Dieses Jahr wurde der Fahrstuhl im Mietshaus ausgetauscht und daraufhin 11% der Kosten auf die Mieter umgelegt? Ist das Modernisierung oder nicht?

7 Antworten

Eine Modernisierungserhöhung kann immer dann erfolgen, wenn es eine Gebrauchswerterhöhung gibt, bzw. Energie eingespart wird.

Angenommen, in dem Fahrstuhl gibt es künftige eine Sitzgelegenheit, dann wäre dies eine Modernisierung.

Selbiges gilt für den Betrieb. Wenn der Stromverbrauch durch den neuen Aufzug geringer wird und folglich Kosten eingespart werden, dann gilt dies als umlagefähige Modernisierung.

Aber: Es können nicht die vollen 11% der Modernisierung umgelegt werden. Hier muss ein Instandhaltungsanteil herausgerechnet werden.

Als Beispiel:

Angenommen, es ändert sich kein Stromverbrauch und wir reden hier nur über eine Sitzgelegenheit, dann muss der Vermieter den Instandhaltungsanteil vom Modernisierungsanteil abgrenzen.

Der Instandhaltungsanteil wäre der Austausch des Aufzugs, der Modernisierungsanteil wäre die Installation eines Sitzes.

Wie wurde die Modernisierungsumlage denn begründet? Eine Einsparung von Energie im Betrieb muss grob dargelegt werden.

Gab es mindestens drei Monate vor Beginn der Arbeiten eine Modernisierungsankündigung in Textform? Wenn ja, was stand da drin? Es müssen Anfang und Ende der Arbeiten angegeben werden, auch was gemacht wird und welche Mieterhöhung auf die Mieter zukommt.

Eine Modernisierung muss nachweisbar Energieersparnis zur Folge haben und/oder die Wohnverhältnisse erheblich nachhaltig und nachweisbar verbessern.

Bei diesem Uraltaufzug sind mindestens 75% als Instandsetzung von den Kosten in Abzug zu bringen. Wenn die übrigen Parameter stimmen, darf dann nach Abschluss der Arbeit ab 3. Monat eine Mieterhöhung geltend gemacht werden. Diese muss aber in einem konkreten Mieterhöhungsverlangen begründet werden. Dabei ist auch nachzuweisen, was gemacht wurde und wie die Umlage berechnet wird.

War die Modernisierung nicht oder nicht rechtzeitig angekündigt, verlängert sich die Frist um 6 auf neun Monate ab wann die Mieterhöhung zu zahlen wäre. Immer vorausgesetzt, dass hier überhaupt eine Modernisierung nachweisbar ist.

Dass die Meinungen gespalten sind, kann man sich gut vorstellen.

War der alte einfach abgenutzt und musste deswegen getauscht werden, wird logischerweise nicht einfach das gleiche Modell, wie damals eingebaut, sondern was modernes. Dabei ist natürlich die Frage, inwieweit das Moderne des neuen Fahrstuhls Euch wirklich zu Gute kommt.

Fährt er schneller und leiser und hat er ein modernes Notrufsystem und gibt es sonst noch Features, die einen "modernen" Fahrstuhl ausmachen, darf ein gewisser Anteil auch als Modernisierung angesetzt werden.

Man könnte es mal mit einem Fenstertausch vergleichen. Die Fenster aus den 60er Jahren gibt es nicht mehr zu kaufen. Es müssen vorschriftsgemäß ggf. sogar 3-Scheiben-Isolierverglasungen eingesetzt werden. Diese sind natürlich viel teurer und bringen den Mietern ggf. auch Vorteile, aber auch Nachteile sind denkbar.

Dennoch ist ein großer Teil der Anschaffung als Modernisierung anzusehen und dementsprechend auch umzulegen.

Beim Fahrstuhl ist meine Schätzung (Laie!) 50 % Ersatz und 50 % Modernisierung. 25000 € wären also ca. 250 € monatlich insgesamt. Wenn das Haus 4 Etagen mit jeweils drei Wohnungen hat, kämen auf jede Wohnung rund 20 € Erhöhung. Erträglich?

Nur als Hinweis: Die modernen Notrufsysteme sind laut neuer Betriebssicherheitsverordnung in allen Aufzügen Pflicht.

Ich habe in meinem Bestand einen Schrott-Aufzug Baujahr 1982 und musste dort einen Hightech-Notruf einbauen.

In einem anderen Sanierungsvorhaben bei mir hat ein Sachverständiger den Modernisierungsanteil auf ca. 30% der Gesamtkosten geschätzt.

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