Diskriminierung Wortbedeutung?

5 Antworten

Er wird ja nicht neutral angewendet und ist allein deswegen nicht neutral.

Wenn ich jemanden von der Gemeinschaft "abtrenne" und als nicht dazugehörig erkläre, dann ist das auch nichts Neutrales, insbesondere weil zum Nicht-Dazu-Gehören auch gehört, dass so jemandem damit nicht die gleichen Rechte zugestanden werden, ihm weniger oder kein Respekt entgegengebracht wird  und auch keine Solidarität seitens der Gemeinschaft ihm gegenüber herrscht.

Weil durch Diskrimiierung Ansichten, Geschlechter, Orientierungen, Glauben usw. voneinander getrennt und zwangsläufig somit auch abgewertet werden.

Nur ewil das Wort noch eine allgemeine Bedeutung hat, bedeutet es ja nicht, dass es unpassend ist.

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Mir geht es speziell um die Trennung von Mann und Frau (schreibe eine Facharbeit) und deswegen habe ich Probleme, von 'diskriminierungen von Frauen' zu sprechen, wenn ich nicht verstehe, wieso diskriminierung heutzutage eine negative Bedeutung hat, obwohl es ursprünglich nur 'trennen' heißt.. Und dass Männer und Frauen andere bzw trennbare Geschlechter sind ist ja offensichtlich..

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@xxjuliiarxx

okay.. wenn es dir darum geht ..dazu erst einmal eine Sache ..es wird ja immer behauptet, der Islam diskriminiere Frauen (gerade von Leuten, die den Islam nicht mögen/nicht wirklich Ahnung haben, wovon sie sprechen) - ich bin eine Muslima, also eine Frau im Islam, und kann deswegen (begründet) sagen, dass dies nicht der Wahrheit entspricht, überhaupt nicht. Der Islam macht nämlich eine Trennung von Mann und Frau, erkennt sie aber beide dennoch als gleichwertig an, das ist das Entscheidende. Es ist richtig, dass dem Mann von einem islamischen Standpunkt aus betrachtet eine andere Rolle als der Frau zukommt (er ist zB primär für die Versorgung der Familie zuständig, im Kriegsfall gefordert, etc.), beide haben jedoch absolut gleichwertige Aufgaben zu übernehmen (manche sagen sogar, dass die Rolle der Frau im Islam noch wichtiger ist - bzw es gibt Gelehrte, die sagen, dass die "moralische Zugrunderichtung" eines Volkes damit anfängt, dass man die Frauen sich bloß mit sich selbst, unwichtigen Sachen sich beschäftigen lässt - anstatt mit Dingen, die gesellschaftlich und im Leben wirklich wichtig sind - weil die Frau, als Mutter und somit primäre Erzieherin der nächsten Generation eine wichtige Rolle dahingehend übernimmt, in welche Richtung eine Gesellschaft steuert).

Sprich: der Islam behauptet - und erkennt an, dass Frauen und Männer unterschiedliche "Veranlagungen" - sowohl physisch, als auch psychisch - mitbringen und teilt ihnen dementsprechend ihre Aufgaben zu, sodass es der Veranlagung eines jeden am besten entspricht (es ist zB für eine muslimische Frau prinzipiell nicht verboten arbeiten zu gehen, allerdings ist dies keine Pflicht für sie, für den Mann allerdings schon). Wenn du dir kurz (5 minuten) Zeit nehmen willst, weiß nicht ob du damit was anfangen kannst - aber in diesem Video redet ein Muslim ein bisschen darüber (richtet sich zwar an Muslime, aber vllt verstehst du den Punkt trotzdem): https://www.youtube.com/watch?v=h_0PyGNHCxg ..der wichtigste Punkt, den er in diesem Video erwähnt ist glaub ich: zwei ungleiche Dinge (oder auch Menschen) gleich zu behandeln, ist eine Form von Ungerechtigkeit. Und damit hat er Recht.

