Dolmetscher dje?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Also, Dolmetscher übersetzen, ganz richtig. Ich habe in Japan Dolmetscher kennengelernt, aber da die Sprache unglaublich schwierig ist und die Japaner auch kein großes Interesse an Einwanderern haben, sind die meisten Übersetzer, die in Japan leben, Japaner.

Du würdest also eher in Deutschland oder englischsprachigen Raum arbeiten. Englisch ist sowieso wichtig, da du ja zwangsweise international arbeiten wirst. Ich denke, neben den Büro Tätigkeiten (also Texte übersetzen) kannst du natürlich auch direkt übersetzen. Zum Beispiel auf Konferenzen, Sportübertragungen, für Nachrichtensender... Damit wärst du dann unterwegs.

Ich glaube, dass viele Dolmetscher freiberuflich arbeiten, aber sicher bin ich mir nicht. Auf jeden Fall ist chinesisch die bessere Wahl, da es als "Weltsprache" gilt im unternehmerischen Sinne. Und klar, du solltest natürlich sprachen wählen, die du gut findest und wo du Freude hast... Aber natürlich solltest du auch an die langfristige Zukunft denken. Also ruhig mal informieren, was interessant ist auf Dauer.

Da du noch jung bist, hast du zum Glück etwas Zeit. Aber was du auf keinen Fall tun solltest, ist die Sprache "sich selber beibringen". Vor allem im japanischen können da unendlich viele Fehler entstehen, weil es eine komplizierte Sprache ist. Du solltest auf jeden Fall Kurse besuchen, später auch mal Sprachkurse im Ausland mitmachen oder direkt einen Muttersprachler als Lehrer suchen. Das gilt für alle sprachen, denke ich. Von Grund auf erst einmal RICHTIG lernen und später Vokabeln pauken, etc geht natürlich alleine. Zumindest wenn man das System der Sprache schonmal verstanden hat.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg auf deinem Wege.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Erstmal solltest du klaeren, was ein Dolmetscher macht und was ein Uebersetzer macht. Die beschaeftigen sich zwar beide mit mindestens zwei Sprachen, aber tun im Grunde ein bisschen was anderes. Abhaengig davon, womit man dann spaeter sein Geld verdient, kann es sein, dass man mehr oder weniger beide Positionen einnehmen muss, man wird aber wohl immer irgendwie einen Hang zu einer der beiden haben, denn dafuer sind teilweise andere Fertigkeiten von Noeten.

 

Dann sollte man den Spracherwerb nicht einfach so auf die leichte Schulter nehmen. Wichtig ist, dass die betroffenen Sprachen alle (inkl. der eigenen Muttersprache und Englisch) auf einem sehr hohen, im Beruf verwendbaren und mit einem Muttersprachler nahezu gleichzusetzenden Niveau beherrscht werden. Dazu muss man viele Jahre investieren und zu den Besten gehoeren -- und das schaffen nicht viele.

Fuer gesellschafts- und berufstaugliches Japanisch sollte man so 8-10 Jahre einplanen. Voraussetzung sind qualitativ hochwertige Sprachkurse (in den ersten 4-5 Jahren, z.B. an einer Universitaet), Fleiss (bis man tot ist) und ein gut genutzter Auslandsaufenthalt (nach den ersten Lernjahren). Dieser sollte dann angesetzt werden, wenn man dazu in der Lage ist, sich mit gutem Willen des Gespraechspartners in Lehrbuchsprache zu verstaendigen. Nur dann hat man die passenden Werkzeuge an der Hand, um sich entsprechend weiterzuentwickeln -- sich einfach berieseln zu lassen ist naemlich der denkbar schlechteste Weg, um als Nicht-mehr-Neugeborenes eine Sprache zu lernen.

Was auch immer ganz gerne vergessen wird, ist, dass es nicht einfach reicht ein Grammatikbuch und ein Woerterbuch auswendig zu lernen, sondern, dass zur Kommunikation weitaus mehr gehoert. Man hat nicht ploetzlich ausgelernt, nur weil die gewaehlte Lehrbuchreihe zu Ende ist. Und selbst wenn die zu Ende ist, ist man noch lange nicht gut, denn Lehrbuecher decken nur einen minimalen Prozentsatz von dem ab, was eine Sprache ausmacht.

Erlernen des Umgangs mit Einheimischen, das Kennenlernen von natuerlichem Japanisch (dadurch, dass man im Land damit in Kontakt kommt), sowie eine gewisse Gewoehnung nehmen den groessten Teil des Spracherwerbs ein (wenn man beabsichtigt da irgendwann mal mit arbeiten zu wollen) und sind gleichzeitig der Teil, an dem ein Grossteil der Lerner scheitert.

Anime sind uebrigens alles andere, als eine einfache Quelle. Das Sprachverstaendnis sollte schon entsprechend hoch sein, um aus diesen Quellen das meiste herausholen zu koennen.

 

Man sollte sich darueberhinaus einen Gefallen tun und sich stark auf die eigene Muttersprache und EINE weitere Sprache konzentrieren. Englisch wird immer irgendwie mitspielen (weshalb man das auch beherrschen sollte), man sollte sich aber nicht unbedingt als Universaluebersetzer oder Universaldolmetscher anbieten, der ein halbes Dutzend Sprachen kann. Man muss naemlich nicht nur die entsprechenden Sprachen sehr gut beherrschen, sondern auch in der Lage sein, sich Informationen in der Sprache (beispielsweise fuer ein Projekt, mit dem man beauftragt wurde) zu beschaffen und sollte bestmoeglichst auch einen Fachschwerpunkt haben, sodass man dann irgendwann Anlaufstelle Nummer 1 fuer Uebersetzungen oder Dolmetschauftraege in diesem Gebiet wird.

Uebersetzungen jeglicher Art sind harte Arbeit. Das geht nicht einfach so von der Hand, nur weil man in der Schule gerne Sprachen gemacht hat. ; )

Jobs kann man damit finden. Man muss nur gut genug sein und zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Aber mach doch erstmal Abitur und Studium. Dann kannst du weitersehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?