Diplomatisch sein?

3 Antworten

Ich würde sagen, du bist mittelmäßig diplomatisch. Ich bin auf jeden Fall sehr diplomatisch und habe oft gar keine eigene Meinung, bzw habe ich nicht das Bedürfnis sie zu sagen, weil ich neutral wirken möchte.

Ich kann auch einen fakt betrachten und meine Meinung für mich behalten, das ist nicht das Problem..

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@LadyNoob

Klar kannst du das, aber tust du es auch? Die Frage ist ja, ob du diplomatisch bist - nicht, ob du es sein kannst.

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@NoWay2000

Mir fällt das halt schwer das zu beantworten. Ich kann definitv einen einfachen fakt betrachten ohne ihn gut zu heißen und äußere meine Meinung dann eben nicht, weil sie nicht gefragt ist. Das ist ja dann diplomatisch, denke ich.

Zb fragte gestern eine, ob es vegan sei seinem Baby Muttermilch zu geben.

Wenn man als fakt betrachtet, dass der Mensch auch tierischer Herkunft ist und vegan leben, so definiert ist, keine tierischen Produkte zu sich zu nehmen, so ist es nicht vegan. Und wäre somit ja die korrekte Antwort dazu.

Heißt nicht, dass ich es nicht auch so sehe, dass die meisten Veganer mit dem Hintergrund vegan leben, weil Tiere ausgebeutet werden und es ethisch nicht vertretbar ist und dies eine ganz andere situation dar stellt. Aber das ist ja nicht gefragt und ist theoretisch dann ja nicht unbedingt relevant für die Unterhaltung oder Diskussion.

Also wenn ich es sein muss, dann bin ich es. Es wäre ja aber falsch zu sagen, grundsätzlich keine eigene Meinung zu haben oder diese nie zu vertreten etc. Natürlich sollte man grundsätzlich offen sein für eine neue Sichtweise und akzeptieren, dass nicht jeder die eigene Meinung teilt. Das ist meine grundsätzliche Ansicht dazu.

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Wahre Diplomatie hat auch mit einer inneren Einstellung zu tun, die nicht nur zweckgebunden für eine Situation wirkt, sondern immer bemüht ist, wo möglich und wo gewollt, Frieden zu stiften. Nicht nur zwischen sich selbst, sondern auch zwischen anderen "Parteien". Unser himmlischer Vater und sein Sohn, der zur Erde kam, sind die größten Diplomaten aller Zeiten. Und beweisen es durch ihre Taten.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Ok und wenn ich behaupte, dass ich einen hohen Gerechtigkeitssinn habe und so eingestellt bin, dass jeder gleich behandelt werden sollte und aufgrunddessen Rassismus nicht akzeptieren will und kann, weil es faktisch nicht richtig ist, aufgrund eines Menschen alle über einen Haufen zu werfen. Ist es dann undiplomatisch?

Ich bin der Meinung, dass man natürlich nicht zu festgefahren sein sollte und offen für neue Sichtweisen sein sollte, da über den tellerand zu schauen, sich definitv lohnen kann. Ich vertrete meine Meinungen eben sehr standhaft, weil ich davon überzeugt bin. Man kann mich ja gerne eines besseren überzeugen.. aber wie soll man etwas akzeptieren was grundsätzlich total falsch ist? Egal wie man es sich dreht und wendet.

Also ich finde das einfach sehr schwierig.

Und ja im privaten. Ich bin zb sehr introvertiert. Besuch stresst mich. Hab aber eine bekannte die so gegenteilig ist, dass man das Gefühl bekommt sie würde am liebsten hier einziehen. Ich gehe mit ihr meiner Meinung nach schon ziemlich viele Kompromisse ein, indem ich des öfteren mit ihr schreibe oder mich treffe obwohl ich keine Lust dazu habe.

Es gibt aber Dinge die ich mir einfach nicht nehmen lassen will oder zu denen ich mich nicht zwingen möchte, da sie mir einfach überhaupt nicht gefallen.

Ich habe das Gefühl, dass ich in der Gesellschaft extrem viele Kompromisse eingehen muss um Akzeptanz etc zu finden.

Bedeutet dass nun das ich undiplomatisch bin?

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@LadyNoob

Danke für deine Offenheit. Nein, Kompromisse eingehen, ist nicht undiplomatisch.

Ein Diplomat würde niemand etwas wegnehmen oder verbieten was zu seinem Wohl ist. Das ist Unterscheidungsvermögen gefragt.

