DInosaurier Urknall?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du wurdest ausgelacht, weil du einen Verwechslungsfehler gemacht hast. Wie du hier schon in einigen Antworten lesen kannst hast du zwei Ereignisse zusammen in einen Topf geworfen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Aber mach dir keinen Kopf: Wenn ich jedes Mal, wenn ich diesen und andere dumme Fehler und Vorurteile über Dinosaurier, die die Leute in ihren Köpfen haben, einen Euro bekommen hätte, wäre ich reicher als Krösus.

Zur Erklärung noch einmal zusammengefasst, was auch viele der anderen dir hier schon richtig Geschrieben haben:

Der Urknall ist nach den Theorien der modernen Physik der Ursprungspunkt unseres Universums. Aus einer Singularität wurde dabei urplötzlich aller Raum, alle Materie und alle Energie, die unser Universum heute ausfüllen, freigesetzt. Und auch die Zeit begann damals überhaupt erst als solche zu existieren. Der Urknall fand nach den Berechnungen der Physiker vor etwa 13.800.000.000 Jahren statt. Der Urknall war ein reines kosmologisches Ereignis. Planeten und überhaupt Sonnensysteme sollten sich erst sehr viel später formieren, weshalb es auch Unfug ist, den Urknall mit dem Begriff der Evolution oder überhaupt einer Phase des Lebens in Verbindung zu bringen - denn das begann auf der Erde, die sich vor etwa 4.600.000.000 Jahre bildete, erst vor etwa 3.500.000.000 Jahren.

Das Ereignis, welches das Ende des Mesozoikums, der Kreidezeit und damit der Blütezeit der Dinosaurier herbeiführte, wird dagegen als KP-Ereignis (früher auch KT-Ereignis) bezeichnet. KP leitet sich von den Anfangsbuchstaben der beiden Erdzeitalter Kreide und Paläogen her, die an diesem Punkt in der Erdgeschichte jeweils endeten beziehungsweise begannen. Die heutige Forschung geht weitestgehend einhellig davon aus, dass der Einschlag eines Meteoriten für dieses Ereignis verantwortlich war. Mit dem Urknall hatte dieses Ereignis wie gesagt überhaupt nichts zu tun, denn es fand erst vor etwa 66.000.000 Jahren statt.

Geknallt hat es zu diesem Zeitpunkt der Erdgeschichte aber auch ganz gewaltig, was der Grund für das dumme Missverständnis ist: Als der Meteorit, wahrscheinlich ein mehr als 10.000m großer kohliger Chondrit aus dem Asteroidengürtel, in der Nähe des heutigen Städchens Chicxulub vor der Küste der mexikanischen Halbinsel Yucatan mit der Geschwindigkeit von etwa 40.000m/sek einschlug, setzte dies die ungeheure Energie von etwa 1.000.000 Wasserstoffbomben auf einen Schlag frei. Eine gewaltige Druckwelle, Megatsunamis, verheerende Stürme, wahrscheinlich auch Erdbeben und Vulkanausbrüche waren die unmittelbaren Folgen dieser Katastrophe - und den Knall konnte man überall auf der Welt hören.

Noch verheerender für das Leben auf unserem Planeten waren jedoch die Spätfolgen: Zurerst drang das durch die Wucht des Aufpralls emporgeschleuderte Gesteinsmaterial, immerhin mehr als 3.000 Kubikkilometer, wieder in die Erdatmosphäre ein und brachte sie dadurch zum glühen - der Himmel stand regelrecht in Flammen und auf der Erde wurde es mancherorts so heiß, dass Flüsse und Seen zu kochen begannen. Einen ganzen Tag lang herrschten fast überall auf der Welt Temperaturen wie im Backofen, Waldbrände und Feuersbrünste verwüsteten die Erde, bis sich schließlich durch die Asche und den Staub für mehrere Monate der Himmel verdunkelte. Nachdem sie also buchstänblich gekocht wurde, wurde die Erde nun schockgefrostet, was im Zusammenspiel mit der Dunkelheit die komplette Pflanzenwelt zum Absterben brachte.

Als die Basis der Nahrungskette in allen Ökosystemen wegbrach, führte dies jedes bei jedem Tier mit einem hohen Energiebedarf zu einer schweren Krise, die die meisten von ihnen nicht lösen konnten. Über einen Zeitraum von mehreren Jahrtausenden verschwanden als Folge der Chicxulub-Katastrophe zwischen 50 und 70 % aller Arten auf der Erde. Besonders die großen Dinosaurier, aber auch die Vögel und Säugetiere gehörten zu den großen Verlierern, die zwischen 85 und 95% ihrer Artenvielfalt verloren. Unter den übrigen Sauropsiden (Reptilien), Amphibien und Fischen, aber auch den Wirbellosen waren die Verluste zum Teil deutlich geringer. Trotzdem markierte das KP-Ereignis eine entscheidende Zäsur in der Erdgeschichte.

