Downhill Hometrail Tipps?

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1 Antwort

Erst mal solltest du feststellen, wie die Erde in dem Gebiet ist, dies entscheidet nämlich über den Charakter deinesTrails wie auch deine Baumöglichkeiten. Ideal ist lehmiger Boden, den kann man schön aufschütten, glattstreichen und mit einer Gieskanne nässen, und wenn die Rampe trocken ist, ist sie steinhart, sehr glatt und wetterfest. Lehmiger Boden ohne viel Blätter, Wurzeln und nur recht kleinen Kieseln / Sand ist die einzige Bodenart, die nicht zwingend Baumstämme / dicke Äste benötigt (als Platzspender sind diese aber dennoch ratsam).

Enthält der Boden viel groben Kies, so muss man beim Bau der Rampe dicke Äste oder Baumstämme dazwischenlegen, altes vergammeltes Kleinholz liegt ja meist im Wald rum und modert leise vor sich hin. Verbaust du keine Äste, wird die Rampe zu weich, je weicher eine Rampe, desto mehr Tempo schluckt sie. Die Lücken zwischen den Ästen oder BAumstämmen sollte man immer großzügig füllen, wenn die Rampe hart werden soll, also schichtweise aufbauen. Das Gießen kannst du dir aber sparen, der Regen wird mit der Zeit die Erde aus der Rampe auswaschen, wodurch sie noch etwas härter wird, aber niemals so hart wie eine gute Lehmrampe.

Sind im Boden viele Wurzeln und Blätter, solltest du diese nicht verbauen sondern weitestgehend aussortieren, besteht der Boden nur aus so etwas, musst du etwas tiefer buddeln. Achte aber darauf, keine Baumwurzeln zu beschädigen.

Hast du die passende Erde, kannst du verschiedene Bauformen wählen - es gibt Tables, Doubles, Drops uvm. Für Anfänger sind Tables ratsam, allerdings benötigen sie viel mehr Erde und damit Baumühe als Doubles, ich benutze am liebsten einen Table mit abgesenkter Landerampe, also wie ein Double, aber ohne senkrechte Wand vor der Landerampe sondern stattdessen mit einer waagerechten "Gnadenzone" vor der Landerampe, falls man mal zu kurz aufkommt. Drops kann man auch machen, dann sollte aber auch ein natürlicher Vorsprung bereits vorhanden sein, ansonsten ist es zu viel Arbeit und lohnt nicht. Natürlich kann man auch Northshores machen, bedenke aber, dass man dazu das Holz im Laden kaufen musst und du viel Holz brauchst (ist Diebstahl, wenn du im Wald Bäumchen fällst)

Die ersten Rampen sollten nicht allzu steil sein, 20° Steigung zu Anfang reichen, man kann eine Rampe ja immer noch vergrößern. Nutze die Umgebung, wenn irgendwo am Hang Steinfelder oder Wurzeln sind, lass den Trail darüber verlaufen, nur Rampen ist ja langweilig. Außerdem ist es gerade bei einem kleineren Hang ratsam, die Strecke recht kurvig zu gestalten (am besten mit überhöhten Kurven für mehr Tempo), damit sie länger wird, insgesamt ist eine U-Form den Hang hinunter empfehlenswert, damit der Aufstieg nicht so lang dauert. Gerade bei kleinen, aber sehr breiten Hängen ist es empfehlenswert, den Trail am Hang entlang verlaufen zu lassen, bis man nur noch auf etwa 2/5 der Höhe ist, und dann in einer überhöhten Haarnadel umzukehren, so kann man das maximale Potential aus dem Hang holen.

VaBe1 12.06.2014, 14:09

Hey danke

An der Oberfläche ist der Boden nicht Lemig aber ein stückchen drunter.Wurzeln gibts hier und da schon ein paar aber nich zu viel. (Kies gibts überhaubtnicht)

Es gibt ziemlich gute Möglichkeiten Drops und Rampen zu baun.Das eine oder andere Wurzelfeld hab ich ach schon gefunden nur Steine gibts kaum.

Eine Frage hte ich noch: Wie bau ich am besten Anlieger und Kurven.

Danke VaBe1

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downhillmaster 13.06.2014, 09:33
@VaBe1

Grundsätzlich ähnlich wie Rampen. Erst mal den Weg, wie du ihn haben willst, ein wenig von Ästen und Blattwerk befreien (nur schmal, also vielleicht dreißig cm breit), und dann kannst du dort den Anlieger aufschütten. Hier braucht es auf jeden Fall lehmigen Boden, weil es dort recht steil wird, was mit viel Kies oder Blättern zum Problem wird. Man kann auch hier mit Ästen oder alten Stämmen arbeiten. Wichtig ist, dass genug Material auf der Außenseite ist, damit der Anlieger nicht beim ersten Biken wegbricht... Überhöhungsgrad und Länge des Anliegers hängen davon ab, wie schnell man in die Kurve fährt (je schneller, desto höher der Neigungswinkel und desto länger). Ähnlich wie bei lehmigen Rampen muss man hier mit der Gießkanne drübergehen, damit die Strecke richtig hart wird.

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