Digitale Diät - würdet ihr für 3 Wochen auf ALLE Medien verzichten?

13 Antworten

Hallo!

Du musst es ja nicht über die Schule probieren, sondern kannst auch für dich einen Selbstversuch starten.

Auf digitale Medien verzichte ich eigentlich nur im Urlaub. Handy bleibt im Hotel, PC und Tablet daheim. Das genieße ich richtig und ich kann es nur weiterempfehlen! Im Alltag schaut es ein wenig anders aus. Ich versuche aber bewusst mit digitalen Medien umzugehen. Ich schalte den Fernseher nur ein, wenn ich etwas bestimmtes schauen möchte. Auf dem Handy habe ich kein Mail-Postfach und keine Facebook-App installiert (das mache ich alle paar Tage oder auch nur Wochen über den PC). Auf SMS antworte ich immer erst, sobald ich Zeit und Lust habe (bei dringenden Sachen wird man meistens schon angerufen). Ich rufe gerne mal jemanden an. Wenn's mehr zu besprechen gibt, mache ich aber lieber ein persönliches Treffen aus. Wenn ich mich mit jemanden treffe (und auch beim Essen mit der Familie/Freunden) gilt absolutes Handyverbot. Ich finde es schrecklich, wenn Leute mit ihrem Handy rumspielen, während ich mich mit ihnen unterhalte. 

Sollte dir der Selbstversuch mit einem kompletten Verzicht zu konsequent vorkommen, versuch's doch mal mit einem bewussteren Umgang. Das könntest du dann auch in Zukunft durchziehen und wird dir sicher keine Schwierigkeiten machen. 

Beste Grüße

Kommt schon mal darauf an, ob man bestimmte Medien braucht und die dann nutzen kann. Z.B. auf den PC verzichten - > prompt soll man ein Referat halten. Ohne Powerpoint und Handout handgeschrieben?

Aufs Handy verzichten - und dann kommt Oma ins Krankenhaus und man erfährt es erst abends (oder Papa hat einen Autounfall und man erfährt es erst abends).

Also müsste man das schon erst mal organisieren und mit allen Beteiligten besprechen, z.B. in der Schule Lehrern anderer Fächer oder im Job halt mit dem Chef (dürfte in einigen Jobs schwer werden).

Besser kann ich mir vorstellen, auf alle privaten Aktivitäten nach Absprache für ein bis drei Wochen zu verzichten. Wenn dann der weiter entfernt lebende Freund weg ist, weil er dachte, man würde sich nicht mehr melden, weil man kein Interesse mehr hat, versaut einem das Experiment das Leben. Wie viele Leute sind schon beleidigt, wenn man nicht innerhalb einer Stunde auf eine Nachricht antwortet?

Man könnte aber auf private soziale Medien, private E-Mails mit Freunden, private Handynutzung außer in abgesprochenen Notfällen usw. verzichten.

Im Prinzip sollte man mMn nur auf etwas verzichten, das man im Alltag sinnlos übermäßig nutzt. Solange diese Erkenntnis nicht da ist, dürfte ein Verzicht nur Frust bringen und die Erkenntnis, dass man die Medien zwingend braucht. Wenn man aber ein Hobby hat oder einem jemand sehr wichitg ist und man merkt, dass man nicht mehr zum Hobbyausüben kommt oder den Menschen nur noch selten sieht, weil man Zeit mit digitalen Medien verliert, dann sollte man diese Zeit mit den Medien nach und nach drastisch einschränken.

An dieser Stelle sollte man bedenken, dass früher das Fernsehen als Tod des Buches verschrien war und es Kampagnen gab, Kinder mittels Horrorszenarien davon fernzuhalten und 200 Jahre früher auch mal das Buch verschrien war, Menschen, besonders Frauen, angeblich zu viel lasen und davon abgehalten werden musste (die Dicheterin Elizabeth Barrett-Browning hatte z.B. in ihrer Jugend eine mysteriöse, nicht diagnostizierte Krankheit, die Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schwindel, Bauchschmerzen, Schwächegefühl auslöste und als Therapie musste sie längere Zeit in einer Art Hängematte verbringen und durfte sich in keiner Weise geistig stimulieren, also unter keinen Umständen lesen oder schreiben für ein paar Wochen (dann wurde das Experiment abgebrochen, weil es keine Ergebnisse lieferte).

Die meisten würden bei dem Gedanken lachen, mal 3 Wochen lang nichts zu lesen. Einige würden sich freuen, andere würden etwas vermissen, aber eine große Wirkung hätte das nicht. Wir sagen nicht "gehe bewusster mit deinem Lesepensum um", aber vor 200 Jahren wurde genau so gedacht. Daher laute die Frage, wie sinnvolle eine digitale Diät in einer Zeit ist, in der wir alle von digitalen Medien abhängig sind (man denke an das handgeschriebene Referat).

Bewusster Umgang, ja, und dazu könnte ein Diät animieren. Aber einfach so "aussteigen" ist für viele halt gar nicht sinnvoll, weil sie digitale Medien im Alltag brauchen, nicht aufgrund von Sucht, sondern von Schule, Arbeit, Kommunikation mit Familie und Freunden (wichtige Kommunikaiton, nicht "was machst du gerade?").

An sich glaube ich, dass es mal wieder das "Gruppenzwang"-Syndrom gewesen ist. Es gibt bestimmt mehr, die das machen würden, aber ihnen ist genau dasselbe passiert wie dir: keiner will etwas machen, was kein anderer machen will...

Du kannst es ja trotzdem machen

Ich würde es nicht machen, da ich mein Handy gerne mal benutze, an sich kannst du ja auch mal schauen, dass du deine Zeit minimierst, das ist glaube ich eine bessere Methode!

Was möchtest Du wissen?