Dobermann Rüde oder Hündinn?

5 Antworten

Die Geschlechter tragen vom Wesen her zu nichts bei. Jeder Hund hat seine eigene Eigenschaft und mit welchem Hund du klar kommst musst du herausfinden.

Es gibt keine Regeln. Jeder Hund ist für sich eine eigene Persönlichkeit. Zudem hängt es stark von der Rasse ab. Eigenlich kann ich nur über meine Erfahrungen mit Schäferhunden sprechen.

Weibchen sind in der Regel besser lenkbar und ordnen sich schnell unter, wenn man als Halter konsequent, bestimmt und vorbildlich agiert. Rüden neigen eher dazu, die eigenen Grenzen immer wieder mal austesten zu wollen und wollen gerne alles unter Kontrolle haben.

Ob ein Hund dominantes Verhalten dem Halter gegenüber zeigt ist nicht abhängig vom Geschlecht sondern von der sozialen Kompetenz des Halters.

Domantes Verhalten zu anderen Hunden ist etwas ganz anderes und sehr stark abhängig wie sich beide begegnen. Treffen 2 unkastrierte Rüden mit Domanzgehabe aufeinander, kann es zu kleinen Rauffereien kommen. Sind beide Rüden gut sozialisiert, wird es meist glimpflich ausgehen.

Unkastrierte Weibchen werden läufig... unkastrierte Rüden können "Liebeskummer" entwickeln, wenn eine läufige Hündin in der näheren Umgebung ist.

Gehe mal davon aus, dass Dobermänner und Doberfrauen sich ziemlich gleich verhalten.

Ich hatte bisher 3 Hündinnen. Seit drei Jahren hab ich endich meinen Traumrüden, Vor 2 Jahren kamen dann noch zwei Hündinnen und ein Rüde dazu. Also ich hab da so meine Erfahrungen.

Ich kann jetzt nicht bestätigen, dass die Hündinnen leichter zu führen sind. In der Ausbildung waren alle gleich lernbereit und auch schnell von Begriff. Aber mein großer Oskar ist manchmal schon etwas stur. Und unsere kleinste, die Luzzi ist manchmal etwas ängstlich. Wenn es ums scmusen geht, da gibt es schon unterschiede beider Rassen. Die Hündinnen wollen am liebsten den ganzen Tag gekuschelt werden. Die Rüden halten sich da ein wenig zurück. Sozialverträglicher sind bei uns eher die Rüden. Die Hündinnen mucken schon etwas mehr auf. Shila möchte immer sofort klar machen, dass sie die Chefin ist. Luzzi bellt jeden Hund erst mal an. Da sind die Rüden eher gelassener.

Bei den Hündinnen ist es natürlich zu beachten, das sie zweimal im Jahr Läufig werden. Auch die dann folgende Scheinschwangerschaft kann für einige Hündinnen sehr belastend sein. Auch wenn man sich für eine Kastration entscheide, kommen mehr Kosten auf einen zu, wie bei einem Rüden. Die Rüden sind da eher pflegleichter. Aber auch nur so lange, bis keine läufige Hündin in der Nachbarschaft ist. Auch das ständige m,arkieren kann nerven. Dafür ist die Kastration aber billiger und nicht so aufwändig.

Ich hatte bis zu meinem 30. Lebensjahr immer Hündinnen. Damals, als ich noch Zuhause wohnte, bestand mein Stiefvater darauf, dass es nur eine Hündin wird, weil die Rüden bockig, aggressiv usw. wären. Also nam ich eine Hündin. Mein zweiter Hund wurde wieder eine Hündin, ds war aber einfach, weil die Kleine mir gefallen hat. Mein dritter Hund war auch eine Hündin, mehr aber aus Zufall. Jetzt, mein vierter Hund wählte ich mir sehr bewußt aus. Diesmal sollte es endlich ein Rüde sein. Jetzt ist er da und ich finde ihn klasse.er hat alles, was man Rüden so nachsagt. Er markiert für sein Leben gern, mag heiße Hündinnen, ist Stur,. Aber er ist mein Traumhund.

Verallgemeinern kann man das wie immer nicht wirklich. Zwar kann man sagen, dass Rüden etwas dominanter was Revierverhalten und Markieren sind und Hündinnen eher zum "zicken" neigen, Ausnahmen bestätigen aber die regel ;) Es kommt auf den einzelnen Hund an.

Das Dominazverhalten hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.

Unterschied der Geschlechter sind mehr so Dinge wie eben Läufigkeit etc.

Manche Leute behaupten, dass Hündinen einfacher sind. Ich finde das absolut nicht und es gibt auch keinerlei Studien, die das in irgendeiner Form behaupten.

Vielmehr mußt Du Dir Gedanken machen, ob Du die Bedürfnisse eines Dobis wirklich stillen kannst. Dobis sind Energiebündel. Sie müssen ausgepowert werden - körperlich und geistig. Sie brauchen eine sehr konsequente Erziehung. Jeder Fehler merkt sich der Dobi und das verdammt lange.

Dobis ist die Königsklasse der Erziehung. Und die Erziehung sowie das konsquente Handeln gilt für das ganze Leben. Das ist anstrengend und es muß einem liegen.

Hast Du Dich über die Rasse kundig gemacht? Hast Du einige Dobis und deren Besitzer kennen gelernt? Das ist wirklich wichtig - denn Theorie und Praxis sind zweierlei Dinge.

Wir hatten einen Dobermann. Wir haben vorher sehr viel gelesen und uns über die Rasse informiert. Aber ganz ehrlich, es war viel extremer als alles was wir gelesen haben, da wir es einfach anders interpretiert hatten.

Er braucht unglaublich viel Auslauf - aber auch so Dinge wie Fährte laufen etc. damit er ausgepowert ist und nur ein ausgepowerter Dobi ist ein zufriedener Dobi und nur dann geht ein gescheites Zusammenleben.

Überlege es Dir wirklich x-mal. Ich habe meinen Dobi geliebt, dennoch würde ich mir nie wieder einen holen. Ich habe jetzt zwei Hunde (American Bulldogg und Saarloos Wolfhund). Unser Dobi war 1000mal anstrengender als meine jetzigen Zwei.

LG

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