Dimmer für Lampe nachrüsten, geht das?

13 Antworten

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Bei 230V Glühbirnen - die ja aussterben - kann man jeden Dimmer benutzen.

Halogen sollte man nicht dimmen da das die Lebensdauer des Leuchtmittels verkürzt. (Selbstheilung des Fadens funktioniert nur bei Nennleistung)

Niedervoltsysteme mit gewöhnlichen Transformator erfordern einen Dimmer der auch Induktive Lasten antreiben kann. Normale Dimmer erzeugen Funkstörungen und laufen sehr heiß bzw. werden zerstört.

Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) müssen für Dimmer ausgelegt sein. Das selbe gilt auch für Energiesparlampen. Normale Energiesparlampen und EVGs können nicht gedimt werden.

Die meisten Dimmer werden genau wie der Schalter angeschlossen und brauchen keinen Neutralleiter. Einfach an die beiden Drähte anschließen die vorher am Schalter waren.

Aber Vorsicht: Solche Arbeiten dürfen nur vom Fachmann ausgeführt werden da die Gefahr eines Stromschlags besteht. Und wenn selber machen - was abzuraten ist - Licht anmachen und Sicherung raus und kontrollieren ob das Licht auch wirklich ausging. Dann per Spannungsprüfer die Spannungsfreiheit aller Drähte feststellen und doppelt und dreifach kontrollieren. Außerdem niemals alleine machen, jemand der Erste Hilfe kann sollte dabei sein. Ein kurzer 230V Stromschlag bringt einen normalerweise nicht endgültig um. Die meisten sterben weil keiner zur Reanimation dabei war.

besser hätt ich´s auch nicht beantworten können... den letzten Satz finde ich echt bemerkenswert, denn da steckt viel Wahres drin.

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@Jonas55

Deshalb hat jeder (vernünftige) Elektriker auch immer ein Helferlein dabei. Meist ein Praktikant um die Kosten zu senken, aber das dient nur Sekundär der Ausbildung!

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@Commodore64

Normalerweise ist das Arbeiten unter Spannung ja garnicht zulässig. Es ist eine besondere Befähigung notwendig (AuS-Ausbildung). Auch dann ist das Arbeiten unter Spannung nur in bestimmten Fällen zulässig.

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@Buergilektriker

Man kann NIEMANS garantieren dass alles Stromlos ist und bleibt!

Wiedereinschalten durch unbefugte/dritte kann man durch Erden und Kurzschließen verhindern. Aber man kann immer noch Stromführenden Leitungen begegnen, die eigentlich nicht da sein sollten, also von einer anderen Wohnung oder gar von einem anderen Haus!

Daher ist es sehr vernünftig jemanden der Erste Hilfe kann stets bei allen Arbeiten dabei zu haben.

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@Commodore64

Ein Praktikant ist also die Person der Wahl wenn es um Erste Hilfe geht, ich verstehe.

Ich treffe ja öfter auf verrückte Dinge aber das?! Bei welchen Arbeiten trifft man denn unvorhergesehen auf stromführende Leitungen anderer Anlagenteile bzw. komplett anderer Anlagen? Ist mir noch nie passiert. Wenn dann weiß ich dass die Leitungen da sind und treffe entsprechende Vorkehrungen.

Ich bin als kompetenter und "vernünftiger" Elektroinstallateur oft ohne einen Praktikanten, Auszubildenden, Kollegen am Arbeiten gewesen.

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Auf der Lampe oder dem Umkarton müsste ein Zeichen dafür sein, wenn die Lampe dimmbar ist(weiß grad nicht , wie das zeichen aussieht). Wenn ja, kannst du so einen Dimmer in jedem baumarkt kaufen. Nimm aber nicht den billigsten, die halten nicht so lange.

Dimmen von Leuchtstofflampen ist nicht möglich. Nur bei Spezialröhren, die einen Metallstreifen am Lampenkörper haben. Eine Leuchtstofflampe - die Sparlampen gehören auch dazu - zündet oder nicht. Das war's denn schon.

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