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Ich kann teils lange sachliche Diskussionen führen, aber wenn ich nicht verstanden werde oder ich nicht zum Ausdruck bringen kann was ich Aussagen will oder meine, so entsteht bei mir schon Frust und Wut und eine Disskusion kann daher laut werden.

Das ist nicht nötig und führt auch zu keiner Lösung.

Diplomatie ist per Definition "Verhandeln" zwischen verschiedenen Gruppe/ Repräsentanten.

Es beinhalten verschiedenen Eigenschaften der Kommunikation:

  • vorsichtiges debattieren Falls es zur Debatte kommt
  • Rücksicht auf andere/ jeder der anderen Partei nehmen
  • sachlich und konstruktiv sein, sagen was man möchte und was einem nicht gefällt
  • respektvoll sein
  • negative Emotionen vermeiden (Wut, "Trotz")
  • Ausgewogenheit zwischen Ziel der Kommunikation und beginnender Small Talk
  • Kooperationsmöglichkeiten kommunizieren ohne dabei dem anderen Schwäche oder Unfähigkeit zu vermitteln

Puh* das ist gar nicht so einfach, ich hoffe ich habe in etwa das richtige geschrieben, ansonsten bitte berichtigen. Am besten geht das sicherlich auch mit einem Beispiel, ich kann auch besser sowas analysieren als es hier zusammenzusuchen.

Was meinst du mit ist nicht nötig? Meinst du das laut werden? Ich weiß man sollte es nicht, es macht die angenehme Atmosphäre kaputt. Aber nur weil ich meine Wut oder den Frust nicht verstecken kann, heißt das nicht, dass ich anderweitig emotional und unsachlich auf das Gespräch oder die Situation reagiere.

Meine Mutter zb wird oft sehr unsachlich in Diskussionen. Sie wird wütend, ist dann aber nicht mehr in Lage vernünftig zu diskutieren sondern verhält sich kindisch und trotzig und verschließt sich aufgrunddessen. Ist somit nicht mehr offen für eine sachliche Diskussion oder Gegenargumente. Es heißt dann aus Prinzip einfach "Nein!" Das führt indem Fall natürlich zu nichts.

Ich denke du hast es schon richtig beschrieben. Es fällt mir nur sehr schwer einzuordnen ob ich mich diplomatisch verhalte oder nicht. Ich persönlich finde mich größtenteils schon diplomatisch. Aber es gibt Situationen da geht es einfach nicht. Wie soll man es, wenn etwas komplett gegenteilig erscheint akzeptieren? Das Thema zerbricht mir den Kopf 😂

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@LadyNoob

NÖTIG: Emotionales Debattieren fürht oft zum Verlust der Thematik und macht es persönlich mitunter sogar egoistisch. Ob du dennoch angemessen reagierst kommt drauf an...kann ich so nicht beurteilen. Wäre natürlich klug per Selbstanalyse solche Phasen zu erkenen und nicht das Thema oder Ziel zu verlieren.

Deine Mutter verhält sich dann trotzig. In dem Fall gibt es mehrere Lösungen, in erster Linie muss sie sich beruhigen und dann hilft es zu erwähnen dass man beide Seiten verstehe. Aber auch hier wäre ein Beispiel besser.

Akzeptanz von Gegensätzen.

Das kommt ein bisschen auf die Informationslage an. Man kann nicht verstehen warum in einigen Ländern Männer mehrere Frauen haben dürfen und wie diese Frauen zusammen sich gegenseitig akzeptieren können. Dazu müsste man halt wissen was diese Frauen denken und deren Verhalten gegenüber dem Mann etc. pp. Hier dipl. ein Ziel zu fordern das gegen diese Prämisse verstößt können beide Parteien nicht verstehen, z.b. der dipl. Vorschlag einer Monogamen Beziehung. Das ist religiöse Ideologie dahinter und wird ohne weiteres zu keinem Erfolg führen, ergo kann man es nur Hinnehmen oder bei "Problemen" diese Probleme aufarbeiten, analysieren und thematisieren.

Ich denke man dipl. Kommunikatin lernen durch Üben und Kontrolle...vermutlich helfen auch Dialoge von Staatsmännern/ Frauen.

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@Wepster

Ich finde wenn ich wütend werde, dann bezieht sich das lediglich auf das nicht verstanden werden, ich denke ich kann mich schon oft gut selbst reflektieren. und das mit meiner Mutter sollte nur das gegenteilige Beispiel sein, dass sie sich in solch Situationen von ihren Emotionen leiten lässt.

Ich finde das Thema aufjedenfall sehr schwierig und es gibt einfach so unterschiedliche Situationen und Themen..

Ja man kann das bestimmt üben und lernen.

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