Dinge, die eurer Meinung nach fälschlicherweise als vertretbar gelten?

9 Antworten

.) Das man Kinder in einem Alter religiös indoktrinieren und physisch verstümmeln darf, noch bevor sie überhaupt sprechen können.

.) Das man Jungen nach wie vor sehr häufig noch so erzieht, dass sie sich ihr Geschlecht verdienen müssten und es verlieren könnten, wenn sie sich nicht entsprechend verhalten.

.) Das man Mädchen nach wie vor sehr häufig zur (sexuellen) Enthaltsamkeit erzieht.

Der  Massenmord  am  Schlachthof,  im  Tierversuchslabor,  im  Wald,  auf  dem   Acker,  die  Ausbeutung  der  Hungerlohnjobber,  die  3  Klassen  Medizin,  die   Massenarbeitslosigkeit,  die  Tatsache,  dass  Arbeitslose  nur  dann  Arbeitslosengeld  bekommen,  wenn  sie  hungerlohnbereit  sind,  die  beinahe  Leerfischung  der  Mehre, ....  hält  die  Mehrheit  für  vertretbar  oder  sogar  für  gut.  Gutes  Leben  für  die  Starken,  schlechtes  Leben  für  die  Schwachen,  und  Tod  für  die  Schwächsten  herbeizuführen,  halten  instinktgesteuerte  Menschen  für  selbstverständlich.  Nur  so  kann  die  Wirtschaftsnation  und  die  Wirtschaftsregion  den  internationalen  Wirtschaftskrieg  erfolgreich  bestreiten.

Als besonders störend empfinde ich den Verfall unserer Sprache. Die meisten Leute scheint es kaum zu stören, dass ein Großteil der heutigen Jugend nicht weiß, wie man Nominativ und Akkusativ benutzt (ein / einen), wann man seit und seid einsetzt, wie man zwischen wer und wär, wen und wenn oder den und denn unterscheidet, oder dass einzigste und tuen keine deutschen Wörter sind. 

Ich finde diesen Sprachverfall absolut nicht hinnehmbar und sehe in ihr einen gefährlichen Kultur- und Sittenverlust.

Also deine aufgelisteten Beispiele findet man auch zur Genüge bei Erwachsenen, mit dem Alter hat das wenig zu tun.

Aber Sprachverfall im Sinne von immer mehr Anglizismen und dem Verdrängen "alter" deutscher Wörter - dem würde ich schon eher zustimmen.

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@Nishiwaa

"Sprachwandel" wäre der neutrale Begriff.

Wohingehend Sprache sich verändert, bestimmt eben der Großteil der Sprechenden. Eine meckernde Minderheit gibt's da immer. :)
Wenn der Genitiv ausstirbt, hat er eben Pech gehabt. Was nicht gebraucht wird, fällt weg -> Evolution.

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@knallpilz

Sprachwandel bedeutet nur, dass sich das Vokabular ändert. Neue Begriffe für technische oder gesellschaftliche Neuerungen treten hinzu, Bezeichnungen für Dinge, die es heute dagegen nicht mehr gibt, sterben aus. Eine grundsätzliche Änderung, die sich schlicht auf das mangelnde Beherrschen der grammatikalischen Regeln der eigenen Muttersprache gründet, hat damit jedoch nichts zu tun. Das ist dumme, schäbige und schwache Dekadenz.

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Und den Verlust des Genitivs!!!!!!! Aua!

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