Dividenden Versteuerung bei selbstständiger Arbeit?

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1 Antwort

Bei Dividenden könntest du evt. auch das sogenannte Halbeinkünfteverfahren wählen. Dabei versteuerst du nur 50% der Erträge, allerdings mit vollem ESt-Satz. Muß man ausrechnen, was günstiger ist. Hängt vom individuellen Steuersatz ab. Ein Zahnarzt hat ja in der Regel einen relativ hohen. Allerdings könnte es da unterschiedliche Ergebnisse haben, abhängig davon, ob er verheiratet und zusammenveranlagt ist oder nicht.

Für eine konkretere Antwort müßt ich erst ins EStG schauen.

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Infomercial 11.07.2016, 20:12

p.s. mit 1000 x 0,80€ Dividende liegst du unterm Freibetrag.

Du mußt aber bei der Bank nen Freistellungsauftrag abgeben.

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Moro123 11.07.2016, 20:15
@Infomercial

mein prof meinte zu mir Freibetrag zählt nur für Aktien im Privatvermögen und daher kein Sparer PB

Zu der Aufgabe mein Prof schreibt

800/100*26,375 = 211 --> Vorauszahlung auf ESt privat Entnahme 

und direkt drunter 40 % von 800 = 320 steuerfreier Ertrag 

Wie ist das zu verstehen versteuer ich nun alles oder nur die 60 %

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Infomercial 11.07.2016, 20:30
@Moro123

OK. Steuerprofessor bin ich keiner, aber als selbstständiger Zahnarzt hälst du die Aktien im Privatvermögen, es sei denn, du hast ne Praxis auf Basis ner GmbH. Als Einzelunternehmer oder in diesem Fall Freiberufler gibt es zwar ein Betriebsvermögen, aber.... naja. Und selbst wenn; dann hat er eben die Aktien "privat" gekauft. Für den Kauf hat er eine Private Barentnahme getätigt und legt im Nachgang diese Summe wieder in die Praxis ein. Es gibt keine vom Zahnarzt verschiedene (juristische) Person, welche Träger von Rechten sein könnte. Also kann auch seine Praxis selbst die Aktien garnicht besitzen. Allerdings: sollte es hier um eine Note gehen, würde ich mich nicht auf diese Art von Argumentation einlassen. Im realen Leben würde ich aber erstmal n paar hundert Euro dem Steuerberater aufn Tisch packen, als von vornherein die Kohle dem F-Amt zu geben.

Basis meines Gedanken ist: Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Privatvermögen und dem Betriebsvermögen des Zahnarztes kraft Rechtsform/Firmierung.

Sollte es tatsächlich so sein, wie dein Prof sagt, frag ihn mal, warum man die Aktien im BV halten sollte, anstatt sie privat anzuschaffen. Würde mich interessieren?

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Infomercial 11.07.2016, 20:35
@Infomercial

Mir fällt grad noch was anderes ein. Wenn es so wäre, wie dein Prof sagt, dann würde ich als Zahnarzt folgendes tun: Ich würde ordentlich viel (die Mehrheit) meines privaten Geldes ins BV einlegen. Dann davon Aktien kaufen und auf 70T€ Dividende nur gut 25% KapErtSt anstatt paarundreißig % ESt auf mein "Gehalt" zahlen.

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