Diese Anfälle machen mich so fertig?

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2 Antworten

Was eventuell eine Möglichkeit wäre, wenn Du Deine Chefin um ein Gespräch unter vier Augen bitten würdest und dann mit ihr Deine Situation besprichst? So wie Du es hier geschildert hast, so würde ich es auch ihr erzählen. So wie Du sie beschrieben hast, möchte ich Wetten, dass sie für Dich Verständnis aufbringen wird. Danach wird es dort bestimmt ein entspannteres Arbeiten für Dich sein und sie wird Dir bestimmt auch sagen, dass Du sofort zu ihr kommen sollst, falls sich mal auch da so etwas entwickeln sollte. - Was noch wichtig wäre ist, dass das niemand anderes mitbekommt, weil dann schnell in alle Richtungen spekuliert werden könnte.

Dann gäbe es vielleicht noch was, dass Dir gut tun würde. Fast in jeder Stadt gibt es eine Frauengruppe, die sich regelmäßig trifft, wo alles Mögliche an Problemen besprochen wird. Schon alleine dass man nicht mehr alleine mit seinen Problemen ist, tut einem gut, nach dem Motto:"Gemeinsam sind wir stark".

Erkundige Dich mal, falls Du Interesse hast, ob es das auch bei Dir am Ort gibt. Wenn Du im Rathaus anrufst, da müsste man Dir Auskunft geben können.

Vielleicht ist es mal notwendig, dass du an deiner neuen Arbeit einen Fehler machst. An der Reaktion der Vorgesetzten wirst du dann erkennen, dass das ein ganz cooler Laden ist. Das wird dir vielleicht die Anspannung ein wenig nehmen.

Das war jetzt keine Aufforderung, absichtlich Fehler zu machen. Aber wenn dir mal ein Fehler unterläuft, ist das ein prima Prüfstein, ob die Firma wirklich zu dir passt.

ja also hab jetzt schon ein felherl gemacht sie waren sehr nett haben es mir gezeigt am anfang hieß es auch ich arbeite zu langsam jetzt arbeite ich schneller als die leute die schon seit anfang an also seit 2 jahren dabei sind aber trotzdem mache ich mich so verrückt

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@ellagoes

Ich werde dir deine Sorgen nicht kleinreden oder belächeln. Ich kenne das, und viele andere kennen das sicherlich auch.

Es waren dann die ersten Vieraufgengespräche, die ersten Kaffeschwätzchen in der Küche, die dann das Eis auftauen ließen und mir zeigten, dass die anderen auch nur Menschen sind und mich prinzipiell mögen.

Nur allein, weil man Fehler macht, fliegt man in normalen Unternehmen nicht raus. Auch dass man anfangs langsam ist, ist kein Problem.

Wenn ich jetzt neue Kollegen zur Einarbeitung bekomme (und bemerke, dass sie unter Druck stehen), sage ich ihnen "Versuch nicht, mich durch Geschwindigkeit zu beeindrucken. Die Fehler, die du dabei machst, kosten mich im Ausbügeln mehr Zeit, als du durch Hektik je wieder reinholen könntest. Mach es ordentlich, dann bin ich beeindruckt."

Fehler sind dann ein Problem, wenn du mehr als zwei Mal den gleichen Fehler machst, beim zweiten Mal nicht selber begreifst, dass es ein Fehler war, oder die Fehler mir aufzeigen, dass du das Grundsystem deiner Arbeit nicht begriffen hast.

Ansonsten sage ich mir, jeder NEUE Fehler, den ein Mitarbeiter macht, macht ihn wertvoller.

Und das ist so eine Einstellung, die sich durch die meisten professionellen Unternehmen durchzieht: Fehler passieren. Wichtig ist, was man aus ihnen lernt.

Es gibt natürlich auch Unternehmen, die das Fehlerverhalten der Mitarbeiter regelrecht instrumentralisieren, um Druck ausüben zu können. Wer wegen jeden Fehler zusammengestaucht wird - am besten vor versammelter Mannschaft - der glaubt sehr schnell daran, dass er wirklich schlecht sei, und der ist dann auch ein willfähriger Angestellter, der nicht aufmuckt, unbezahlte Überstunden macht und keine Gehaltserhöhung verlangt.

Und dann gibt es natürlich auch den Fall, dass andere Mitarbeiter einen einfach nicht mögen und rausekeln wollen. Da kannst du auch nichts gegen machen. Denn egal wie sehr du dich anstrengst und wie fehlerfrei du arbeitest, es ist immer irgendwie falsch. Wenn das Unternehmen solch ein Mobbing geschehen lässt, bist du über kurz oder lang draußen. Und das ist dann auch besser so.

Aber ob und dass es so ist, merkst du eigentlich ziemlich schnell.

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