Dingliches Vorkaufsrecht?

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5 Antworten

Vorkaufsrecht bedeutet nur, daß Du im Falle eines Verkaufes zu den Bedingungen, die mit den anderen Kaufinteressenten ausgehandelt wurde, das Recht hast, diese Wohnung zu erwerben.

Wenn Dir der Preis zu teuer ist, kommen die anderen Interessenten zum Zug.

Du mußt nur vor dem Verkauf gefragt werden, ob Du die Wohnung zu den mit den anderen Interessenten ausgehandelten Bedingungen erwerben willst.

Das ist der Unterschied zu einem Ankaufsrecht. Hier darf Die Wohnung im Falle einer Verkaufsabsicht nur Dir alleine angeboten werden.

Wenn Dir die Wohnung den Preis wert ist, mußt du sie jetzt kaufen. Andernfalls kommen die anderen Interessenten zum Zug.

Überlege Dir gut, ob Du Dir die Wohnung alleine leisten kannst und auch noch willst. Die Entscheidung liegt bei Dir, dein Ex hat bereits auf die Ausübung des Vorkaufsrechtes verzichtet, er hat kein Interesse mehr daran.

Giwalato 

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Was im Grundbuch steht ist öffentliches Recht.

Die Immobilie kann nicht ohne den Vorkaufsberechtigten verkauft werden.

Spätestens der Notar würde da bei der Kaufvertragbeurkundung darauf hinweisen dass dies momentan dann noch nicht möglich ist.

Es liegt somit an Ihnen ob Sie die Immobilie kaufen möchten

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Die können dich nicht umgehen. Sobald ein Kaufvertrag abgeschlossen wurde (beim Notar) muss dieser Kaufvertrag dir vorgelegt werden. Dann hast du eine Frist von mehreren Wochen,  innerhalb du erklären kannst ob du dein Vorkaufsrecht ausübst. (Zu genau den Bedingungen, die im Kaufvertrag stehen).

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 Können die Besitzer mich umgehen, obwohl es im Grundbuch steht?

Nein, durch die Tatsache, dass es im Grundbuch steht, muss von dir eine Verzichtserklärung vorliegen.

In meinem Fall benötigte ich von der Stadt eine Verzichtserklärung, die mich um die 35€ gekostet hat.

Ohne diese Verzichtserklärung erfolgt keine Eintragung des Käufers im Grundbuch. 

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Kommentar von Ronox
05.10.2016, 23:39

Das ist falsch. Das öffentlich rechtliche Vorskaufsrecht der Gemeinde darf nicht mit einem rechtsgeschäftlichen Vorkaufsrecht zusammengewürfelt werden. Das Zeugnis der Gemeinde über die Nichtausübung des Vorkaufsrechts muss aufgrund von Vorschriften im Baugesetzbuch vor Eigentumsumschreibung beschafft werden. Eine solche Regelung gibt es für rechtsgeschäftliche Vorkaufsrechte nicht.

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Nein, sie können dich nicht umgehen. Das Grundbuch besitzt öffentlichen Glauben und der Notar wird die Eigentumsumschreibung auf die Käufer niemals durchführen, ohne von dir eine Rückmeldung bekommen zu haben, ob du das Recht das in Abt. II des Grundbuches eingetragen wurde ausüben willst. Falls du es finanziell kannst, tue es, das wird lustig. allerdings musst du den ausgehandelten Preis mit den Käufern dann akzeptieren, du steigst quasi in den Vertrag ein.


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