Doppelmoral bei Leuten die wollen, dass Deutschland Flüchtlinge aufnimmt?

19 Antworten

Die Doppelmoral herrscht weniger bei den Leuten, die diese in Kinderarbeit hergestellten Sachen kaufen, sondern bei denen, die an der Kinderarbeit verdienen und ihren Reibach machen, u.a. deutsche Unternehmen, d.h. an unserem Wirtschaftssystem voller Doppelmoral und Scheinheiligkeit.

Sage mal einem arbeitslosen HartzIV-Empfänger, er solle gefälligst nicht solche billigen Sachen kaufen, damit seine Moral nicht leidet. Die geringste Reaktion wird sein, dass er dich auslacht...

Außerdem werden auch solche Sachen in Kinderarbeit für Hungerlöhne hergestellt, die hier TEUER angeboten werden.

Solange es Unternehmen gibt, die auf solche Art und Weise die Notlage in Drittländern ausnutzen, gibt es KEINE Veranlassung, die Käufer von Billigwaren zu diskreditieren.

Und nun bitte keine polemisierenden Angriffe auf die faulen Hartz!V-ler. Unter denen gibt es sehr viele, die einmal in der Lage waren, die Billiganbieter umgehen zu können und es auch getan haben.

Die Flüchtlinge haben hiermit nur mittelbar zu tun, wenn man es so sehen will.

"
u.a. deutsche Unternehmen, d.h. an unserem Wirtschaftssystem voller Doppelmoral und Scheinheiligkeit."

sehe ich genauso, wobei ich da nicht die Kleinunternehmer oder Kleinhändler in der Kritik sehe die selber sehen müssen wo sie bleiben sondern die Großunternehmer die immer mehr und mehr Gewinne wollen.

Wobei das auch dort nicht so einfach ist: Ich denke wenn man ganz auf faire Löhne aus ist wird man den Preis mitunter nicht so günstig halten können, d.h. man hat keine Chance gegen die Konkurrenz und muss vielleicht auch Mitarbeiter entlassen - also nicht immer eine einfache Situation und "den" Schuldigen wird man vielleicht gar nicht finden.

Ist also schon ein Spagat; aber es gibt ja z.b. in der Lebensmittelindustrie einige Firmen die das gut hinkriegen; von demher muss das kein generelles Problem sein.

Bei den Konsumenten könnte man höchstens denen etwas vorwerfen die da einfach "blind" konsumieren; ich denke wenn sich jeder Gedanken machen würde was er braucht und wirklich haben will, wo das herkommt usw wäre das schonmal ein großer Schritt in richtung bewusstes Einkaufen was dann vielleicht auch generell zu einer bewussteren Einstellung führt was sich auch in der Produktion wiederspiegeln kann.

"

Außerdem werden auch solche Sachen in Kinderarbeit für Hungerlöhne hergestellt, die hier TEUER angeboten werden."

richtig; weder teuer noch billig heißt automatisch schlechte Arbeitsbedingungen.

Man kann je nach Produkt, Produktion und Menge durchaus sehr billig verkaufen und trotzdem fair entlohnen und bei teuren Produkten heißt es ja nicht zwangsläufig das das Geld auch dort landet wo man es gerne hätte.

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Natürlich ist es nicht richtig, wenn Kinder für einen Hungerlohn arbeiten müssen. Zumindest mal nach unserem Verständnis ist das so. Nur ist es eben so, dass die Uhren eben nicht auf der ganzen Welt so ticken, wie bei uns hier in Deutschland. So sind soziale Sicherungssysteme in weiten Teilen der Welt nicht die Regel sondern die Ausnahme. In vielen Ländern der Erde ist es vollkommen normal, dass die Kinder mit zum Familienunterhalt beitragen.

Schon an dieser Stelle muss die Frage erlaubt sein, ob es besser ist, einen niedrigen Lohn zu bezahlen, als überhaupt keine Arbeit anzubieten. 

Deine Verbindung der Frage mit der Aufnahme von Flüchtlingen macht mich aber doch einigermaßen stutzig, ob es dir hier wirklich um die arbeitenden Kinder geht oder ob es hier nicht vielmehr um eine Diskreditierung von Menschen hier im eigenen Land geht.

Dazu solltest du wissen, dass die Produkte von allen, also auch von denen, die Flüchtlinge ablehnen, gekauft werden. Irgendwie macht diese Verbindung keinen rechten Sinn bzw. nur im "rechten Sinn" Sinn.

Nein ich bin bestimmt nicht rechts, im Gegenteil, ich bin sogar dafür, dass man Flüchtlinge aufnimmt. Trotzdem die Frage wieso manche Menschen aufeinmal ihre Meinung ändern (Flüchtlings Befürwörter) und andere genauso weitermachen, dafür aber kritisiert werden (Rechte).

