Differenzbesteuert laut §25a?

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2 Antworten

Die Differenzbesteuerung kann angewendet werden, wenn man von Privatleuten angekaufte Dinge weiterveräußert. Der Händler muss dann nicht den ganzen Verkaufserlös, sondern nur die Differenz zum Einkaufspreis der Umsatzsteuer unterwerfen. Bei Gebrauchtwagen findet das üblicherweise Anwendung. Denn wenn ein Händler einen Wagen in Zahlung nimmt, kann es sich ja die Vorsteuer dafür nicht ziehen. Das geht jetzt aber auch zu sehr in die Details. Für Dich ist wichtig: Wenn Du etwas kaufst, dass der Differenzbesteuerung unterliegt, dann bekommst Du dafür auch keine Umsatzsteuer vom Finanzamt wieder. Auf der Rechnung wird auch keine ausgewiesen. Die Ware kostet Dich also tatsächlich den Einkaufspreis und nicht (wie sonst) den Einkaufspreis abzüglich der enthaltenen Umsatzsteuer. Für Privatkäufer wäre es egal, da die sich ja eh keine Vorsteuer vom Finanzamt wiederholen können.

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Das heißt dann also z.B

Ich kaufe etwas als Händler für 1300€ von einer Privatperson an.

Und verkaufe es anschließend für 5700€ nach Differenzbesteuert laut §25a.

Ich zahle dann also nur auf die Diverenz von 4400€, 19% Umsatzsteuer. Wären dann 836€ USt. statt der 1083€ auf 5700€.

  1. Hab ich das jetzt richtig verstanden?
  2. Ist das den so einfach möglich wenn man Umsatzsteuerabzugsfähig ist oder ist der Verkauf nach "Differenzbesteuert laut §25a" nur bei Kleinunternehmern gestatet die nicht Umsatzsteuerabzugsfähig sind?
  3. Im klartext spart man zwar USt. ein, aber der Verkauf nach "Differenzbesteuert laut §25a" schränkt den Käuferkreis nur auch Privatkunden ein, richtig? Danke schonmal für die hilfreiche Antwort.
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user273 25.05.2010, 23:37

Im Prinzip ist es genau so. Ein Unternehmen wird meist nicht zum Käuferkreis gehören, da es keine Vorsteuer ziehen kann. Wie gesagt: Sehr gebräuchlich ist das bei Autohändlern: Inzahlungnahmen eines Gebrauchten von Privat und Weiterverkauf ebenfalls an Privat. Mit Kleinunternehmen hat das nichts zu tun. Die Autohäuser sind ja z.B. auch keine Kleinuntenehmer. Meine Firma handelt mit Landmaschinen und wir haben derartige Geschäfte ab und an im Kleinmascheinenbereich (Rasenmäher etc.) Ich kenne da also aus der Praxis. Dein Beispiel ist aber sehr richtig beschrieben. Wenn es die Diffenrenzbesteuerunf nicht gebe, müsste ein Autohändler ja z.B. einen Gebrauchten, den er für 5.000 Euro in Zahlung genommen hat, für knapp 6.000 Euro verkaufen und hätte dann noch nichts daran verdient. Leicht vorstellbar, dass dann kaum noch Gebrauchte vom Hof gingen!

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