DIY Audioverstärker?

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6 Antworten

Hallo Simon482,

Da du Vorkenntnisse besitzt, verstehst du sicher das Ohmsche Gesetz. Es gibt praktische Online-Rechner, die mit Widerstand, Spannung, Strom und Leistung umgehen können und wo du dein Projekt innerhalb von 10 Minuten mal eben durchrechnen kannst. Danach kannst du entscheiden, ob du es so wie hier beschrieben umsetzen kannst oder ob du daran einige Änderungen vornehmen musst.

http://www.qsl.net/d/dh7uaf/elektronikbastelseite/puri/puri.html

  • Die Spannung, mit der du den Amp versorgen möchtest, sind also 12 Volt Gleichspannung.
  • Da du ein Bandpass-Filter beschreibst, dass in etwa dem Frequenzbereich eines Subwoofers entspricht (Tiefpass wäre es nur, wenn du auf die fgu verzichtest), gehe ich davon aus, dass du einen Subwoofer-Verstärker bauen möchtest. 
  • Da als Last für den Amp Lautsprecherchassis verwendet werden, liegt auch der mögliche Lastwiderstandsbereich fest. Ich sage bewusst Lastwiderstand und nicht Lastimpedanz, da die korrekte Berechnung der Ausgangsleistung mit Tonfrequenz-Wechselspannung und -Wechselstrom und frequenzabhängiger Impedanz zu kompliziert werden würde und deshalb das einfache Ohmsche Gesetz ausreichen muss, das Ergebnis ist hierfür genau genug. 
  • Übliche Sub-Lautsprecher-Chassis haben 1 oder 2 Schwingspulen mit einem Widerstand von 4 oder 8 Ohm (Impedanz). Durch Parallelschaltung von 2 Schwingspulen mit 4 Ohm erhältst du also 2 Ohm, diesen Wert gibst du ebenfalls in den Rechner ein.

Damit bist du in der Lage, den maximal fließenden Strom auszurechnen, der Rechner liefert den Strom Imax von 6 Ampere.

Mit diesen Werten erzielst du eine Leistung von maximal 72 Watt.

Das ist also ziemlich weit weg von deiner Vorstellung, eine Ausgangsleistung von 200 bis 250 Watt zu erzielen.

Welche Möglichkeiten hast du, um auf diese gewünschte hohe Leistung zu kommen?

  1. Den Stromfluss erhöhen. Dazu muss der Lastwiderstand, der jetzt bei 2 Ohm liegt, verringert werden. Mit einem weiteren Sub-Chassis, also 4 parallel geschalteten Schwingspulen verkleinert sich der Lastwiderstand auf 1 Ohm und der Imax steigt auf 12 Ampere, die Leistung erhöht sich auf 144 Watt. Außerdem wird das Netzteil, dass 12 A liefern muss, etwas schwierig zu bauen, 2 Sub-Chassis ist auch nicht so optimal.
  2. Was aber keine Schwierigkeiten machen würde, wäre die 12 Volt zu vergessen und die Spannung zu erhöhen.Wenn du jetzt in den Rechner die gewünschte Leistung von 250 Watt eingibst und 2 Ohm, erhältst du eine Spannung von ca 22 V und einen Strom von 11 A.....immer noch sehr viel Strom.

Jetzt mach mal alleine weiter und spiele mit dem Rechner, indem du weitere Variationen durchrechnest. Es gibt auch Sub-Chassis mit nur einer Schwingspule, rechne mal mit 4 Ohm und 8 Ohm und lass dich überraschen,was herauskommt.

Es wäre schön,wenn du dann das Ergebnis hier mitteilen würdest, damit du dann weitere Informationen bekommen kannst, wie es weiter geht.

Es gibt noch eine Möglichkeit, die Ausgangsleistung zu verdoppeln. Dazu musst du zwei identische Endstufen zu einem Brückenbetrieb zusammenschalten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gegentaktendstufe

Abschließend noch ein Hinweis: informiere dich über den Wirkungsgrad eines Verstärkers und wovon er abhängt. Danach wird dir klar, dass du mindesten 10% von der errechneten Leistung abziehen musst, denn sie gehen als Verluste flöten.

http://blog.teufel.de/audio-wissen/audiophil/class-b-c-oder-d-die-verstaerkerklassen/

Das bezieht sich auf ein modernes Verstärkerkonzept in Class D, wenn du aber keinen Schaltverstärker bauen möchtest, dann steigen die Verluste unter Umständen dramatisch bzw. sinkt der Wirkungsgrad beträchtlich.

Grüße, Dalko

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erstmal musst du ein passendes Schaltnetzteil entwickeln, dass dir eine höhere Spannung bei deiner geforderten Leistung liefern kann. Das wird den grössten Teil, deiner Endstufe ausmachen und du musst den "Trafo" selber wickeln...

Als Endstufe kannst du jede beliebige Endstufe hernehmen, die mit ca. 100 V Eingangsspannung auskommt... 

Ich hab da nen einfachen Schaltplan, den es mal bei ELV gab. Wenn ich ihn noch finde, schick ich ihn dir...

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die höchste leistung die ich bei einem 12v verstärker gefunden hab ist hier (50w):

http://www.circuitstoday.com/50-watt-audio-amplifier-lm3876

die höchste leistung (150w) zum selberbauen, hab ich hier, allerdings ist der mit 40v:

http://www.circuitstoday.com/150-watt-amplifier-circuit

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Kommentar von Sivsiv
20.04.2016, 17:03

Eine saubere Spannungsquelle braucht er sowieso. Beim zweiten Layout ein passender DC-DC Stepup-Wandler. So machen das Car-Hifi-Endstufen auch. Ist zwar ineffizient aber funktioniert.

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Kommentar von ghost40
20.04.2016, 17:30

allerdings ist der mit 40v:

Ja, aber eine symetrische Versorgung, also +/- 40 V

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Sicher mit den 12V (DC)? Dein Hauptproblem wird das Netzteil.

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Ich denke um einen ordentlichen Verstärker bauen zu können braucht du ein gutes und spezielles IC was du dann verlöten kannst. Nur mit Widerständen, Transistoren etc. Wird das nichts.

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Kommentar von deruser1973
20.04.2016, 17:43

doch doch, man kan sowas auch sehr gut nur mit Widerständen und Transistoren  aufbauen... nicht alles ist heutzutage Digital...

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Kommentar von Retch
20.04.2016, 18:58

Ich habe selber mal einen Verstärker gebaut, ohne IC oder Microcontroller. Der hatte aber wirklich nur wenig Power. Die richtigen Verstärker im Autoradio etc. haben alle ein IC was ordentlich Strom frisst und auch ziemlich warm wird.

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Kommentar von Retch
21.04.2016, 09:22

Okay.

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Danke für die Antworten

Diese Schaltung wird nicht reichen oder?

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