Diskriminierung in Absage - Aussicht auf Erfolg?

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5 Antworten

Ich sehe hier nicht ansatzweise eine Form von Dikriminierung.

Auch die Formulierung, dass "...mindestens ein bis maximal drei Jahre Berufserfahrung..." gefordert werden, legst Du wohl falsch aus. Denn sie widerspricht nicht Deinem Profil mit 5,5 Jahren Berufserfahrung, sonder sagt nur, dass zwar mindestens 1 Jahre Berufserfahrung erforderlich ist, es aber auch nicht mehr als 3 Jahre sein müssen - implizite aber natürlich können.

Diese Formulierung wendet sich nicht gegen deine 5,5 Jahre Berufserfahrung und hat auch nichts mit Deinem Alter zu tun.

Klagen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz AGG sind in der Regel recht unsicher, was ihren Erfolg angeht.

In Deinem Fall ist eine Klage absolut aussichtslos.

Grundsätzlich können sie nehmen, wen sie wollen.

Es gab mal einen Klagezirkus wegen vermeintlicher Diskriminierungen - da machten ein paar Schwerbehinderte ein schönes Geschäft, wenn sie irgendwo eine Absage bekamen, die sie als Diskriminierung auslegten... und einmal legte ein Mann damit los, weil er sich vergeblich auf eine Sekretärinnenstelle beworben hatten.

Das war natürlich der reine Missbrauch - und die "Kandidaten" waren ja auch gar nicht an den Jobs, sondern nur an den de facto erpressten Zahlungen für "Schadenersatz" interessiert.

Es ist nun mal so, dass es pro Stellenanzeige mehrere Bewerber, aber typischerweise nur eine Einstellung gibt. Es kann also nicht mal jeder halbwegs passende Kandidat zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden.

Inzwischen sind die besseren Personalabteilungen versiert darin, solche Tretminen zu umgehen: Stellenanzeigen und Absageschreiben werden in der Regel ziemlich wasserdicht formuliert.

Überqualifizierung ist eine mögliche Ursache - es können auch Zeugnisse sein, oder einfach Dinge, die ihnen an anderen Bewerbungen besser gefallen haben als an Deiner.

Ich habe von einem Fall gehört, indem ein Personalchef einen großen Berg Bewerbungen auf eine Stelle bekam, einen von zwei Stapeln unbesehen zur Absage weitergab und sagte "Diese Kandidaten haben Pech. Und Leute, die Pech haben, können wir in dem Job nicht brauchen".

Das würde man wegen der möglicherweise enthaltenen Schwerbehinderten heute wohl nicht mehr genauso machen. Aber nach meinen Erfahrungen mit Personalabteilungen sollte man seine Erwartungen nicht zu hoch schrauben.

Ein Verstoß gegen das AGG in Bezug auf das Alter liegt nach dieser Schilderung zumindest nahe, aber ob eine Klage sonderlich Aussicht auf Erfolg hat und sich lohnt, insbesondere mit Hinblick auf die hierfür investierte Zeit usw., sei mal dahingestellt.

das ist keine Diskriminierung denn überqualifikation ist ein Grund, der durchaus erlaubt ist. Diese Gründe werden aufgeführt weil die ausgeschriebene Stelle mit enem bestimmten Gehalt dotiert ist. Wenn jemand 5 Jahre Berufserfahrung hat, dann hat er (zurecht) höhere Ansprüche an das Gehalt als hjemand der 1 Jahr Erfahrung hat. Deshalb sind solche Einschränkungen erlaubt. Sorry, aber das ist keine Diskriminierung

Nun, ich glaube kaum, dass eine Klage erfolgreich wäre. Sieh es doch einfach ein, dass sich der Arbeitgeber für einen anderen Kandidaten entschieden hat, der offenbar noch besser ins Unternehmen passt. Das ist ganz allein seine Sache! Was glaubst du, wieviele Leute sich auf eine Stelle bewerben?? Unzählige!! Bewirb dich weiter und du wirst schon noch deinen Traumjob bekommen, auch ohne zu klagen!

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