Diskrimminierung- entsteht durch?

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6 Antworten

An der Stelle macht es Sinn, auf die ursprüngliche Bedeutung des Wortes aufmerksam zu machen. "discriminatio" ist zunächst einmal "Unterscheidung" (ohne Wertung). Man kann also Äpfel von Birnen diskriminieren, weil es unterschiedliche Früchte sind. Man kann sie voneinander unterscheiden.

Erst spät (im 20.Jahrhundert) bekam "diskriminieren" die negative Konnotation, d.h. man begann, nur negative Unterscheidungen darunter zu verstehen (auch wenn discriminatio mal neutral war, also sowohl eine positive, negative als auch neutrale Unterscheidung umfassen konnte).

Nun zu der konkreten Situation: viele Behinderte möchten nicht "besonders" behandelt werden. Sie möchten nur sachgerecht behandelt werden (aber nicht aufmerksamer als andere Personen auch). Sie wissen, dass man jeden (!) Menschen mit der entsprechenden Aufmerksamkeit behandeln sollte. Nur bewirkt diese Aufmerksamkeit mitunter verschiedene Reaktionen.

Natürlich ist es richtig, einem Rollstuhlfahrer zu helfen, wenn die Situation es erfordert. Dazu muss man ihn aber nicht "aufmerksamer" behandeln als andere Menschen auch. Es genügt, ihm die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die auch ein anderer Mensch verdient (und vielleicht gibt es auch Situationen, in denen ein anderer Mensch unsere Aufmerksamkeit braucht, in denen ein Rollstuhlfahrer aber gut alleine zurecht kommt).

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Hallo!

Diskriminierung fängt mMn da an, wo Hilfsbereitschaft aufhört oder aber die Helfenden unglücklicherweise nicht realisieren, dass es "gut ist" & behinderte denen sie helfen nicht dauernd bevormundet oder betüddelt werden müssen.

Vielen Behinderten ist es unangenehm, nicht für voll genommen zu werden und/oder dauerhaften Mitleidsgefühlen anderer ausgesetzt zu sein. Das fassen sie dann als Diskriminierung auf. Allerdings habe ich bei Behinderten tlw. auch schon erlebt, dass sie einen relativ breiten Buckel haben & ihre Behinderung als mal durchaus selbstironisch sehen bzw. mit schwarzem Humor sogar. Ist ganz verschieden!

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Soweit Ich weiß, entweder durch den "Salienz" Effekt (ein schwarzer Afrikaner attackiert mich, komme schwerverletzt davon. Dass dieser jemand "schwarz" war, wurde zum "salienten" Merkmal.)

Damit verknüpft man, Schwarzer = Gewalttätig = Böse = Schwarzer => Vorurteile. Als zweite's fällt mir noch ein, dass man sich mit einer Gruppe identifiziert, also Leute "wie du und Ich".

Und da kommt der Effekt in's Spiel. Ich und du = Weiß, Schwarzer kommt hinzu bedeutet, Schwarzer = Nicht-Weiß = Nicht-Wir = Uns gegenüber Unwürdig. (übertrieben dargestellt Ich weiß aber trzd.)

LG Dhalwim

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Was soll daran diskriminierend sein, wenn ich einem Rollstuhlfahrer die Treppe hochhelfe anstatt ihn unten stehen zu lassen. Ich unterhalte mich körperlich behinderten normal wie mit jedem anderen auch. Mit geistig behinderten natürlich anders. Und wenn ich sehe, dass jemand Hilfe braucht, helfe ich ihm. Egal ob derjenige behindert ist oder nicht. Wahrscheinlich verstehe ich die Frage gar nicht.

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Das man sich über diese Menschen lustig macht.

Man ist anderes zu kleinen Kinder, gegenüber Erwachsene usw...

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Laut der Definition ist es nur Diskriminierung wenn du die entsprechende Person schlechter behandelst als andere. Viele Behinderte wollen aber genauso behandelt werden wie jeder andere auch.

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