Diese Frage möchte ich gerne noch einmal stellen, weil

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Joseph Sobran führt in seinem Buch "Genannt: Shakespeare" sehr stichhaltige Gründe dafür an, dass Edward de Vere, der (siebente, glaub ich) Graf von Oxford sich den Namen William Shakespeares borgte, weil es zu seiner Zeit den guten Ruf eines Adligen, noch dazu eines aus einer der ältesten Familien Englands, ruiniert hätte, wenn bekannt geworden wäre, dass er Gedichte und Dramen schreibt. In de Veres Fall wäre der Skandal laut Sobran noch schwerwiegender gewesen, weil der allergrößte Teil seiner Sonette an einen Mann gerichtet war, mit dem de Vere eine Liebesbeziehung hatte.

Folgt man dieser Argumentation, wäre Shakespeare ein waschechter Engländer (seine Familie wanderte nach der normannischen Eroberung ein). Und im unwahrscheinlicheren Fall, dass trotzdem William Shakespeare aus Stratford-upon-Avon "der echte" Shakespeare gewesen sein sollte, war er auch Engländer. Zumindest soviel kann man aus den wenigen Dokumenten über ihn ersehen. Auch alle anderen Kandidaten für die "echte Shakespearschaft" sind, soviel ich mich erinnere, Engländer oder zumindest Briten. Glaubst Du denn, jemand mit einer anderen Muttersprache hätte das Englische so virtuos beherrschen and anwenden können?

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Danke für diese ausführliche Erklärung - und ja, ich glaube, dass unser "Shakespeare" eine andere Herkunft hatte, als die Englische! Er war einfach ein Multitalent in Sprachen - Hut ab, ich verneige mich davor!

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@casamaria

Wenn Du schon eine bestimmte Theorie hast, wie Dein Kommentar um 18.52 h vermuten lässt (welcher andere Name könnte sich hinter shake...spear verbergen?), dann äußere Dich doch bitte dazu. Falls W.S. dem Adel angehörte, sind seine guten Latein-, Italienisch- und Französischkenntnisse das Ergebnis seiner Bildung gewesen und sprechen nicht für eine andere Nationalität Shakespeares. Wenn die Wiki-Angabe mit den unglaublichen 34.000 englischen Wörtern stimmt, die er beherrschte, spricht das im Gegenteil ganz deutlich dafür, dass Englisch seine Muttersprache war.

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@soust

danke für die guten Gedanken, soust, aber wenn ich jetzt die von mir neueste Theorie hereinstellen würde, hätte meine ursprüngliche Frage überhaupt keinen Sinn! Ich wollte einfach nur so schlaue Antworten wie von Dir und noch darüber hinaus....

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@casamaria

danke auch noch für die Ergänzung unten bei deinem weiteren Kommentar!

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Lassen wir Shakespeare doch den Engländern. Inzwischen haben wir uns doch daran gewöhnt, dass auch Herr Wilhelm Tell evtl. nur eine Legende war. Bei antiken Autoren ist es noch schlimmer, da wurden oft bewusst Schriften mit den Namen berühmter, anerkannter Persönlichkeiten verfasst, wenn sie nach Meinung der Autoren in dernen Geist (so wie sie es sahen) verfasst waren. Darum kann man auch nicht sagen, dass es Betrug war, wenn der Autor des Johannes-Evangeliums sich den Namen des Apostels Johannes zugelegt hat, obwohl der bei Abfassung der Schrift wahrscheinlich schon tot war. Pseudonyme waren damals üblich und alle wussten es.

Bei diesen Schriften wie bei Shakespeare scheint mir wichtiger, die Frage zu beantworten, welcher Geist spricht aus dem Werk. Welche gesellschaftliche Realität spiegelt sich wider. Wodurch hebt es sich von zeitgleichen Werken ab. Welche Vorbilder wurden verarbeitet (römische Literatur, eigene Volksmärchen und Sagen, historische Legendenstoffe, die Herrschaftsanspruchsbegründungsstoffe waren). Bei Shakespeare stellt sich auch die Frage nach dem künstlerischen, formalen Gestaltungswillen, wodurch er sich von anderen damals aktiven englischen Autoren abhebt. Sicher ist, und darauf sind die Engländer zu Recht stolz, dass nach den Wirren der Völkerwanderung hier erstmals ein 'nordischer Autor' auftritt, der nach langer Pause wieder die Höhen des Griechischen und römischen Dramas wie der Lyrik erklimmt. In Deutschland beginnt das erst mit Luther und Hans Sachs, wobei Hans Sachs wohl auch Shakespeare - in der gefilterten Weitergabe seiner humnistisch gebildeten Vermittler - auszugsweise kannte.

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Sorry, ich bin ein Dummschwätzer. Das mit Hans Sachs kann nicht stimmen, der war älter als Shakespeare. Als Shakespeare mit Schreiben anfing, war Hans Sachs schon tot. Ich habe das mit den "Äsopischen Fabeln" verwechselt, die Hans Sachs von seinen humanistischen Freunden vermittelt wurden.

