Doppelte Mieterhöhun zulässig?

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6 Antworten

Ist diese "doppelte Erhöhung" innerhalb eines solch kurzen Abstandes rechtens?

Ja das ist leider rechtens! Hier die Begründung:

Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete Die ortsübliche Vergleichsmiete wird abgeleitet aus den Mieten, die im Zeitraum der letzten 4 Jahre erzielt wurden. Diese Miethöhe ist also nicht identisch mit der aktuellen Marktmiete, sondern ist ein repräsentativer Querschnitt der Mietpreise, die für vergleichbare Wohnungen gezahlt werden.

Der Vermieter kann die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn die Miete in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert ist. Die bisherige Miete muss also zu dem Zeitpunkt, zu dem die Mieterhöhung eintreten soll, mindestens 15 Monate unverändert sein (§ 558 Abs. 1 BGB). Erhöhungen aufgrund von Modernisierungen sowie von Betriebskosten- und Kapitalkostenerhöhungen sind dabei ohne Belang. Außerdem ist die Kappungsgrenze bei der Mieterhöhung zu beachten.

Danach darf der Vermieter die Miete innerhalb von drei Jahren um nicht mehr als 20 Prozent erhöhen.

Mieterhöhungen wegen Modernisierung oder wegen gestiegener Betriebskosten werden bei der Kappungsgrenze ebenfalls nicht berücksichtigt.

http://www.finanztip.de/recht/mietrecht/mieterhoehung-grundlagen.htm

Also. Ich wohne seit September 2010 in dieser Wohnung, insgesamt somit 18 Monate. Die Begründung für die Mieterhöhung scheint mir hieb- und stichfest, da sich der Vermieter ebenfalls auf BGB § 558 beruft und den aktuellen Mietspiegel der Stadt als Grundlage für die Berechnung des qm-Preises heranzieht. Er hält auch die Deckelung auf 20% ein.

Bei der Umlage der Modernisierungskosten beruht er sich auf BGB § 554. Die Umlage von 11% der anteiligen Kosten auf die Jahresmiete ist an sich scheinbar auch rechtens.

Was ich bisher erfahren konnte ist allerdings, dass zwischen zwei Mieterhöhungen 3 Jahre vergehen müssen, richtig? Zwischen dem Eintreten der Mieterhöhung und der Fälligkeit der Erhöhung auf Grund der Umlage werden aber maximal 3 Monate liegen.

Ist eine Umlage von Modernisierungskosten ein Sonderfall, der nicht als Mietanpassung im eigentlichen Sinne zählt? Ist ein so kurzer Zeitabstand dann rechtens?

Danke schon mal für Eure Antworten!

hier hilft: http://www.mietrecht-einfach.de

BGB § 558, Abs.1 "Der Vermieter kann die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn die Miete in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert ist. Das Mieterhöhungsverlangen kann frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung geltend gemacht werden."

BGB § 558, Abs.3 "Bei Erhöhungen nach Absatz 1 darf sich die Miete innerhalb von drei Jahren, von Erhöhungen nach den §§ 559 - 560 abgesehen, nicht um mehr als 20 % erhöhen (Kappungsgrenze)."

Eine Anpassung wegen Renovierung ist möglich.

Generell müsste man aber zur Beantwortung wissen, wie lange du in einer wie großen Wohnung für welche Kaltmiete in welcher Gegend wohnst... Altbau/Neubau... Heizungsart...

nein, zudem ist die anpassung mit hinweis auf den örtlichen mietspiegel nicht gerecht fertigt.

die erhöhung um 11% kann er nicht durchsetzen, es muss ein zeitraum von 18 monaten dazwischen liegen

albatros 31.03.2012, 10:31

Zu Satz 1: Wieso nicht? Zu Satz 2: Die Miete soll nicht um 11% erhöht werden, vielmehr werden 11% der bereinigten Kosten der Modernisierung auf die Jahresmiete (davon 1/12 monatlich) aufgeschlagen. Dazu kommt, dass Modernisierungsmieterhöhungen nicht zeitlich reglementiert sind. Die vom Vermieter beabsichtigte Verfahrensweise ist rechlich zulässig und nicht zu beanstanden.

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Ja, der Vermieter darf so verfahren. Siehe auch mein Kommentar zur Antwort von larry2010.

Geh bitte mal auf die Seite von Wikipedia und gib das Stichwort "Modernisierungsumlage" ein.

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