DNA unter dem Mikroskop

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DNA ist als Molekülfaden viel zu dünn für ein Lichtmikroskop. Gerade noch erkennbar sind Metaphasenchromosomen, wenn sie angefärbt sind. Das macht man aber in Zellschnitten, die entsprechend präpariert sind. z.B. Orceinfärbung von Zwiebelwurzelspitzen, die nach 1 Tag Kühlschrank eine halbe Stunde in warmem Wasser standen und dann fixiert wurden.

Leg sie auf einem Objektträger und mach n Deckglas drauf. Aber da wirst du nicht viel sehen. Nur weißen schmodder. DNA ist eine molekulare Struktur und kann somit ( auch wenn schlecht) nur unter dem Elektronenmikroskop angeschaut werden

Besitzt du ein eigenes Raster-Elektronenmikroskop?

Denn unter dem Lichtmikroskop kannst du da lange suchen. Ich hoffe, dir ist klar, dass es sich bei der DNA um ein Makromolekül mit einem Durchmesser vo etwa 2nm handelt - und da sehe ich schwarz.

Im Mikroskop können üblicherweise Objekte in der Grössenordnung ganzer Zellen betrachtet werden, angefärbte (DNA-reiche) Zellkerne und Detailstrukturen innerhalb der Zelle lassen sich sehr hübsch in einem hochwertigen Fluoreszenzmikroskop visualisieren - und doch erscheinen die Zellkerne dabei als diffuse, fluoreszierende Masse.

Selbst Forschungs-UV-Mikroskope mit einer Auflösung von <200 nm sind aber meilenweit davon entfernt, die molekulare Struktur der DNA-Helix auflösen zu können.

Unter dem REM hingegen geht mit Lösungen gar nichts, es bedarf aufwendiger Kunstharzpräparate und eines Mikrotoms für entsprechende Dünnschnitte.

Trotzdem viel Spass beim Experimentieren.

REM ist hier auch keine Lösung. Um ein REM zu benutzen muss eine elektronenreflektierende Oberfläche vorhanden sein. Dazu benutzen wir eine Goldschicht, die auf die Struktur angebracht wird. Was oft zur sichtbarmachung der DNA verwendet wird ist ein TEM.

Aber du hast recht. Richtig anschauen kann man die DNA nicht.

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