DNA und RNA

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Also ganz einfach: Die DNA ist das Original und verbleibt immer im Zellkern. Sie ist wie eine Strickleiter (= @Doppel-Helix) aufgebaut. Die Seiten der Strickleiter besten aus 2 Bausteinen a) der Phosphorsäure b) der Desoxyribose (= Zuckerart) Die Sprossen der Strickleiter bestehen aus 4 Basen Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin. Diesen Basen bilden immer 2 jeweils eine Sprosse. A + T sowie G + C gehören zusammen. Wenn eine Zelle sich teilt, muss der DNA - Strang verdoppelt werden. Die Strickleiter wird dann mit einer Enzym (sozusagen wie mit einer Schere) an den Sprossen aufgetrennt, so dass zwei Teilstränge entstehen. An diese Teilstränge lagern sich dann jeweils wieder die passenden Bausteine (Basen) an. Diese Komplettkopie des DNA-Strangs nennt man Replikation. Die RNA kommt nur ins Spiel, wenn nicht der ganze DNA-Strang kopiert wird, sondern nur ein Teilstück. z.B. Der Körper benötigt den genetischen Bauplan für Hämoglobin (= Farbstoff der roten Blutkörperchen.) Der Teil der @Doppelhelix, auf dem die gewünschte Information sitzt, wird aufgespalten. Es wird nicht die gesamte Erbinformation kopiert, sondern nur die Info für z.B. Hämoglobin. Die RNA ist immer einsträngig. Bei der RNA wird die Base Thymin durch die Base Uracil ersetzt.Die RNA kann im Gegensatz zur DNA den Zellkern verlassen. Diese kurzen Stücke nennt man auch mRNA (= engl. Messenger RNA/ BotenRNA). Diese werden vom Zellkern an die Ribosomen verschickt. In den Ribosomen wird mit der Information aus der RNA (Blauplan) dann Proteine (Eiweiß) also z.B. Hämoglobin)hergestellt. Da der genetische Code in den Eiweißcode übersetzt wird, heißt dieser Vorgang Translation. Den den genetischen Code der RNA/DNA kann man sich ein bisschen wie eine Geheimschrift vorstellen. Immer 3 Basen der RNA bilden den Code (=Codon, Basentriplett)für eine Aminosäure. Aminosäuren sind die Einzelbestandteile für ein Protein. Es gibt insgesamt 20 Aminosäuren. In den Ribosomen werden also immer 3 aufeinanderfolgende Basen der RNA abgelesen und die passende Aminosäure an das entstehende Proteinmolekül angebaut.Den genauen Code kannst du der "Code-Sonne" entnehmen, die ein deinem Biobuch abgebildet sein müsste. Man liest sie von innen nach außen. Doch wo kommen jetzt die Aminosäuren her? Diese sind an die sogenannte tRNA (transportRNA)gebunden. Die tRNA schwimmt frei im Zellplasma rum, besteht aus nur 3Basenpaaren und ist eben die Trägersubstanz für Aminosäuren. Bei Bedarf werden sie von den Ribosomen angefordert. Die tRNA bildet sozusagen das Gegenteil (Anti-Codon) zum abgelesen m-RNA-Stück (Codon). Ich hoffe, dass das Fachwortdickicht ein wenig verständlicher wurde

Wow, danke. Das ist zwar fast schon ein bisschen zu ausführlich, aber ich habs verstanden, und das kann ja nicht schaden ;) Vielen vielen Dank!

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@Lllena

Schöne Antwort, an der ich nur eine Sache ergänzen möchte:

Bei der Verdopplung der DNA lagern sich die Basen nicht einfach nur an die Einzelstränge an, sondern werden über ein weiteres Enzym miteinander verknüpft.

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@Jabba

Könntest du auch erklären, was die RNAund DNA-Replikation sind?

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Proteinbiosynthese, Text richtig?

Ich muss morgen eine Hausaufgabe über die Proteinbiosynthese abgeben und wollte Fragen ob nochmal jemand drüber schauen kann, damit ich evtl. Fehler noch abändern kann. (10.Klasse / G8)

Transkription: Bei der Transkription wird die m-RNA an den Ribosomen in eine Kette von Aminosäuren übersetzt. RNA-Polymerase entwindet den Teil der DNA, des zur Bildung des jeweiligen Proteins benötigt wird und teilt diesen in 2 Einzelstränge. RNA-Polymerase liest den codogenen Strang von 3' nach 5' und synthetisiert die mRNA von 5' nach 3'. Indem sie die komplementären Basen zu den Basen des codogenen Stranges verknüpft. Als komplementäre Base zu Adenin wird Thymin durch Uracil ersetzt. Der Promoter gibt an welcher DNA-Abschnitt, welcher Strang und in welcher Richtung transkribiert werden soll. Eine Stoppsequenz beendet den Vorgang. Die m-RNA verlässt durch die Kernporen den Zellkern und kann nun an den Ribosomen in eine Kette von Aminosäuren übersetzt werden.

Translation: Zuerst setzen sich die beiden Untereinheiten des Ribosoms am Startcodon (AUG) der m-RNA zu einem funktionstüchtigen Protein zusammen. An der Anbindungsstelle des Ribosoms dockt nun die erste t-RNA an. Die t-RNA trägt das zum Codon der m-RNA komplementäre Anticodon, und an der anderen Seite die passende spezifische AS. Sobald das Ribosom um ein Basentriplett an der m-RNA (5'-3') weitergerückt ist und die erste AS an der Mittelstelle ist dockt schon die nächste an der Anbindungsstelle an. Rückt das Ribosom nun noch ein Basentriplett weiter, wird die AS der ersten t-RNA an der Mittelstelle mit der AS der zweiten t-RNA verknüpft. Die erste AS ist nun an der Abgangsstelle. Rückt das Ribosom ein weiteres Basentriplett weiter wird die AS der dritten t-RNA mit den anderen beiden an der Mittelstelle verknüpft. Die nächste t-RNA dockt an der Anbindungsstelle an. Die erste AS verlässt nun Ribosom und m-RNA und kann eine neue spezifisch AS binden. Mehrere Proteinen können jeweils 1 Protein synthetisieren.

Spleißen: Die bei der Transkription entstandene m-RNA ist bei Eukaryoten ungleich länger als bei Prokaryoten. Das liegt daran, dass es sich bei den Eukaryoten um einen Vorläufer, die prä-mRNA handelt, die Vorher noch in eine funktionsfähige m-RNA umgewandelt werden muss. Das passiert durch Spleißen. Nur einige Abschnitte der prä-mRNA, die Exons, enthalten Informationen für das Protein. Die dazwischenliegenden Introns enthalten keine Informationen für das gewünschte Protein und werden nicht benötigt. An Vorbestimmten Stellen werden sie von Schneideenzymen zu Schleifen zusammengelegt und rausgeschnitten. Die Exons werden dann zur reifen mRNA verknüpft. Ein bestimmter Teil der DNA der Eukaryoten kann durch das Spleißen für mehrere Proteine codieren. DNA- Abschnitte die für das eine Protein Introns sind können also für andere Proteine von Bedeutung sein.

Danke fürs Lesen Ballonion

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