Diverse morbide Fragen zum Blutverlust im Herzbereich.

2 Antworten

Mit Adrenalin bleibt das Opfer noch am Leben, egal wie sadistisch man den Körper bearbeitet/foltert, erst bei übermäßigen Blutverlust verliert der Mensch das Bewusstsein.Wenn er eine Ladung Adrenalin intus hat verliert er das Bewusstsein durch Blutverlust trotzdem. Ein Stich in die Herzkammer, links oder rechts dürfte bei nicht verletzen des Reizleitungssystems nicht zu einem Herzstillstand führen, aber zu hohem Blutverlust. Die Reizleitung verläuft zwischen den Herzkammern (Tawara-Schenkel und vernetzen sich im unteren Bereich beider Herzkammern (Purkinje-Fasern). 1,5 - 2 Liter Blutverlust bis zur Ohnmacht. Bei Verletzung der Aorta oben-mittig vom Herz ist der Blutverlust mindestens genauso stark wie beim Verletzen der Herzkammern, auch wenn die Herzkammer ein stärker Muskel ist und die Aorta eher zäh und dünner. Bei Verletzung des Herzens durch Gewalteinwirkung wird der Blutverlust wohl das größte Problem darstellen.

Das Opfer spürt nur die kommende Ohnmacht, den Schmerz. Der Herzschlag müsste eigentlich schneller werden, schon wegen evtl. Angst und eigener Adrenalinproduktion, primär aber als Ausgleichversuch das noch vorhandene oder eben verlorene Blut und den sinkende Blutdruck zu kompensieren.

Hallo Draqson,

neben den korrekten Ausführungen von Wepster möchte ich noch einen Hinweis zu deinem eigentlichen Ziel anbringen.

Herzbeuteltamponade

Wenn man ganz knapp (einen Millimeter) am Herz vorbei sticht kann man den Herzbeutel verletzen. Wenn nun Blut in diesen Herzbeutel läuft, so wird es für das Herz eng. Denn mit jedem Milliliter Blut wird es für das Herz schwerer und schwerer zu pumpen. Es wird von dem Blut, dass in den Herzbeutel läuft verdrängt.

So würde das Opfer ganz langsam sterben und eine schwere Enge in der Brust spüren, die ihm mit höllischen Qualen ganz langsam das Lebenslicht nimmt.

Viele Grüße,

Bruno der freundliche Apotheker

PS: Das Herz schmeißt in keinem Falle hin. Es schlägt und schlägt und schlägt. Das Problem in den meisten Fällen ist, dass entweder das ganze Blut nicht ankommt (Innere Blutungen, äußere Blutungen) oder die Leistung des Herzens sinkt.

Wenn das Herz pumpt, wie ein Weltmeister, aber der Druck darauf so stark ist, dass es einfach kein Volumen bewegen kann, kommt einfach nichts an. Und wenn das Herz ein Loch hat, geht auch eine Menge Blut daneben und nicht wie vorgesehen in den Kreislauf.

Die Ohnmacht entsteht durch die Minderversorgung des Gehirnes. Wenn das Gehirn nicht mehr genug Sauerstoff und Nährstoffe bekommt, wird es duster.

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@bruno84

Ich hab jetzt über das Erregungsleitungs-System gelesen, Sinusknoten, AV-Knoten etc. und das halt daraus der Impuls kommt für den Herzschlag. Was passiert wenn Ich jetzt dieses System systematisch zerstöre, würde das Herz trotzdem schlagen? Ich hab jetzt von sekundären und tertiären Schrittmachern gelesen, die quasi als Notfallaggregat funktionieren... aber irgendwo muss doch mal Schluss sein, wenn man alle Herzmuskelzellen da malträtiert.

Ansonsten klingt das mit der Tamponade schon schaurig schön, was mich da noch interessieren würde, inwieweit ist der Patient dann bewegungsfähig? Also kann er sich noch wehren oder bricht der Kreislauf direkt zusammen und er liegt dann wartend da?

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Danke im voraus

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Ein vorweg, das Thema ist grausam, wie die gesamte Thematik Mittelalter! Leute die zu Kopfkino neigen sollten spätestens hier aufhören zu lesen und den Thread schließen.

Nein ich bin kein Sadist oder neige zu schrägen Dingen. Ich befasse mich im Moment mit dem Thema Mittelalter und die Gesetzgebung, wobei zum einen die Folter gehört und zum anderen das Hinrichten. Das unten beschriebene Beispiel gehört eher zu letzterem, wobei es mich immer mehr erschreckt auf welchen Ideen der Mensch damals gekommen ist und das es immer Menschenmassen gegeben hat, die dieses schaurige Spiel verfolgt haben.

Ich habe mir gestern über Youtube einen Film über Foltermethoden im Mittelalter angeschaut und welche Auswirkungen das auf den menschlichen Körper hat. In dem Beispiel ging es darum, dass ein Mensch "entdarmt" wurde, was in der Praxis bedeutet, man schneidet den Unterbauch auf, entnimmt den Dickdarm und wickelt diesen auf einer Rolle die über dem Opfer hängt auf. Das ganze schön langsam damit der Darm nicht reißt, Es hieß dann, das Opfer würde etwa nach 5-10 Minuten sterben.

Für mich bleibt dabei die Frage offen,

  • woran stirbt das Opfer? Blutverlust durch die Schnittwunde?

  • was empfindet das Opfer? Der Schnitt durch die Bauchdecke ist sicherlich sehr schmerzhaft aber hat ein Darm Nervenenden, was der Mensch dann auch als Schmerz empfindet wenn er sich bewegt oder merkt das Opfer in dem Moment nichts?

  • Wenn man davon spricht, dass der Darm aufgewickelt wird, dann bedeutet das dieser irgendwo abgeschnitten wird. Wenn man das am Magenausgang macht, läuft dadurch Magensäure in den Bereich?

Gruseliges Thema, ich weiß aber ich bin schon gespannt, was die Fachleute dazu sagen.

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