Doppelhaushälfte kaufen, in 1 1/2 Jahren verkaufen und dann selber bauen?

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8 Antworten

Eine Doppelhaushälfte für 135.000 € muss, wenn sie nicht z.B. auf dem Land liegt, weit ab von allem, einen Haken haben. Für eineinhalb Jahre habt ihr erst einmal nur Kosten, geschweige denn, was ihr noch alles finden werdet. Wer sagt euch, dass ihr überhaupt jemanden findet, der den gleichen Preis oder evtl. mehr dafür bezahlt. Schon beim gleichen Preis habt ihr dabei nur Kosten gehabt, Grunderwerbssteuer, Makler-Kaution, Grundsteuern, Straßenreinigung, Hausversicherung, höhere Energiekosten als in einer Wohnung etc. Und dann kommt es auch noch auf die Lage der Immobilie an, Hauptverkehrsstraße, Einflugschneise, Industriegebiet, Kraftwerk in der Nähe, Autobahn nah, aber auch hörbar etc. Dann habt ihr auch noch ganz nah einen Nachbarn, und mit dem solltet ihr euch auch verstehen. Sinnvoll wäre es, wenn das Grundstück groß genug wäre, um dann auch darauf bauen zu können. Aufgrund der im Moment niedrigen Zinsen kann ich euren Wunsch gut verstehen, nur solltet ihr das alles bedenken und evtl. auch bereit sein, da erst einmal wohnen zu bleiben.

ankyy 05.10.2010, 11:04

Das Haus liegt mittem im Dorf in einer Sackgasse, ich kenne die Gegend und auch einige nachbarn in der Straße. Es ist ein Privatverkauf, kein Makler! Das Grundstück ist ziemlich klein, 262 m² , 100m² Wohnfläche. Drauf bauen fällt also schon mal flach.

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Es ist nicht sinnvoll, weil alleine die Nebenkosten beim Kauf einer Immobilie mindestens 6% betragen, die erst mal weg sind. Die müßten dann mit einem deutlich höheren Verkaufspreis refinanziert werden. Außerdem ist es fast unmöglich, eine Immobilie punktgenau zu verkaufen. Meistens zieht sich das mindestens über mehrere Monate.

Ich empfinde das als "Milchmädchenrechnung".

Vermutlich spekuliert ihr auf die im Moment recht günstigen Zinsen.

Meine Meinung:

Wenn ihr das Haus jetzt kauft, habt ihr es auch für diese Zeit "an der Backe". Wie der Immobilienmarkt in 1 - 1,5 Jahren aussieht, kann dir wohl niemand wirklich sagen können. Wenn ihr es nicht verkauft bekommt, habt ihr - im Falle einer doppelten Finanzierung ein Problem. Es sei denn, ihr könnt es euch leisten.

Habt ihr genügend Eigenkapital, dann lasst es doch auf der Bank für die Zeit fest angelegt und kassiert Zinsen, anstatt welche für den Hauskauf welche zu zahlen.

Wenn man jetzt mal (sehr vereinfacht) davon ausgeht, dass bei einem Prozent Tilgung in einem Jahr vielleicht 1600,00 € von der Darlehenssumme getilgt worden ist, demgegenüber aber um die 6000,00 € Zinsen gezahlt wurden, ist es wohl müssig. Die geleistete Tilgung kann man dann auch so ansparen, denn das diese "Starthilfe" auch ausreicht, wage ich zumindest zu bezweifeln.

Ob zudem noch die Möglichkeit besteht, die Spekulationssteuer zahlen zu müssen, weiß ich nicht, müsste dann aber geklärt werden. Auf jeden Fall habt ihr zweimal die Grunderwerbssteuer und die Notarkosten zu zahlen - und das kann man sich echt sparen.

ankyy 05.10.2010, 11:09

Was ist eine Spekulationssteuer?? Hab davon schon etwas gelesen, aber keine richtige Erklärung bekommen!

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niemandus 05.10.2010, 20:15
@ankyy

Die Spekulationssteuer wird dann fällig, wenn man eine Immobilie kauft und diese dann innerhalb kürzerer Zeit auch wieder verkauft. Wie lang der Zeitraum ist, weiß ich nicht, da müsste man sich dann noch mal kundig machen.

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Rechtsaussen 06.10.2010, 08:52
@niemandus

10 jahre, aber man muss erstmal gewinn machen, um spekusteuer zahlen zu müssen, also mehr bekommen, als man bezahlt hat und bei eigengenutzten immos fällt sie wohl gar nicht an

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ich glaube nicht, daß es geht, das Haus in so kurzer Zeit wieder zu verkaufen - es gibt doch irgendeine 10-Jahres-Frist ?! (kann sein, daß dies auch nur für Gewerbe gilt). ihr könnt doch das Haus kaufen und wenn ihr selbst bauen wollt, dann vermieten, dann habt ihr jeden Monat Geld für die Rückzahlung der Baukosten und könnt dann auch noch was von der Steuer absetzen, wenn ihr es vermietet.

ankyy 05.10.2010, 11:06

Beim Vermieten hätt ich angst, dass wir Probleme mit den Mietern haben! Keine Zahlung etc.

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Polo86 06.10.2010, 09:42
@ankyy

das kann natürlich vorkommen, jedoch wäre die Vermietung über einen Makler sicherer, als privat zu suchen. aber Du hast vollkommen Recht damit !

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also das Haus ist ziemlich klein für den Preis auf dem Land.Ich würde abraten,auch schon wegen der Spekulationssteuer und wegen der schon vorher angegebenen Einwände.

Find ich nur gut die Idee, wenn man ein Objekt nimmt, das man nachher gut vermieten kann und dann halt nicht verkaufen sondern vermieten, wenn ich baue. Kaufen macht wenig sinn, aus den gründen, die dir die anderen schon genannt haben.

Ich würden diesen Weg eher nicht gehen, denn es ist nicht sicher, dass die DHH zum gewünschten Zeitpunkt und ohne Verlust verkauft werden kann - mit der möglichen Folge, dass das Startkapital nicht (vollständig) verfügbar ist. In jedem Fall ist eine Vergleichsrechnung nötig, um zu sehen, ob sich alternativ eine Mietwohnung lohnt.

ankyy 05.10.2010, 11:04

Was meinst du genau mit einer Vergleichsrechnung?

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Cuxland 05.10.2010, 16:18
@ankyy

Fall 1: Die erste Berechnung listet ALLE Kosten auf, die im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Nutzung und dem Verkauf einer DHH entstehen, abzüglich des Erlöses beim Wiederverkauf. Fall 2: Die zweite Berechnung listet die im selben Zeitraum entstehenden Mietkosten auf.

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Das ist OK, wenn du die Finanzierungslücke zwischen Hausverkauf und eigenem Neubau überbrücken kannst.

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