Übrigens hast du noch einen weiteren Fehler gemacht, der aber wahrcheinlich auch den meisten deiner Mitschüler nicht aufgefallen wäre: Die Dinosaurier sind nämlich niemals ausgestorben - im Gegenteil: Noch heute stellen die Dinosaurier mehr als ein Drittel aller bekannten Landwirbeltiere und kommen auf als einzige Tiergruppe überhaupt auf jedem einzelnen Kontinent einschließlich der Antarktis vor. Die Rede ist von den Vögeln: Jeder heutige Vogel gehört systematisch zu den Theropoden, also der gleichen Gruppe von Dinosauriern, zu denen auch bekannte Vertreter wie Tyrannosaurus oder Velociraptor gehören - was jeden Vogel zu einem waschechten Dinosaurier macht.

Die Dinosaurier sind zwar durch einen Knall und schon lang anhaltende Vulkanausbrüche ausgestorben aber der Urknall ist etwas ganz anderes. Die Dinosaurier starben aus weil ein großer Meteorit im Golf von Mexiko einschlug und ihre Anzahl durch viele Jahrhunderte oder noch länger anhaltende Vulkanausbrüche schon dezimiert war. Es schlüpften in der durch Vulkangase angereicherten Luft einfach zu wenig Junge und die Nahrung wurde knapper. Der Einschlag des Meteoriten gab ihnen dann den Rest.

Mit dem Urknall entstand das Universum vor etwa 14 Milliarden Jahren. Aber ein Knall an sich war es gar nicht

Universum: Urknall - Weltall - Natur - Planet Wissen

Es schlüpften in der durch Vulkangase angereicherten Luft einfach zu wenig Junge...

Für diese Hypothese, die man immer wieder hört, gibt es keinen Beleg und sie ist überhaupt auch recht unwahrscheinlich. Im Mesozoikum war der Vulkanismus die meiste Zeit über sehr hoch, am Ende der Kreidezeit noch nicht einmal am höchsten, wenn man den Blick auf die gesamte Zeit der Herrschaft der Dinosaurier richtet. In den Zeiten mit dem höchsten Vulkanismus haben die Dinosaurier sogar eine regelrechte Blütezeit erlebt und besonders große Gattungen hervorgebracht.

Auch die Aussage, dass die Dinosaurier schon über längere Zeit vor ihrem endgültigen Aussterben dezimiert worden waren, stimmt wenn überhaupt nur regional und trifft bloß auf die Großtierfauna Nordamerikas zu. Der Nordamerikanische Kontinent war bis kurz vor Ende der Kreidezeit durch ein Binnenmeer geteilt. Als sich dieses Meer schließlich zurückzog, verbanden sich mehrere zuvor isoliert gebliebene Lebensräume wieder miteiander, sodass vor allem die Arten der hornbewehrten Ceratopsier und der Entenschnabel-Hadrosaurier, die im Campanium (83-72 Millionen Jahre vor unserer Zeit) eine reichhaltige Artenvielfalt hervorgebracht hatten, miteinander in Konkurrenz gerieten. Im Maastrichtium (72 - 66 Millionen Jahre vor unserer Zeit) nahm die Zahl der nrodamerikanischen Horn- und Entenschnabeldinosaurier dann immer mehr ab, bis am Ende der Kreidezeit nur noch jeweils eine Art von ihnen in Nordamerika vorkam: Triceratops und Edmontosaurus. Auf anderen Kontinenten lässt sich dieser Rückgang der Artenvielfalt, der pffenbar bloß ökologische Ursachen hatte, jedoch nicht nachweisen. Auch dass sich die Individuenzahl der Dinosaurier insgesamt verringert hätte, wird durch den Fossilbericht nicht gestützt - im Gegenteil. Die letzten Dinosaurier gehörten zu den erfolgreichsten und häufigsten Dinosauriern überhaupt.

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Da hast Du nur was verwechselt.

Ist doch kein Beinbruch.

Aus der sicheren Deckung fiel es Deinen Mitschülern nicht schwer darüber zu lachen, aber keiner hat sich wohl getraut zu antworten.

Es war eher ein Einschlag eines genügend großen Brocken Gesteins auf die mexikanische Halbinsel Yucatan, der verheerende Auswirkungen hatte.

Es sind aber nicht alle Lebewesen danach gestorben, sonst wären wir nicht da. Die unter der Erdoberfläche lebten, haben überlebt.

Unsere Vögel stammen von den Dinos ab.

Die unter der Erdoberfläche lebten, haben überlebt.

Nicht nur diese. Unter der Erdoberfläche zu leben brachte zwar den Vorteil mit sich, vor den Direktfolgen wie dem Inferno durch die in die Atmosphäre eintretenden Gesteinsteile, die als glühender Feuerregen vom Himmel fielen, in Sicherheit zu sein - doch standen auch unterirdisch lebende Tiere noch Jahrhunderte nach der Katatstrophe vor den gleichen Probleme wie die Tiere über der Erde: Sie mussten etwas zu fressen finden.

Überlebt haben vor allem jene Tiere, die nur einen recht geringen Energie- und damit Nahrungsbedarf hatten. Unter den Säugetieren und Dinosauriern (Vögeln) hatten nur die kleinsten und leichtesten Arten eine Chance, während das Massenaussterben unter den übrigen Reptilien, Amphibien, Fischen und Wirbelllosen nicht so gravierend ausfiel.

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