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@Neutralis

Zunächst mal weisst du als Kunde nicht, wer dieses Produkt unter welchen Bedingungen hergestellt hat. Aus diesem Grund ist der von dir pauschal erhobene Vorwurf schon mal nicht haltbar.

Sorry, aber deine Fragestelung lässt genau auf das von mir geschilderte Motiv schliessen. 

Und zur Flüchtlingsdebatte: Eine generelle Zurückweisung der Flüchtlinge ist nicht möglich und auch nicht zulässig. Vom moralischen Standpunkt aus ist die Verweigerung unterste Schublade.

Vielmehr sollten wir uns Gedanken machen, wer unter welchen Bedigungen wie lange bleiben darf, wo bzw. wie er untergebracht wird und wer evtl. für immer bleiben darf und wie dieser dann zu integieren ist. Und natürlich müssen wir auch klar definieren, wer kein Bleiberecht hat und unverzüglich zurückgeführt wird.

Wir sollten nicht so sehr über das ob sondern vielmehr über das wie diskutieren.

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@Interesierter

Die Frage hat doch nichts mit rechtem Gedankengut zu tun. 

Diese Person fragt sich nur, wie das sein kann, dass wir auf der einen Seite für Flüchtlinge ein gutes Leben gewähren wollen. Wenn diese Menschen aber in ihrem Land bleiben, scheren wir uns kein bisschen über ihre Leben und ihre Arbeitsbedingungen. 

Ich sehe es aber auch so, dass man die Flüchtlinge nicht mit den aus Bangladesch arbeitenden Kindern vergleichen kann. Ich glaube nicht, dass so viele Flüchtlinge aus Ländern kommen, wo die Kinderarbeit so groß und stark verbreitet ist.. 

vielleicht habe ich aber auch nur keine Ahnung, weils noch nicht in den Medien gezeigt worden ist. 

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@Masuya

Es ist eben doch ein gewaltiger Unterschied, ob der Flüchtling hier vor unseren Toren steht und direkt bei uns um Hilfe ersucht oder ob der 3. Lieferant eines Subunternehmers einer internationalen Bekleidungskette seinen Beschäftigten keine ordentlichen Löhne zahlt.

Auf den ersten Fall haben wir direkten Zugriff, auf den zweiten nicht. Schon aus diesem Grund ist die Vergleichbarkeit nicht gegeben. Und ganz ehrlich, die Frage ist geeignet, Befürworter der Flüchtlingsaufnahme hier in ein schiefes Licht zu setzen, indem ihnen Doppelmoral vorgeworfen wird.

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@Interesierter

"
Vom moralischen Standpunkt aus ist die Verweigerung unterste Schublade. 
"

sehe ich persönlich auch so; eine generelle Verweigerung ist für mich moralisch nicht haltbar

"
Vielmehr sollten wir uns Gedanken machen, wer unter welchen Bedigungen
wie lange bleiben darf, wo bzw. wie er untergebracht wird und wer evtl.
für immer bleiben darf und wie dieser dann zu integieren ist

ie dieser dann zu integieren ist

richtig genau so ist es und genauso arbeitet man mit begrenzten Ressourcen um den maximal möglichen Nutzen rauszuholen und möglichst vielen helfen zu können ohne dabei unter eine gewisse Mindestleistungsschwelle zu kommen oder andere Probleme zu vernachlässigen.

Solche "Abwägungen" und Gedanken machen sieht man leider bei den Verantwortlichen meiner Meinung nach noch zu wenig und vor allen Dingen zu spät; für diesen Fall hätte man sich schon vor vielen Jahren Gedanken machen und Pläne aufstellen können dann wäre vieles einfacher verlaufen.

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@Interesierter

@interessierter und @Kayo 1548

______________Und zur Flüchtlingsdebatte: Eine generelle Zurückweisung der Flüchtlinge ist nicht möglich und auch nicht zulässig. Vom moralischen Standpunkt aus ist die Verweigerung unterste Schublade._____________



Von welcher Moral sprichst du hier konkret ??

Es ist aus der christlichen Moral Lehre heraus (und ich nehme doch an das du davon sprichst ,da  wir in einem Christlichen Kulturkreis noch sind ,oder von der her  unsere momentanen  Werte noch  stammen ) nicht von dir verlangt dass du andere Völker rettest auf kosten des  eigenes Volkes .

Zumal das Volk das hier einwandert diese  Werte,von denen her du argumentierst , nicht mal Ansatzweise  teilt (Syrische und Verfolgte Christen  und andere wirklich Verfolgte aus aller Welt ausgenommen )

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@Waldfrosch10

Es ist sehr schön erkennbar, wie du versuchst, die Fakten zu manipulieren. 

