Dr. Elisabeth Kübler-Ross

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4 Antworten

Meine Frau erlitt ohne vorherige Anzeichen offensicht einen tödl. Herzinfarkt. Sie wurde reanimiert und lag bis zum Ableben 6 Tage im Coma. Meine Kinder und ich besuchten sie ständig und sprachen zu ihr ohne Reaktion ihrerseits. Eine Stunde vor ihrem Ableben war ich mit meinem Sohn letztmals bei ihr in der Paliativstation. Sie atmete stoßweise. Ich streichelte sie mit beiden Händen an den Wangen und sagte sie solle uns doch anschaun, ich sei mit dem Sohn da. Da riß sie erstmals die Augen groß auf mit starrem Blick in unsere Richtung.Das dauerte etwa eine Minute, Wir fuhren schließlich wieder heim. Eine Stunde später wurde ich verständigt, dass sie verstorben sei. Wer machte ähnliche Erfahrungen. Kann es eine Verabschiedung gewesen sein?

hallo flamingstar, ich habe auch vor ab herbst einen kurs zu besuchen, der es mir ermöglich nachher im hospiz zu arbeiten. habe auch das buch über den tod und das leben danach gelesen. fand ich sehr interessant. das einzige, was mir nicht gefallen hat an ihrer aussage, war, dass tiere keine seele haben. aber ansonsten finde ich den inhalt sehr interessant. wie lange machst du das schon im hospiz? ich persönlich glaub schon an ein leben nach dem tod. bin mir aber nicht sicher in welcher form. energie, ohne es zu wissen, so wie vor der geburt oder seele, aber eben ohne körper. ich weiß es nicht. aber fakt ist, dass der mensch sehr begrenzt ist, und ihm eigentlich nichts anderes übrig bleibt als zu glauben. sei es jetzt an etwas, oder an nichts.

Forumsfrage. :-)

Ich hab von Kübler-Ross und Raymond Moody (dem führenden amerikanischen Sterbeforscher) so gut wie alles gelesen. Bei K-R finde ich die letzten Werke, in der sie extrem ins Esoterische abgleitet, relativ bedenklich.

Ebenfalls bedenklich finde ich (bei K-R und Moody), dass sie sehr einseitig-positiv von der Sterbeerfahrung berichten. Dem ist jedoch mitnichten so. Höllenerfahrungen sind ebenso gegeben, wie die bekannten Lichterfahrungen.

Diese Untersuchung eines Soziologen zu Nahtoderfahrungen in Deutschland (vor allem Ostdeutschland) finde ich hingegen wirklich gut: http://www2.tu-berlin.de/~soziologie/Crew/knoblauch/material/Hubert_Knoblauch_Nahtod-Todesnaehe-Berichte_aus_dem_Jenseits.pdf

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Ich denke, dass diese Erlebnisse von körpereigenen Substanzen gesteuert werden und keine Aussagekraft über eine mögliche Existenz nach dem Sterben haben.

Meines Erachtens ist Sterbeforschung und vor allem Sterbebegleitung dennoch sehr sehr sinnvoll.

:-)

flamingstar 16.03.2009, 14:01

Danke für deine Antwort! Ich habe selbst etwas komisches erlebt, deswegen zweifle ich. Meine alte Schulfreundin starb mit 37 (vor fast 8 Jahren). Ich sah sie das letzte Mal ca. 8 oder 9 Monate vor ihrem Tod. Ich wusste nichts von ihrer Krankheit. Auch nicht, dass sie daran sterben würde. Eines Nachts träumte ich, sie kam zu mir, lachte, winkte und ging fort. Im Traum dachte ich noch, was das soll, einfach kommen und wieder abhauen. 2 Tage später erfuhr ich von ihrem Bruder, das sie eben in dieser Nacht gestorben ist. Sie hat sich verabschiedet. Jahre später kam sie wieder zu mir und erzählte von ihren Fehlern und Probleme der bilingualen Erziehung bei ihrer gehörlosen Tochter. (Wir stritten uns damals darüber). Ich wusste zu jedem Zeitpunkt, das sie tot ist, aber es war so schön, mit ihr zu reden und sie zu sehen. Seit dem glaube ich irgendwie an das "Weiterleben" nach dem Tod.

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Nachdem meine Tochter gestorben war, kam ich zufällig an "Verwaiste Eltern". Das hat mir wirklich sehr geholfen. Ich glaube an ein Leben nach dem Tod. Und das hat mich gelehrt, mit meiner Trauer zu leben.

flamingstar 16.03.2009, 13:53

Mein herzliches Beileid! Danke für deine Antwort!

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