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Was habe ich falsch gemacht: Meine Nachbesserung ist ausgeblendet. Erst wenn ich 'Antwort kommentieren' anklicke, um sie zu wiederholen erscheint sie. Sie lautete jedenfalls:

Sorry, ich bin ein Dummschwätzer. Das mit Hans Sachs kann nicht stimmen, der war älter als Shakespeare. Als Shakespeare mit Schreiben anfing, war Hans Sachs schon tot. Ich habe das mit den "Äsopischen Fabeln" verwechselt, die Hans Sachs von seinen humanistischen Freunden vermittelt wurden

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@berkersheim

DH für Deine soliden grundlegenden Erwägungen zur Würdigung eines Autors! In einem muss ich Dir aber widersprechen:

>Sicher ist, und darauf sind die Engländer zu Recht stolz, dass nach den Wirren der Völkerwanderung hier erstmals ein 'nordischer Autor' auftritt, der nach langer Pause wieder die Höhen des Griechischen und römischen Dramas wie der Lyrik erklimmt.<

Ich lasse hier mal die anderen "nordischen" Literaturen weg (weil ich erst recherchieren müsste), bleibe also in Großbritannien: berühmte und bewunderte Zeitgenossen Shakespeares waren Christopher Marlowe (übrigens auch ein Kandidat für die Urheberschaft seiner Werke), Edmund Spenser und Ben Jonson. Und die Stoffe aus der griechisch-römischen Mythologie waren im 16. Jahrhundert durchaus präsent und wurden von vielen Autoren "verwurstet". Aber Shakespeare ist trotzdem eine überragende Figur, da hast Du schon Recht:o).

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@soust

Danke vor allem für den Hinweis Christopher Marlowe. Stammt aus Schuhmacherfamilie: Schuhmacher müssen was besonderes haben, siehe Hans Sachs (ich arbeite in der Branche!).

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http://de.wikipedia.org/wiki/Shakespeare

William Shakespeare (* wahrscheinlich 23. April, getauft am 26. April 1564 in Stratford-upon-Avon; † 23. April 1616[1] ebenda) war ein englischer Schauspieler und Dramatiker.

Shakespeare gehört zu den bedeutendsten und am meisten aufgeführten und verfilmten Dramatikern der Weltliteratur. Er schrieb etwa 38 Dramen und Versdichtungen, darunter eine Sammlung mit Sonetten.

Welche Bücher hatten großen Einfluss auf die menschliche Zivilisation und Kultur?

Ich versuche mal eine Top 3 Liste, kann jemand noch ergänzen?

  1. Die Bibel
  2. Der Koran
  3. Das Buch der Wandlungen

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in Form eines youtube videos habe ich folgende Liste gefunden:

- Analects by Confucius

- Avesta

- Beelzebub's Tales To His Grandson by G.I. Gurdjieff

- Civil Disobedience by Henry David Thoreau

- Common Sense by Thomas Paine

- Communist Manifesto by Karl Marx and Friedrich Engels

- Confessions by Jean-Jacques Rousseau

- Corpus Aristotelicum by Aristotle

- Cybernetics by Norbert Wiener

- Dhammapada

- Dialogue Concerning The Two Chief World Systems by Galileo Galilei

- Divine Comedy by Dante Alighieri

- Don Quixote by Miguel De Cervantes

- Encyclopedia by Denis Diderot

- First Folio by William Shakespeare

- Elements by Euclid

- Guide For The Perplexed by Maimonides

- Harmony Of The World by Johannes Kepler

- History Of The Decline And Fall Of The Roman Empire by Edward Gibbon

- History Of The Peloponnesian War by Thucydides

- I Ching

- Iliad and Odyssey by Homer

- Interpretation Of Dreams by Sigmund Freud

- Kabbalah

- Leviathan by Thomas Hobbes

- Mathematical Principles Of Natural Philosophy by Isaac Newton

- Meditations by Marcus Aurelius

- Mind And Society by Vilfredo Pareto

- Nineteen Eighty-Four by George Orwell

- Novum Organum by Francis Bacon

- Old Testament and New Testament

- On Liberty by John Stuart Mill

- On The Babylonian Captivity Of The Church by Martin Luther

- On The Nature Of Things by Lucretius

- On The Origin Of Species by Charles Darwin

- On The Revolutions Of The Celestial Spheres by Nicolaus Copernicus

- Phenomenology Of Spirit by G.W.F. Hegel

- Qur'an

- Quotations From Chairman Mao by Mao Zedong

- Relativity by Albert Einstein

- Republic by Plato

- Second Sex by Simone De Beauvoir

- Syntactic Structures by Noam Chomsky

- Thus Spoke Zarathustra by Friedrich Nietzsche

- Trial by Franz Kafka

- Upanishads

- Vindication Of The Rights Of Woman by Mary Wollstonecraft

- War And Peace by Leo Tolstoy

- Way And Its Power by Laozi

- Wealth Of Nations by Adam Smith

Bin dankbar, wenn jemanden weitere wichtige Werke der Weltliteratur ergänzen kann.

hier das youtube video:

https://www.youtube.com/watch?v=yDgMNQWulTw&t=491s

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Obwohl ich es mir schlechtvorstellen kann, dass die Schauspieler da alle mitmachen, gibt es ja sogar in vielen bekannten Filmen und Serien (Django Unchained, The Following) Szenen wo Tiere ermordet werden. Ich halte das zwar für äußerst übertrieben und unnötig, aber solange es von schlechten ("bösen") Rollen ausgeht und es sich um Animationen handelt, ist das wohl kaum abzuschaffen. Trotzdem bleibt dann immer noch die Frage, wie man erfährt, ob es auch wirklich Animationen sind? Hier in Deutschland ist es ja gesetzlich verboten, echte Tiere zu verletzen, bei den Amis bin ich mir da aber nicht so sicher.

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