So viel also zum Standpunkt des Islam. Der Westen sagt häufig, der Islam diskriminiere Frauen, weil er ihnen andere Aufgabenbereiche zuteilt als Männer, bzw. es (eher) die Männer sind, die "draußen" sind, politische Rollen und Aufgaben übernehmen, und die Frauen eher "verdeckt" arbeiten, etc. Dies ist wie gesagt nicht der Fall. Es ist zwar richtig, dass politische Ämter im Islam eher von Männern übernommen werden, jedoch ist es Frauen bspw. keineswegs verboten beratende Aufgaben zu übernehmen, etc. Auch hat es eine Weisheit und ist es ein Schutz und eine Ehrung und Respekterweisung gegenüber den Frauen, dass man sie sozusagen "eher im Verorgenen hält" bzw sie sich nicht so (in der Öffentlichkeit) präsentieren wie die Männer. Der Westen sagt auch zB der Islam diskriminiere Frauen, da es Männern erlaubt ist - sofern sie die Bedingungen dazu erfüllen (also gerecht sind, etc) - bis zu 4 Frauen (in einer Mehrehe) zu heiraten; Frauen allerdings dürfen nur einen Mann heiraten. Aber auch dahinter steckt eine Weisheit (wenn du das Video gesehen hast, ich glaub er redet auch kurz darüber). Die Gleichwertigkeit im Islam von Mann und Frau gründet sich auf ihre Wertigkeit als Mensch, ebenso wie auch der Gleichwertigkeit der (unterschiedlichen!) Rollen, die sie übernehmen; wird aber keineswegs gleichgesetzt mit "jeder das gleiche" (sondern stattdessen "jeder das, was am besten und ehesten seinen Fähigkeiten und natürlichen Veranlagungen entspricht).

Für den Westen ist das (was ich oben beschrieben habe) also Diskriminierung. Er geht davon aus, dass Gleichberechtigung bedeutet "jeder genau das gleiche" - missachtet dabei allerdings, dass Frauen und Männer nun einmal durchaus unterschiedliche Veranlagungen besitzen.

Eine Diskriminierung  - auch aus islamischer Sicht - wäre es hingegen, wenn man Frauen und Männer dieselbe Arbeit verrichten lässt, Männern allerdings einen größeren Stundenlohn zukommen lässt als Frauen (auch ein Beispiel, das er im Video angesprochen hat) - bei derselben verrichteten Arbeit. Dies ist ein Besipeil, was allerdings durchausin einigen (auch westlichen) Ländern (in einigen Berufen zumindest) in der Realität vorkommt, und in diesem Fall würde man (berechtigterweise) von Diskriminierung --> also Benachteiligung sprechen.

Hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen:)

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Weil man durch dieses "trennen" Menschenrassen/Randgruppen von anderen trennt z.B. Die afroamerikaner von den weißen getrennt hat . Obwohl alle Menschen gleich sind (sein sollten) erfolgt durch manche Menschen eine bevorzugung gegnüber anderen. Man trennt sie so gedanklich von anderen Menchen.


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Man trennt sie so gedanklich von anderen Menchen.

Wenn es mal "nur" gedanklich wäre, dann würde es ja keinem schaden.

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@konstanze85

Ja, Ich meine heutzutage gibt es ja keine Extratoiletten für Schwarze mehr... Das war je eher früher der Fall. Heute werden z.B mehr Schwarze von weißen Polizisten angehalten anstatt weisse... So mein ich das.

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Ja, aber Menschen sind ja unterschiedlich..
Ich möchte gerne wissen, wieso man dieses 'trennen' genau als negativ betrachtet und nicht mehr als neutral.. Ich meine, dass man Menschen kategorisiert (Mann/ Frau; etc.) ist ja eig offensichtlich bzw notwendig

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@xxjuliiarxx

äh.. kategorisieren und trennen sind zwei unterschiedliche Sachen ..besonders wenn dieses Trennen damit einhergeht, dass eine der beiden Gruppen, die getrennt wurden, bevorzugt (bzw. die andere vernachlässigt) wird (im Bezug auf Bildung, Berufschancen, zB). Mit welchem Recht "trennt" und "teilt man" die Menschen "ein" im Bezug darauf, was sie lernen können/dürfen, welche Berufschancen sie später einmal haben, wo sie leben dürfen (Stichwort: Slums, "Weißenviertel", etc) ?

Und selbst wenn es "nur" solche Oberflächlichkeiten wie Trennung in Bussen/anderen öffentlichen Plätzen (wie Toiletten) wären? Wozu eine Trennung schaffen - trägt das irgendwie dazu bei das soziale Miteinander innerhalb einer Gesellschaft und ihren Zusammenhalt zu stärken, hilft es vllt Vorurteile abzubauen, aufeinander zuzugehen und sich gegenseitig kennen/schätzen lernen, voneinander zu lernen und zu profitieren? Oder führen/verstärken solche Trennungen nicht vielmehr die Bildung von Vorurteilen und Rassismus, Feindschaft innerhalb einer Gesellschaft und gegenseitigen Hass aufeinander (bzw Abwertung des anderen) ?

Sorry, aber ich versteh dich überhaupt nicht ("wieso man dieses trennen als negativ betrachtet") ..ich meine, ist doch offensichtlich wieso? Wieso unnötig Zwiespalt schaffen? ..es sei denn man betrachtet den Grundsatz "alle Menschen sind gleich" wirklich nur als eine hohle Phrase und hält sich irgendwie für was besseres/besonderes ..

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Sicher?

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