Dispositionen: richtig definiert?

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1 Antwort

Die Disposition hängt eng mit der Genetik zusammen. Es beschreibt einfach "die Bereitschaft" zu etwas. Wenn in Deiner Familie z.B. einige Menschen an Krebs erkrankt sind, so ist das Risiko, dass auch Du an Krebs erkrankst höher. Du kennst diese Abfrage bei ausführlichen Fragekatalogen z.B. beim Arzt. Diese Risiko beschreibt, dass Du eine erhöhte Disposition hast, auch Krebs zu bekommen. Auf Dein Thema in der Erziehungswissenschaft bezogen teilen sich aktuell die Meinungen der Wissenschaft. Die Epigenetik beschreibt die Möglichkeit, das Gene sich durch "äußere" Umstände ein oder ausschalten lassen. Die Forschung  hat oft auch ein Augenmerk auf Zwillinge die seit der Geburt in unterschiedlichen sozialen Umfeldern groß werden. Sie versuchen abzuleiten, was genetisch festgelegt ist und was sozial / erzogen ist. Eine einheitliche Antwort gibt es auch hier nicht. Beide haben z.B. genetisch die gleichen Dispositionen auf entsprechende Verhaltensweisen jedoch "zeigen" sie sich evtl. nur bei einem. Ursache: Gene lassen sich ein-aus-schalten. (siehe Epigenetik). Wie es genau geht..... in vielen Jahren wissen wir mehr :-)

Also ist die Disposition das genetisch angelegte Verhalten (anhand des Zwilling Beispiels)?

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@dobrevs

Nicht nur, denn es ist nur ein Beispiel, was eine Disposition sein kann. Sie muss nicht von der Genetik abhängen. Ein Alkoholiker der einen Entzug gemacht hat, ein Mensch, der in einem gewaltbehafteten Umfeld aufwuchs... etc... beide haben die "Disposition" wieder Alkoholiker zu werden oder selbst gewalttätig zu werden.

so in etwa... hoffe konnte helfen

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