Downhill BIKE Merkmale (Bremsen,Lenker etc.)?

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1 Antwort

Der Rahmen eines Downhill Bikes muss logischerweise sehr stabil sein, um die massiven Sprünge auszuhalten. Gewicht ist hier eher Nebensache, wobei in den letzten Jahren auch Downhill Bikes leichter werden. Vor wenigen Jahren gab es aber auch Modelle, die 20 kg wogen.

Die Geometrie des Rahmens ist auf aggressive Abfahrten ausgelegt. Dies und der große Federweg, durch den beim Pedalieren Energie verloren geht, sorgt dafür, dass man mit einem DH Bike kaum bergauf fahren kann. 

Ein DH Bike ist ein Fullsuspension (Fully), hat also eine Federgabel und einen Hinterbaudämpfer. Ein DH Bike grenzt sich durch den Federweg zu anderen Fullys anderer Kategorien (z. B. Enduro) ab. Ein Downhill Bike hat eine Federgabel mit 200 mm Federweg. Beliebte Modelle sind die Rock Shox Boxxer, Rock Shox Domain (eher selten) oder die Fox 40 Float. Gelegentlich sieht man auch eine Manitou Dorado oder eine Gabel von Marzocchi. Im Gegensatz zu anderen Federgabeln handelt es sich um eine Doppelbrückengabel.

Die Bremsen sind bei jedem mir bekannten DH Bike hydraulische Scheibenbremsen. Diese sind teurer als die meisten Bremsen, weil sie über besonders hohe Bremskraft verfügen.

Ein weiterer Punkt ist die Bereifung. Die Felgen sind sehr stabil, damit man nicht gleich einen Achter drin hat bei jedem Sprung. Die Mäntel haben sehr grobes Profil und sind breit, damit man auch bei matschigen Bedingungen nicht wegrutscht. Das erhöht aber auch den Rollwiderstand, weshalb man in der Ebene relativ langsam ist und bergauf eben kaum eine Chance hat. Die Mäntel sind in der Regel besonders schwer und pannensicher. Wegen der Stabilität werden fast ausschließlich die Laufradgrößen 26 Zoll und 27,5 Zoll verwendet, 29 Zoll hingegen extrem selten.

Dazu trägt auch die Übersetzung bei. Ein DH Bike hat nur ein Kettenblatt (an der Kurbel), insgesamt je nach Bike meist 9-11 Gänge (je nach Kassette). Die Schaltung ist aber eher Nebensache, da man ja hauptsächlich bergab fährt und seltener treten muss.Man hat nur ein Kettenblatt, damit die Kette bei Sprüngen nicht immer rausspringt. Zusätzlich wird die Kettenspannung durch eine Kettenführung erhöht, um diese auf dem Kettenblatt zuhalten.

Man fährt mit abgesenktem Sattel, also nach unten gestellter Sattelstütze, also generell im Stehen.

Auch andere Teile wie Vorbau oder Lenker sind massiv, um den Belastungen Stand zu halten. Die Vorbauten sind meist kurz, um Agilität zu gewährleisten und unterstützen so durch den Schwerpunkt die Geometrie für den Einsatz bergab. Pedale sind auch tendenziell auf Stabilität ausgelegt, also schwer und robust, um nicht beim ersten Kontakt mit einem Felsen kaputt zu sein. Verwendet werden Plattform Pedale mit Pins, um möglichst viel Grip zu gewährleisten. 

  

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