Diplomarbeit bewerten. Aber wie?

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3 Antworten

Jetzt alles auf dem Stand aufzuzählen, ist natürlich etwas mühselig. Schau mal Internet nach den Stichworten "Bewertungskriterien" oder "Berwertungsmaßstab" am besten noch in Verbindung mit den Begriffen, Hochschule, Universität oder Diplomarbeit. Da findet man diverse Listen.

Aus dem Blauen würde ich folgende Kriterien betrachten:

Ist der Aufbau der Arbeit nachvollziehbar und sachgemäß? Ist vom Entwurf der Fragestellung über den Forschungsstand, einem methodologischen Kapitel und dem Hauptteil bis hin zum Literaturverzeichnis alles dabei?

Ist die Arbeit "wissenschaftlich"? Ist der bisherige Forschungsstand ausreichend dargestellt, sind Theorie und Methode klar, wird nachvollziehbar und ohne Lücken zitiert, wird auf Mängel in der eigenen Arbeit hingewiesen?

Stimmen die Formalia? Zitierweise, Literaturangaben, Bildangaben, Einheitlichkeit bei Schriftgrößen und- arten. Ist der Schreibstil wissenschaftlich, treten gehäuft Rechtschreib- oder Grammatikfehler auf?

Und ganz wichtig: Wird die Fragestellung am Ende tatsächlich beantwortet? (Ob positiv oder negativ ist egal.) Wenn nicht, gibt es eine Begründung? Gibt der Autor einen Ausblick auf noch offene Fragen und mögliche Forschungsdesiderate?

Ich denke, das sollte so ungefähr hinkommen. Allerdings ohne Gewähr.

Viel Spaß und Erfolg bei der Bewertung!

Als Ergänzung zu Ansegisel noch: Wie ist die Eigenleistung umgesetzt worden? Wurden Lösungen nur aus der Literatur erarbeitet oder gab es Transfer oder gar eigene empirische Daten? Wie gut ist die Methodik erklärt und eingehalten? Sie die Schlüsse logisch und nachvollziehbar? Zur Literaturarbeit: gibt es kritische Reflexion oder wird nur runtergebetet, was in Büchern oder (besser!) aktuellen Journals und papern steht?

Auf jeden Fall sollte es kein Plagiat sein, also die Fußzeilen beachten ;).

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