Zum Einen versuchst du den Begriff "Moral" zu untergraben. Wenn jemand mit nur einer Tasche in der Hand an unserer Grenze steht, können wir diesen Menschen nicht da stehen lassen. Wir müssen uns um ihn kümmern. 

Zum Anderen verwendest du hier das Wort "Volk" in Verbindung mit "einwandern". Hier wandert kein Volk ein. 

Wie wir damit dann umgehen, ob wir kurzfristig helfen, um eine Rückkehr zu ermöglichen, wenn die Sicherheitslage dies zulässt, ob jemand dauerhaft bei uns bleiben darf und welche Voraussetzungen dafür vorliegen müssen, das steht auf einem ganz anderen Blatt. 

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@Waldfrosch10

"
auf kosten des  eigenes Volkes

"

das zu tun wäre wohl aus fast jeder Moral heraus verwerflich, da man damit ja mehr Schaden zufügt als hilft;

aber darum geht es ja nicht - es geht ja darum das auf eine Art und Weise zu tun die nicht die Einheimischen gefährdert oder die Versorgung einschränkt.

Alles was das tut würde ich auch als Fehler bezeichnen.

Aber ich bin der Meinung wir können auf jedenfall bis zu einem gewissen Grad helfen ohne das das passiert.

"
nicht mal Ansatzweise  teilt 

"

auch Nichtchristen haben Wertvorstellungen und auch wenn jemand unsere Kultur und vielleicht nichtmal unsere Wertvorstellung teilt ist das für mich keinen Grund nicht zu helfen.

Auch aus christlicher Sicht sehe ich das so: wenn wir helfen aus direkten Selbstzweck heraus oder selektiv anhand der Religion bewerten wer die Hilfe verdient hat ist das meiner Meinung nach nicht sonderlich christlich

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@Waldfrosch10

und ich nehme doch an das du davon sprichst ,da wir in einem Christlichen Kulturkreis noch sind ,oder von der her unsere momentanen Werte noch stammen

Wir leben weder in einem christlichen Kulturkreis noch stammen unsere aktuellen Werte aus dem Christentum..

Menschenrechte wurden gegen den erbitterten Widerstand der Kirche erkämpft und durchgesetzt :3

Zumal das Volk das hier einwandert diese Werte,von denen her du argumentierst , nicht mal Ansatzweise teilt (Syrische und Verfolgte Christen und andere wirklich Verfolgte aus aller Welt ausgenommen )

Also sollten wir nur Christen aufnehmen, keine Moslems? Ist das wirklich dein ernst? o0

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@CalicoSkies

@CS

Nun dass du dich weder in  Historische Sachlicher  Kirchengeschichte  noch von den Werten des Islams  bis heute hervorgetan hast, ist ja nichts neues .

Daher ist es nur verständlich, dass du meine Argumente nicht nachvollziehen  kannst . 

Haupstsache Politische Korrektness, mehr wird in Europa ja auch nicht mehr  verlangt .

Ach, und wer andere "Gesinnungen dumm " nennen nötig hat wie du selbst  ,derjenige  hat wohl  sachlich gesehen ,das Problem mit dem sich erhöhen zu müssen .

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@Waldfrosch10

@Waldfrosch: Nein, unser Kulturkreis richtet sich nicht nach christlicher Moral, sondern nach den Allgemeinen Menschenrechten. Soviel zur moralischen Referenz. 

Zur Flüchtlingsfrage gibt es dazu noch die Genfer Konvention.

Und da ist ausdrücklich stipuliert, dass eine generelle Zurückweisung der Flüchtlinge nicht zulässig ist. Jeder Fall muss individuell geprüft werden.

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Die Gesellschaft ist die falsche Adresse für deine Fragestellung.
Das, was du hier ansprichst, musst du an die Politik richten, denn die ist es, die in Drittländern Infrastrukturen zerstört, um Absatzmärkte zu erobern.
Nicht jeder kann sich heraussuchen, was er wo kauft, weil es der Geldbeutel nicht zulässt.

Mit der Ausbeutung brauchst du aber gar nicht so weit gehen, die gibt es in Deutschland auch.
Ich denke dabei z. B. an Herz4-Empfänger, die für unter 2 € in der Stunde arbeiten müssen und oft gleiche Arbeiten verrichten wie Facharbeiter.
Und das hat System. An deutschen Schulen würde z. B. vieles zusammenbrechen, wenn die vielen Hausmeistergehilfen bundesweit, die für 1.50 - 1,75 in der Stunde die offiziellen Hausmeister unterstützen, auf einmal wegfallen würden.

Weiterhin möchte ich mich den Worten von Huckebein anschließen. LG.

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