Herzen, dann wirst du es auch schaffen. Es ist natürlich nicht einfach, aber es ist wie bei jeder anderen Sucht auch (Drogen, Alkohol,..), wenn man etwas wirklich schaffen will, dann schafft man das auch.

Am Besten wäre es, wenn du dir (professionelle) Hilfe suchen würdest. Alleine ist es schwer, da rauszukommen. (Merkst du ja selbst.)
Also such dir jemanden, mit dem du über deine Probleme reden kannst, das macht es wirklich einfacher! Du hast doch bestimmt eine gute Freundin? Vielleicht auch einen Lehrer oder sonst irgendjemanden? Auch wenn dir die Person nicht unbedingt weiterhelfen kann, ist es dennoch erleichternd, wenn man weiß, dass man unterstützt wird und nicht ganz auf sich allein gelassen ist.
Professionelle Hilfe wäre natürlich das Beste - da müsstest du erst mal zu deinem Hausarzt gehen, der dich zu einem Psychologen überweisen würde. Das fällt bei dir aber wohl erst einmal weg, weil du nicht willst, dass deine Eltern davon erfahren.
Anonyme und kostenlose Hilfe bekommst du auch bei einer Beratungsstelle, deine Eltern erfahren also nichts, wenn du es nicht willst und du kannst auch jederzeit wieder gehen, wenn du denkst, dass es dir nicht weiterhilft. Ein Versuch schadet jedoch nicht, du hast nichts zu verlieren.

Ansonsten gibt es noch die Telefonseelsorge und diverse Online-Seelsorgen, die helfen allerdings nicht so gut, wenn man in einer akuten Situation ist, da man bei der Telefonseelsorge oftmals mehrere Versuche braucht um durchzukommen und bei Online-Seelsorgen dauert es mehrere Tage, bis man eine Antwort bekommt. (Und ob die dann auch wirklich weiterhilft, ist die nächste Frage..)

Wenn der Drang dich zu verletzen wieder aufkommt (und das wird am Anfang wahrscheinlich etwas öfter passieren), dann kannst du dir ja mal die sog. "Skills" raussuchen, das sind sozusagen Ersatzhandlungen, die deinen Drang nach Selbstverletzung aufheben oder zumindest verschieben.
Google doch mal danach oder schau dir diese Liste an:
http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20080131133947AAZ7BAd
Am Anfang kann es zwar etwas dauern, bis du etwas gefunden hast, was dir wirklich hilft, aber letztendlich wird es sich lohnen.

Und vergiss nicht:
Rückfälle sind ganz normal!
Also lass dich davon nicht runterziehen. Du wirst merken, dass es nach einiger Zeit einfacher wird.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen,
lass den Kopf nicht hängen.
LG

Power dich aus. Mach Ausdauersport, geh laufen oder sonst was. Wenn der Druck zu Groß wird, hilft einfach Ausdauersport! Durch Sport werden Glückshormone ausgeschüttet! Lieber so als dich selbst zu bemitleiden!

Ich spiele 3 mal in der Woche im Verein Fußball also ich mache eigendlich genug Sport :(

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Gegen das Ritzen gibt es den therapeutischen Ansatz zu Malen. Mal dir die Stellen die du ritzen möchtest mit Fineliner oder einem hautverträglichen Stift an. So musst du nicht auf das Gefühl verzichten dich zu ritzen und kannst dich künstlerisch betätigen.

Was du da beschreibst klingt nach manischer Depression, ich empfehle dir dringend einen Therapeuten aufzusuchen.

Es gibt noch sehr viele andere Therapieansätze. Das muß nicht malen sein. Aber professionelle Hilfe ist hier auf jeden Fall angezeigt.

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Ich kam ziemlich oft in Situationen, die riskant waren. Kurz bevor was Schlimmeres hätte passieren können, hab ich dann aber noch schnell einen Rückzieher gemacht. Ich bin nicht paranoid. Ich hab in solchen Situationen mit anderen Menschen geredet und sie meinten dass meine Intuition des schlechten Gefühls Recht hat. Ich hab versucht die Kontakte zu beeinflussen in ihrem Handeln und dachte es wird schon noch. Nunja dann haben sie auf eine andere Art versucht mich zu manipulieren.

Ich bin so eine Person, die Jedem eine Chance oder mehrere Chancen geben möchte und an das Gute im Menschen glaubt. Aber irgendwie werde ich dann doch manipuliert und ich merke auch dann irgendwann oder auch schneller, dass mich Wer verarschen will. Aber ich habe dann Probleme es als negative Realität abzutun und werde fast schon abhängig von solchen Menschen und hab irgendwie fast Verlustängste weil ich scheinbar meine Wunschvorstellungen auf diese Personen projiziiere bzw nur mit rosaroter Brille diese Personen sehe, sodass ich das Negative ausblende oder es mir nicht tragisch erscheint.

Aber dann beende ich doch wieder den Kontakt, weil ich das Gefühl bekomme, dass es ja so sein müsste, dass ich in riskanten Situationen gehen sollte. Aber ich kehre dann oft wieder zu den Personen zurück, weil irgendwie diese Wunschvorstellungen an den Personen hängen und weil ich glaub ich kein Problem hab schlecht behandelt zu werden und es mir sozusagen egal ist. Manchmal dachte ich daran mich zu verschenken und dass man mit mir machen kann, was man will, bspw vergewaltigen..sodass es mir immer schlechter geht und ich mir irgendwann mein Leben nehme oder die Person/en mir. Oft ist mir mein eigenes Leben egal. Aber eigentlich ist mein Wunsch mein Leben zu genießen und unabhängig von Menschen zu sein und mich als wertvoll zu sehen. Manchmal hab ich mich auch geritzt, wenn mir etwas zu Viel war.

Ich bin fast 20 und denke mir manchmal ob es an meiner Entwicklung liegt, dass ich so bin. Manche meinten ich wäre evtl bipolar oder manisch depressiv, da ich öfters tiefe Trauer und Antriebslosigkeit spüre, sowie Suizidgedanken habe und dann bin ich plötzlich überglücklich und mir ist Alles egal und ich bin risikofreudiger und liebe Alles und Jeden. Und dann gibt es so Phasen wo ich völlig klar bin.

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