Dominanten Charackter durch Erziehung möglich?

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6 Antworten

Der Mensch ist kein Hund - noch nicht - und selbst bei Hunden hat sich schon mancher Halter im Charakter getäuscht, den er ihm anzuerziehen geglaubt hat. Wie lange basteln bereits Pädagogen "wissenschaftlich" an Erziehungskonzepten? Und was kommt dabei heraus? Mit fortgeschrittenem Alter kennt man genügend Eltern, die an den Grenzen der Erziehung verzweifeln. Jede Fachwissenschaft - ob Pädagogik, Psychologie oder z.B. Soziologie gibt andere Antworten. Manche fühlen sich, wenn sie nur genügend Enten beobachtet haben, ermächtigt, auch Auskunft über Menschen geben zu können. Deine Aussagen, dass sich der Mensch der Umgebung anpasst, sind zu allgemein. Für die einzelne Person und ihre Erziehung kommen konkrete Fragen des Warum, des Wann, des Wie, des Wie stark und des In welche Richtung. Außerdem ist es ein Riesenunterschied, ob ich jemanden eine bestimmte Lebensphilosophie lehre oder seinen Charakter formen möchte. Ersteres ist theoretisch möglich. Doch schon der gute Seneca musst mit seinem Zögling Nero erleben, dass die stoischen Lehren der Selbstbeherrschung wenig fruchteten. Und wie weit man einen Charakter "formen" kann ist mehr als umstritten. Wahrscheinlich ist wahr, dass keine Erziehung fruchtet, bei der Lehre und praktisches Beispiel im eigenen Verhalten grass auseinander gehen. Doch das haben noch nicht mal unsere Elitepolitiker begriffen.

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In gewisser Weise leider schon. Genug Eltern erreichen das, indem sie ihrem Kind immer wieder erklären, daß es das Beste sei und andere ihm gar nichts zu sagen haben. Allerdings nennt man das Ergebnis und das, was du beschreibst nicht dominant, sondern arrogant.

Allerdings gibt es bei der Erziehung von Kindern keine Garantie für das Ergebnis, denn im Gegensatz zu Hunden durchlaufen sie irgendwann in der Pubertät Phasen, in denen sie ihr Wertesystem überprüfen. Da werden dann wohlerzogene, nette Kinder zu unerträglichen Blagen und gelegentlich der rotzfreche kleine Pöbel von nebenan ein netter Kerl. Bei Kindern sind Eltern eben irgendwann nicht mehr das einzige soziale Regulativ, und wenn sich die Eltern zu einem solchen erklären, tun sie dem Kind auch keinen Gefallen.

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In dem Moment wo ein Mensch erzogen wird, wird der Versuch unternommen etwas vollkommen einzigartiges zu etwas zu formen das es schon gibt. Es ist der Versuch einen Menschen in eine Form zu pressen, ob mit guten, bösen oder neutralen Absichten.

Wenn du dein Kind dazu bekommst dir alles zu glauben und nach deinen Vorstellungen zu sein, zu dem zu werden was du für gut und nützlich hälst, ist das Kind nichtmehr es selbst. Eltern sollten bemüht sein dem Kind Fertigkeiten zu vermitteln, keine Charakterzüge.

Dominantes Verhalten kann bei jedem Menschen der sich seiner Stärke bewusst ist, Vertrauen in seine Fähigkeiten hat und den Willen hat diese auch auszuleben, beobachtet werden. Wenn du deinem Kind entrichterst es sei das beste und könne alles erreichen, wirst du keinen dominanten sondern einen narzistischen Charakter formen, grenzenlose Selbstsicherheit und fehlende Akzeptanz/Wahrnehmung der eigenen Unzulänglichkeiten sind Grundzutaten. Natürlich ist das nur eine narzistische Facette, das kann auch ganz anders ausschlagen.

Einen "Rambo" zu erziehen ist möglich. Das entspräche einer antisozialen Persönlichkeitsrichtung, und ist durch Gewalt, Erniedrigung und Vernachlässigung zu katalysieren. Natürlich ist es dann "vorteilhaft" wenn man das Kind für unempathisches, eigenütziges und rücksichtsloses Verhalten belohnt - z.B indem das Kind durch Lügen keine Strafe bekommt, aber für die Wahrheit schon. Wenn das Kind stehlen muss weil es auf Nachfrage nie etwas bekommt, wenn das Kind nur Spielsachen zum Spielen hat wenn es seinen Mitgeschwistern diese entwindet.

Welches Interesse sollte jedoch ein gesunder Mensch, der es gut mit seinen Kindern meint, daran haben ein solches Monster zu erschaffen?

Selbst wenn antisoziale Persönlichkeiten häufig große Macht erlangen (weil sie diese ohne Umwege und Rücksicht verfolgen) so sind diese Persönlichkeiten im inneren zersplittert und zerrissen.

Und übrigens, Hunde können sich bei Menschen gut einfinden, aber Menschen können schlecht unter Wölfen leben, es sei denn als Anführer oder Kleinkind/Baby. Daher ist dein Vergleich dieser beiden Spezies zumindest.. fragwürdig. Menschen und Hunde haben unterschiedliche Psychen.

Ich hoffe das genügt dir als Antwort.

Liebe Grüße Xira

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Beim "Kampfhund" ist es aber nicht der Charakter der ihn kämpfen lässt, sondern einzig die Führung und Agression seines Erziehers.

Sie werden von klein auf dazu trainiert, Aggressionen zu zeigen. Auch körperliche Gewalt nutzen viele Halter bei der "Erziehung", somit tun sie was ihnen anerzogen wurde, auch wenn es ihrem eigentlichen Charakter nicht entspricht.

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JohnRay1999 25.06.2014, 01:21

Genau so ist es dann auch mit den Kindern in der 3 . Welt besispielsweise gleichzusetzen. Ein Kind, der z.b von Kindesauf in armen Verhälnissen aufwächst als wenn man ihn ins kalte Becken schmeißst und er muss um sein Leben kämpfen, durchlebt viel härtere Überwindungen. Bei der Taliban ist es so, dass sie versuchen ihre Kinder so früh wie möglich nach ihren Interessen zu erziehen und führen Foltermethoden an ihren Gegnern vor den Augen ihrer Kindern durch. Steckt man nun so ein Kind der so eine Erziehung genossen hat mit in die Klasse von normalen durchnittlichen Kindern in diesem Land, würden ihm hier alle wie Weicheier vorkommen.

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Dein Kind ist kein Hund und du hast eine grauenhafte Orthoghraphie.

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warum wußte ich. daß ich zuerst nachsehen mußte, daß das dseine erste Frage ist.

natürlich kann man auch Menschen abrichten...

Der Begriff Taliban ist dir sicher bekannt

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