Domainrecht: Firmendomain auf Webdesigner registriert

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Du schreibst doch selbst, dass Du die Domain nur im Auftrag registriert hast. Damit gehört sie bestimmt nicht Dir. Die Frage muss lauten, ob Du ein Zurückbehlatungsrecht hast, bis Deine Rechnung bezahlt ist und ob so etwas überhaupt möglich ist. Das ist natürlich auch schwierig zu beantworten, wenn die ganze Beauftragung stritig ist.

Aber dasselbe Problem hat natürlich auch Dein Auftraggeber. Weshalb soll er DIch beauftragt habem die Domain zu registrieren, wenn es keinen Auftrag gab. Schriftlich oder mündlich ist dabei vollkommen irrelevant, macht nur alles viel schwerer zu beweisen. Gibt es denn keinen E-Mail-Verkehr oder ähnliches, woraus sich das eine oder andere schließen läßt?

Klar gibt es Email Verkehr incl. Angebot von mir. Aber keine schriftliche Zusage des Auftraggebers.

Das Problem ist das ich einer von drei Teilhabern war, aus anderen rechtlichen Gründen aber zu dem Zeitpunkt nicht vertraglich eingebunden. Der jetzige Inhaber wollte alleinige Sache machen und hat beide anderen Partner sagen wir "übervorteilt"...

Als Rückendeckung hätte ich natürlich die Aussage des anderen Partners.

Dein Tip ist aber gut: Stimmt -- warum sollte er mich beauftragen die Domain zu registrieren ohne die Webseite zu beauftragen.

Die Domain wurde nur schon registriert um sie zu sichern. Dort ist nur eine under construction Seite derzeit. Die Programmierung erfolgte natürlich lokal.

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@MyFloridaBlog

Hmm, so sieht die Sache aber schon ganz anders aus. Er könnte behaupten, dass Du die Domain registriert hast, da angedacht war, dass Du ein Mitgründer wirst. Da das aber nun nicht mehr in Frage kommt, möchte er die Domain jetzt haben.

Auch die Frage nach Bezahlung der investierten Stunden rückt damit in ein anderes Licht. Es wird dann ja wohl keinen konkreten Auftrag gegeben haben, was für die Erstellung der Website an Dich bezahlt wird, oder? Ist natürlich für Dich ärgerlich, da Du bestimmt in dem Glauben daran gearbeitet hast, dass Du das für ein Unternehmen tust, an dem Du beteiligt bist.

Andererseit stellt sich die Frage danach, ob ihr die Firmenidee beispielsweise gemeinsam entwickelt habt und ob nicht alle drei einen Anspruch auf Domain etc. geltend machen können. insofern könntest Du Dich quasi mit einer Art Abfindung ausbezahlen lassen. Die Frage lautet also, ist es denn "sein" Firmenname" oder Euerer gemeinsam?

Du solltest Dir für eine Auseinandersetzung daher genau überlegen auf welchen Standpunkt Du Dich stellst. Bist Du Auftragnehmer für die Erstellung der Website oder bist Du ehemaliger Teilhaber, der seine Rechte für eine Art Abfindung abtritt.

Ich bin allerdings kein Rechtsanwalt, sondern plaudere nur frei aus meiner Erfahrung heraus ;-)

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@Lattepfosten

im Prinzip bin ich beides, da ich ein eigenes Unternehmen habe welches sich mit Webdesign und Marketingberatung beschäftigt. Es war klar abgesprochen das die Webseite durch mein Unternehmen erstellt und abgerechnet wird. Ich hatte dazu auch ein schriftliches Angebot erstellt.

Die mehreren hundert Stunden die ich sonst ins Unternehmen 2013 gesteckt habe, habe ich bereits unter Erfahrung verbucht. Firmenname war eine gemeinschaftsidee, genau wie z.B. das Logo, etc.

Mir geht es mehr um eine symbolische Summe, als um meine Bereicherung.

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Es handelt sich um zwei verschiedene Titel:

  1. Domain-Inhaber
  2. Zahlungsverzug

Selbstjustiz gibt es nicht nur nicht, sie ist sogar strafbar. Eine Zurückhaltung kann Dich teuer zu stehen kommen. Du solltest die Domain unverzüglich aushändigen, bevor Du eine unnötig teure Klage am Hals hast. 

Was Deine Rechnung anbelangt, musst Du die eben einklagen. Allen Angaben nach ist das Recht auf Deiner Seite. Oft ist es in solchen Fällen sogar so, dass die Richter den Wert der Leistungen höher ansetzen als die Grafiker.

Rechtlich wirst du hier keine konkrete Antwort bekommen, da dies nur ein Anwalt darf. Soweit ich weiß: Mündliche Verträge sind auch gültig, sind allerdings schwer zu beweisen. Entscheidend dürfte hier sein wie die Absprache war, den um ein Webdesign zu entwerfen benötigt man keine Domain. Wenn es sich um einen eingetragenen Namen handelt kannst du als Inhaber der Domain sogar recht schnell anwaltliche Post bekommen.

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